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Montag, November 26, 2018

Aus gegebenem Anlass - oder: Eigentlich wollte ich einen ganz anderen Post schreiben

Märchen sind nicht einfach da –
sie steigen auf wie November-Nebel...


Tut mir Leid, nicht mit mir...

Holz duftet, wenn man es bearbeitet. 
Cartapesta duftet ebenso und vereint sich gerne mit ihm.
Und so habe ich den Geruch von Advent um mich herum, 
sehe all die Großväter und manche Väter, 
die vor so langer Zeit für ihre Kinder und Enkelchen Zauberdinge schnitzten, 
kleine Wunder aus Holz und Liebe.


Tja. Und heute? 
Da haben wir uns so "voran entwickelt", alles ist schick,
alles ist trendy (alleine dieses Wort trägt Kurzlebigkeit bereits in sich...) -
ach, und alles ist überflüssig, man wird all dessen schnell überdrüssig,
und trotz allem wird kaum noch auf Wertiges gespart.
Man muss etwas haben, etwas Neues, wenn man vom "Shoppen" heimkommt,
sonst war es vergebens.
Man lässt sich sagen, was einem gefällt – bis man es selbst nicht mehr weiß.
Was nicht ständig neu ist, ist langweilig.
Und was neu ist, ist bald schon wieder unrecyclebarer Sondermüll,
und die Notwendigkeit des Wachstumswahns killt auch noch die letzten Lebensräume.

Doch wirklich neu?
Nein, nicht einmal wirklich.
Klischees umgeben uns bis zur Unkenntlichkeit, 
und die werden zwanghaft wiederholt 
- wie etwa das Baumschmücken mit Dingen aus dem Niedrig-Preis geschuldeten meist künstlichen Materialien.
Dabei täten es ein paar kleine, echte und duftende Nikolausäpfel und ein paar Nüsse viel besser???
Ein paar alte Tinselgirlanden?
Oder gar die zarten Tillandsien, die so manches verzaubern?
Muss es denn ein Baum sein, oder reichen nicht auch Äste?

Ou, aber sich bescheiden kommt ja gaaaanz übel!
Längst schon hat man sich davon verabschiedet,
denn das ganz ganz GANZ große Glück wird sehnsüchtig gesucht -
und das kleine übersehen, aus dem das große besteht. 
Im ramschigen Überangebot ist es versunken, 
denn dort ist alles austauschbar,
nichts ist mehr ein beständiger Schatz, an dem man sich immer wieder erfreut.

Und dann, dann kommt doch glatt noch im offenbar völlig verblödeten Deutschland
ein BLÄCK FRAIDÄIII daher
(black friday = Feiertag rund ums goldene Kalb der Kommerz-Maschinerie mit angeblichem Schnäppchenfaktor 
und ein ganz schwarzer Tag für die Natur und das Klima...)
Juppie und Juchheirassa, da klingeln die Kassen, 
und vermeintliche Rabatte lassen Gesichter in Gier erstrahlen.
Ach, wer braucht da noch Besinnung,
wenn die Besinnungslosigkeit das Denken ersetzt?
Auch das Denken, WOBEI man da mitmacht???

Tja, doch die Marge stimmt eben nur mit Massenkonsum im Zerrbild des amerikanischen Way of so-called-Life oder dem Life-To-Go
während sich die Fantasie und echte Traditionen längst traumatisiert davon gemacht haben, 
die früher alles verzauberten... 


Daher wird ja auch scheinheilig geworben mit eben den Illusionen, 
die vergangen sind und trotzdem immer noch Sehnsucht bedeuten -
und was wird gezeigt, wenn die billige, in möglichst wenige Produktionsschritte reduzierte Plastikwelt nicht mehr zieht?
Genau.
Der Klischee-Weihnachtsmann, Bäcker mit traditioneller Tracht in liebevollem Tun vor handgefertigtem Karamell,
nicht etwa das Fließband.
Ha, gezeigt wird dann doch tatsächlich der Opa, der dort schnitzend in der Werkstube sitzt...
In einer fernen Welt aus längst vergangenen Zeiten.

Ja, die Sehnsucht, die bleibt -

denn aus der schrill gedopten Kommerz-Weihnachtswelt steigen sie nicht auf,
die Märchen.
Und die Sehnsucht kurbelt die teuflische Maschinerie erst so richtig an...
und uns.

Ich will das nicht...

Ich aber will das nicht!
Will mich nicht antreiben und mir diese so wundervoll ruhig-stimmungsvolle Zeit (!) nehmen lassen!
Ich mag das nicht, das mit "schnell-schnell", "viel-viel", "immer neu" und "sooo günstig" !

Für mich ist es so schön, zu bewahren -
und hier eben diese ruhige Stimmung aufsteigen zu lassen, 
wie es die Nebel mit den Märchen tun...
wie es der Rauch einer Kerze tut.
Wie ich es für meine Familie tue -
zumindest versuche ich es nach Leibeskräften.
Ja, es ist schon anders hier... und das ganze Jahr über so ein wenig Weihnachten...



Und dann denke ich mir,
was für eine goldene helle Zeit, 
die man sich schaffen kann inmitten von Dunkelheit!

So wie das Wenige, oft in Zeiten großer Not und Plackerei, solch ein Wunder war...


Nie war es so offenbar

Der Kommentar der lieben Veronika zum letzten Post hat mich tief berührt, denn er spiegelt das, was ich selbst fühle - 
auf vielen Ebenen.
Ich kann immer nicht so gut Vorgänge in Worte fassen, daher zitiere ich sie hier einmal:

"Ich nehme wahr, dass dieses Jahr so total anders ist als sonst, was am Ende dieser Reise zu sehen sein wird, ich bin gespannt.
Es heilt so viel, teils im tiefen verborgen, teils an der Oberfläche sichtbar, aber immer spürbar. So Deine Hausbaustelle und Deine Persönliche eine unbeschreibliche Symbolik, es betrifft alle Ebenen. Nie war das, was wir nicht mitnehmen sollen in eine neue Zeit, so offenbar."


Liegt es unter anderem an der Hoffnung, dass wir alle immer mehr dahinterblicken, 
was uns so beraubte und immer noch berauben will?
WAS sich da an uns bereichern will???

Reale Märchen gibt es sehr wohl

Es wird Umwälzungen geben, doch eine jede bringt mich gerade weiter.
Und immer noch und immer wieder vertraue ich.
Auf meine Werte und mein eigenes Märchen, das auf sehr seltsame Weise, 
wahr ist.

Und sei es nur, dass ich mir den Blick bewahrt habe,
wenn beinahe schon silbrige Lichtstrahlen des November hereinstrolchen und mir liebevoll, doch mit Macht zeigen, 
dass meine einfachen "Rumsteh-Dinge" des täglichen Lebens so viel mehr sind.
Ja, gerade auch das gehört zu meinem wahren Märchen,
mit Liebe ausgesucht, meist bei einem Handwerker oder auf einem hiesigen Markt gekauft und stets genutzt...


Hier schlummern ungesehen eingelegte Ingwerstücke in Dattelsüße für das nächste Gebäck,
vorne wartet eine Müslizutat aus Kakaobohnen,
und die gebackene rote Bete aus meinem Salztöpflein ist bereits verzehrt.
Einfache Dinge, stehen gelassen - und doch niemals Alltag...

...während in der Kammer die nächsten dicken Kerlchen auf ihren Einsatz warten und mir gar wie die Hauptdarsteller im nächsten Stück anmuten...



Mein Wintervorrat an Lorbeer für uns ruht erst einmal in der Ecke, 
schwupps, einfach hingestellt 
und beim zweiten Blick und unverhofft der allerschönste Adventsschmuck - 
er lud prompt Lichtstrahlen zum Palaver ein.
Ich werde ihn hier lassen und einfach eine schöne Kerze davorstellen,
bevor er dann nach und nach aufgebraucht wird...


Auch für den kleinen "Winterstrauß" reichte es mir, 
mein altes, getrocknetes Holunderzweiglein aus dem vergehenden Herbst und ein kleines Hortensienüberbleibsel vom letzten Frühling in ein wenig duftendes, frisches Schleierkraut zu stecken.
Es sieht aus wie aus alten Zeiten, kommt ganz bescheiden daher,
und hat doch ein wenig das Mondäne der 20er ,
finde ich.
Noch einmal sehr edler "November", bevor es hier "dezemberig" wird ;) ...


Ob ich dann einfach einen kleinen Glitzer-Stern dort herunterbaumeln lasse?
Ah, aber noch nicht, noch wäre mir das zu viel.
Ich werde mir... ZEIT LASSEN!

Ja, Zeit lassen und mich ordentlich über ein paar lausige kleine Wacholderbeerchen freuen,
die dort auch noch dazupassen.

Und das Gemälde ist fertig.




Und das Mondenlicht im Dunkel scheint mir heller in dieser Zeit,
in der das Tageslicht der Innenkehr weicht.

Lassen wir uns ´mal nicht antreiben vom schnellen Tempo,
in dem man gar nicht mehr genau sehen und tiefer fühlen kann - 
so ist es in Arglist auch erwünscht.
Kleine Wunder bleiben sonst unbemerkt...
Nur langsam und mit Bedacht öffnet sich die richtige Tür.

Die Hauptsache ist das Tun, 
die Düfte und die Atmosphäre, die da enstehen...
Viel mehr als teuer Gekauftes ist eben echtes Leben.

Ganz kinderleicht gehen in diesem Sinne auch diese Winterblätter -
auch die silbrigen. 
(Ich erdachte sie letztes Jahr,
hier der LINK, vielleicht wollt Ihr ja auch??)


Das innere Kind, es will gefeiert werden - passt nur gut auf Eures auf :),
dass es nicht verschreckt wird von all dem scheinheiligen Trubel,
 der um "Weihnacht" wieder um uns herum losbricht.
Es will lieber gefüttert werden mit Glücksmomenten bei heimelig vergnügtem Tun und Treffen mit lieben Freunden ohne Stress!

Es wird bei uns sein, wenn die Atmosphäre stimmt,
denn der Julmond wirkt seine Macht.

Ich schnitze dann mal weiter,
das hat um diese Zeit ja nun schon Tradition in diesen Räumen.


Eure Méa,
aus der stillvergnügten "Weihnachts"-Werkstatt


Post Postum: 

Das automatische Rechtschreib-Programm zeigte mir bei dem Wort Hortensienüberbleibsel einen Rechtschreibefehler an.
Das Programm hat einen einmaligen Humor!
Als ich spaßeshalber guckte, wie es das denn schreiben würde, kam ganz unverhofft kreativ dies hier,
ist das gut???:
Hinterbliebenenpension!!!

Na, haben wir Hortensien es mal alle gut ;),
und bleiben lieber Menschenkind!


F ür alle, die Interesse an meiner Arbeit als Sculpteuse haben,
klickt einfach auf den Link unter dem Bild,
schon seid Ihr im Atelier und könnt sehen,
was ich dort herstelle -
und was dabei herauskommt, wenn einer Méa Flügel und Mäuse wachsen.

Link zu Méas Weihnachtswelt



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Méas kleine Mäusewelten

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Méas Vintage

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22 Kommentare:

  1. Hach Méa, ich bereite gerade meinen Christmas Hometour Post und sehe Nachricht von Dir. So ganz schnell mal lasse ich einen Kommi hier, obwohl ich erst einen Teil bei Dir gelesen habe. Dass Du mich zitiert hast, das ehrt mich sehr, ist wie ein kleines Adventgeschenk und ich bin glücklich, dass ich etwas in Dir anstoßen konnte.

    So viel ist in Deinen Texten enthalten, da werden wohl noch ein paar Antworten von mir kommen. Aber was Du über den Black Friday schreibst, oh ja, jeden Buchstaben unterschreibe ich. Die Werbung ist mittlerweile schon so unerträglich geworden, dass alle Medien jetzt aus sind. Werner sage gerade gestern noch, welch Druck ausgeübt wird, da wird unsereiner fassungslos.

    Aber vielleicht liegt darin auch eine verborgene und gute Botschaft verborgen, vielleicht läuft der Handel, der Konsum nicht mehr so, wie sich die Konzerne das vorstellen, vielleicht denken mittlerweile mehr Menschen darüber nach und verabschieden sich Stück für Stück aus diesem Wahnsinn.

    Vielleicht deshalb dieser Druck, ich weiß es nicht, aber ich möchte an diese Realität glauben, ganz fest.

    Ich komme bald wieder, bis dann Du liebe Rüttlerin.

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    1. Liebe Veronika,
      ich hoffe auch ganz fest - sie tanzen wie die Irren um völlig Entbehrliches. Und ich bin da nicht moralinsauer, liebe ich Stücke der Kunst auch so sehr, ich rede hier ja nicht nur vom Essen. Doch wenn die Welt hopps geht, dann glotzen die auf ihre Handies, völlig entgeistert, dass der Pizzabote nicht kommt...
      Wir brauchen urbares Land, brauchen Bienen, doch diese Themen hypen nicht im Netz wie seelenentleerte Shoppingblogger.
      Ist ja altmodisch. Nun, wir sind ein altmodisches Modell, wir Menschen, müssen dummerweise Essen, atmen und trinken.
      Eigentlich ja ganz einfach...
      Wie lange lässt man sich da wohl noch vera...rmen...
      Aber meine Freude am November konnten sie mir nicht nehmen, im Gegenteil :))) Ich wünschte, echter, schöner Handel würde wieder aufblühen... Man kriegt ja nur noch Mist, ne?
      Hab es ganz zauberhaft, heute mache ich einen Mond, dazu noch Sterne :) und die sind hier gefertigt - in Liebe und mit Träumen Huckepack.
      Innigsten Drücker, Deine Méa

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    2. hei hei, was für ein zum wiehern ulkiges Bild - wenn es nicht so ernst wäre "glotzen auf ihre Handys, völlig entgeistert, dass der Pizzabote nicht kommt". Ich glaube fast, so wird es sein. Aber wir, die wir noch aus einem anderen Holz geschnitzt sind, wir wissen, was man mit roten Rüben macht, dass aus Grünkohl auch Chips werden kann und wie man einen Ofen zum wärmen bringt.

      Noch nie so deutlich wie jetzt sehe ich, wie sich die biblische Spreu vom Weizen trennt. Wie die handyglotzende und im shoppingwahn untergehende Meute sich von jenen separiert, die sich wieder an Werte, an Traditionen, an Einfachheit und an die wohlige Wärme nach einem tiefen Gespräch erinnern und Stück für Stück es zu leben beginnen.

      Es gibt in Bregenz Adventsmärkte, da wird Essen und Trinken verkauft zu horrenden Preisen und es wird gesoffen. Aber es gibt auch einen, da lebt das alte Handwerk und den werde ich demnächst besuchen gehen.

      Wir haben es dunkel und düster draußen - ich liebe das so sehr, dass ich nicht mal Kerzen anzünden mag, sondern dort noch verweilen, wo keine Glitzerwelt eindringen kann.

      Mondundsternenfrau - ich drück Dich
      Deine Veronika

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    3. Ohhh, wie schööön, und ich drück Dich zurück.

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  2. Antworten
    1. As I do NOT know these, dear wisdom-of-the-day, as you call yourself, I would like to thank you and tell you, that sharing that way is not my way :)

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  3. Liebe Mea, Du sprichst mir aus dem Herzen! Ich kann den Konsumanfall meine Mitmenschen auch nicht verstehen. Seit ich junge Mama war gibt es immer mit winzigen Abweichungen ein gemütliches und klassisches Christfest ohne wechselnde Christbaumdekoration. Und manchmal auch nur ein Strauß mit Nüsschen dran und davor Null Stress. Und die Bastelfreudigkeit meiner Kinder waren das helle Licht in der Adventszeit.
    Genau dieses Licht bewahre ich mir und lass es jedes Jahr wieder leuchten. Und meine nun erwachsenen Kinder staunen immer wieder, wie sinnlich und fein Weihnachten sein kann. Ich wünsche Dir und uns allen hier eine feine sinnliche Zeit im Advent.
    Liebe Grüße, Pia

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    1. Liebe Pia, ich kann es auch nicht verstehen - es ist wie der Tanz auf dem Vulkan. Und selbst Kiosk-Inhaber trinken oft ihr Getränk aus To-Go-Bechern. Ich bin immer noch Exot, wenn ich auch meine Papiertüten und nicht nur meinen Beutel auf den Biomarkt mitnehme. Vor einigen Tagen sind einige Küstenstädte Haitis regelrecht in Müll ertränkt worden. Da haben sich regelrecht ganze Flüsse aus Unrat und Abfall durch die Wohnviertel gewälzt. Starkregen hat das gemacht, und der riss nicht nur die unzähligen Müllberge mit, sondern auch den ganzen Müll aus dem Meer, als hätte es gek... (na, vielleicht hat es das ja).
      Und wir verbrennen den Großteil und irgendwie scheint man zu denken, das geht irgendwie weg ins All???
      Na, von den lieben "Produzenten" all dessen werde ich zumindest die Finger lassen. Ein kleiner Teil macht Gewinn auf Kosten aller, steckt sich wie im Rausch die Taschen voll und verursacht Schäden, die nicht wieder gutzumachen sind. Und die Leute? Die geben denen auch noch ihr Geld, fühlen sich "in" und haben dann viel zu "wenig" für bio. Ne, ich verstehe es nicht...
      Ja, Pia, Du hast so Recht, wir lassen uns mal nicht an der Nase herumführen, wir haben schon gefunden, was gut ist :)
      In innigstem Gruß, Deine Méa

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  4. Ein ausgiebiger Post, liebe Mea, müsste eine ausgiebige Antwort bekommen. Ich teile Deine Meinung. Meine Weihnachtsdeko ist alt und ich nehme sie in der einen oder anderen Form jedes Jahr wieder. Im Laufe der Jahre hat sich einiges angesammelt, so kann ich die Farben wechseln. Traditionell gibt es einen kleinen Weihnachtsbaum, seid meine Enkel groß sind. Lässt sich gut schmücken. Dem Trubel gehe ich aus dem Weg oder gar nicht hin. Ich bastel Geschenke selber oder schenke nach Wunsch, alles hat Grenzen. Ich finde eine Deko sowieso "weniger ist mehr", man muss sich sein Märchen oder das kleine Glück selber schaffen.Gut das ich keine Hortensie bin..., da musste ich doch lachen.Richtig, Deine Einstellung, bewahre sie Dir, "nein ich will das nicht", ich bewahre mir das auch. Allerliebste Grüsse, mache es Dir gemütlich und kuschelig, Klärchen

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    1. Ja, Klärchen, da kann man ja gar nicht mehr mitmachen, ne? Verdirbt einem sonst glatt die ganz schöne Freude - aber ne, dazu ist meine Novemberfreude zu groß :)) Das heimelige Werkeln in Ruhe und Vorfreude.
      Lass Dich drücken, Du Liebe, hab es auch gaaanz kuschelig und warm, Deine Méa

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  5. DankelLiebe Mea - mehr braucht es nicht!

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  6. Sooooo...ferddisch! ich habs geschafft, deinen langen, laaangen Post zu lesen! Und ich kann ihn runterbrechen auf ein paar Worte:
    RECHT HAST DU!!
    Du weisst, ich gehe absolut mit dir einig. Und je länger, je mehr sehne ich mich nach einem Plätzchen irgendwo weit oben am Berg, wo ich, losgelöst von diesem krampfhaft zelebrierten Wahnsinn, mein ruhiges, einfaches Leben leben kann. Mir geht das alles sooo sehr auf die Nerven. Dieser Konsumwahn, der zu nichts anderem taugt als eine innere Leere zu überdecken! Vorhin gerade gab es Sequenzen im TV die Menschen zeigten, welche sich beinahe die Köpfe einschlugen in den Warenhäusern. Für einen Grossbildfernseher, für einen Computer oder andere Dinge, die nur erworben wurden des möglichst billigen Kaufens Willen. Dinge, die wohl keiner von diesen Menschen wirklich gebraucht hat. Dinge, die in keinem Fall glücklicher machen. Die Wirtschaft zieht allen das Geld aus der Tasche und lacht über die Dummheit der gierigen Konsumenten.....
    Jetzt, wo Weihnachten näherrückt, wird wieder heftig ins Konsumfeuer geblasen. Und wozu? Damit die Kinder dann in Bergen von Geschenken sitzen, eins nach dem andern aufreissen, die Präsente kaum eines Blickes würdigen, nur um sich aufs nächste Päckchen zu stürzen und ihm die gleiche Behandlung angedeihen zu lassen? Traurig ist das.....
    Nein, ich verweigere mich diesem Treiben auch. Und siehe da: Der Stress bleibt aus! Weihnachten ist und bleibt für mich sowieso ein Fest für die/meine Familie, abseits des religiösen Gedankens. Es geht ums Zusammensein, um Gemütlichkeit, um fröhliches Plaudern, um Nähe. Natürlich bleiben auch bei uns die Geschenke nicht aus, und ich gebe zu: Ich schenke sehr gerne. Trotzdem bewegt sich das (Wichteln sei Dank!) alles in einem sehr bescheidenen Rahmen, und die Freude am Geben überwiegt eindeutig.
    Wie du auch liebe ich die Wertigkeit von sorgsam Hangemachtem, und dafür gebe ich gerne mehr Geld aus. Altes Handwerk begeistert mich unglaublich, und nachdem ich mich an einigen von ihnen selber versucht habe verstehe ich, wieviel Zeit sie in Anspruch nehmen und dass die Preise dafür absolut gerechtfertigt sind. So viel Liebe und Zuwendung steckt darin! Diese Dinge berühren die Seele, so einfach und schnörkellos sie auch sein mögen. Und sie lassen Bilder auferstehen an eine Zeit, in der diesen Dingen der gebotene Respekt gezollt wurde, indem man sie wertschätzte, hegte und pflegte und weitervererbte.
    Es ist aber auch ein Zeichen unserer Zeit, dass alte Manufakturen eine Wiederbelebung erfahren, dass ihre Produkte wieder gefragt sind. Viele Menschen erkennen in diesen "guten, alten Dingen" die Werte, die sie seit jeher verkörpern: Beständigkeit, Zufriedenheit, Hingabe. Ich glaube schon dass die Zahl derer, die sich nach genau diesen Werten sehnen, mehr wird. Wie gut, dass es jeder selbst in der Hand hat, wie er sein Dasein gestaltet!
    Und so ist die wunderbare Zeit, die nun langsam anbricht, pure Magie- für den, der sie erkennen kann und sie an sich heranlässt! Ich für meinen Teil werde diese Tage auskosten, all das Schöne geniessen, das sie mit sich bringen. Die Stille des ruhenden Winterwaldes genauso auf mich wirken lassen wie der sanfte Schein einer Kerze in einem ansonsten dunklen Raum. Die Freude am gemütlichen Werkeln genauso auskosten wie die vielen wunderbaren Düfte, die aus der Weihnachtszeit nicht wegzudenken sind: Zimt, Anis, Vanille, Tannengrün, Mandarinen. Und mich dabei wohl immer wieder ein kleines bisschen so fühlen wie zu der Zeit, in der ich als kleines Mädchen Briefe ans Christkind schrieb und das Ohr an die Wand zur Stube presste um ja nicht zu verpassen, wenn das kleine Glöckchen klingelte.....
    Hab einen wundervollen Apfenz, liebe Méa, geruhsam, sinnlich und kreativ!
    Hummelzherzensgrüsse!

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    1. Hihi, hätte ja noch sooo viel mehr geschrieben, oi. Vor allem, seit ich begriffen habe, wie "genial" die Erfindung von Mode war. Wie schnell man da etwas Neues haben MUSS, ohhh, die wissen schon wie man es macht. Doch einige Ketten haben den Billigkram nun doch zu billig gemacht und letztendlich sitzen sie nun auf Tonnen Plastikmode fest. Und damit wir auch. Deren Insolvenz kann einen da nur bedingt freuen.
      Die innere Leere überdecken, ja, und noch schlimmer - dadurch, dass sie nie befriedigt werden, denn das ist ja nur ERSATZ für echtes Leben, bleiben sie süchtig.
      Die Wirtschaft lacht da zu Recht - wie dumm können sie sein...
      Durch das Viele wird das einzelne nicht mehr geschätzt. selbst WENN es von Wert wäre, nicht? So auch bei uns Menschen. Wir vermehren uns wie irre, eben wahrlich "exorbitant", und so zählt der Einzelne nichts mehr. Kann er ja dann gar nicht mehr!
      Na, mal gucken, was passiert, so werden wir Zeitzeugen sein.
      Wir schenken auch, Herzenswünsche der Kiddis, ansonsten machen wir zusammen was, das Zusammensein, auch mit Freunden als größtes Geschenk. Mein Slogan: "SCHENKT MIR BLOSS NIX!" :)))
      Wie schlimm, so viele können auch gar nichts mehr Handwerkliches, klar, wenn es für ein paar Cent so viel "perfekter" schon fertig zu haben ist.
      So wird uns das kaputt gemacht, wenn man nicht aufpasst. So bin ich dankbar für Deinen Kommi, denn dieses Zusammensein tut so gut.
      Und Deine Hoffnung teile ich so gerne, ich hoffe allerdings auch, dass wir für all dies noch genügend Zeit haben, denn die Bombe tickt.
      Lassen wir den echten Apfenz ;) hochleben, ohhhh jaaa, ich sitze hier mit Monden, Sternen und einem Einhorn, na, wenn das nichts ist!!!
      Alle Sinne golden und ohne falschen Glanz, Madame, lass Dich inniglich drücken, Deine Méa

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    2. Ach!! Und ich vergass: Ich liebeliebeliebe deine Glitzersternchen!! So schöööön!!

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  7. Ach ja die Vorweihnachtszeit besinnlich soll sie sein, das Fest der Liebe soll zelebriert werden pfffffff ich mach mich tot. Alle hetzten jetzt schon völlig gestresst und wie von Sinnen durch sämtliche Geschäfte um ja das richtige sauteure Geschenk zu kaufen für Onkel Heinz den man eigentlich gar nicht leiden kann. Und dann an Heiligabend gibt's Gezeter und Gezank oh hör mir auf damit. Ich könnte kot.... naja du weißt was ich meine.. Ich mach da schon lange nicht mehr mit. In meiner kleinen Familie gibt es auch keine kostspieligen Geschenke. Wir genießen Sie Zeit die wir zusammen sind, Essen gemeinsam und freuen uns über das was jeder so zu erzählen hat. Und den Black Friday na d er soll mir mal bitteschön weg bleiben ich hätte da lieber den Green SaturdaySaturday wo alle doch mal raus in die Natur gehen und tief durchatmen von ihrem ganzen Shoppingstress und sich überlegen was sie sich eigentlich damit antun. Naja soll jeder so machen wie er denkt aber sich bitte nicht noch beschweren. Ach Mealein , wie bleiben einfach mal wie wir sind erfreuen uns an kleinen Dingen die doch so wertvoll sind im Leben, für mich ist das immer noch die Natur um mich herum, wenn du sehen könntest wie ich aus dem Fenster schaue wenn der Nebel über die Felder zieht würdest du denken "die olle hat ne Macke"
    Nun Schnitz mal schön weiter , bin gespannt was es wird...
    Lass dich drücken.... Deine Anja

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    1. Liebe Anja, ja, wir freuen uns aneinander :)) Und es ist ja nicht so, dass die Kerlchen wie die Lemminge mitmachen bei all dem Blödsinn wie bei "des Kaisers neue Kleider". Ne, die helfen den Falschen und machen unser aller Ressourcen platt, die Natur und etwas, das man Seele nennt.
      Sie schaden nicht nur sich...
      Ich versuche mit vielen zu reden - manche gucken mich an, "aba, was hat´n des mit der Natur zu tun???", oi, dann ist es viiiel Arbeit. Manche aber fangen dann doch zu denken an, einige sind in einem anderen Orbit, da hilft nüscht...
      Menschleins... Und dann schlagen sie sich über irgendwelche Religionen die Köppe ein und schänden die Schöpfung. Kapier ich nich...
      Ne, ich schnitze hier wirklich lieber mal weiter und hole viiiiel Kraft :) und Freude ein. Lass Dich ganz herzlichst knuddeln, meine liebe Spreewaldfee, Deine Méa

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  8. Liebe Mea - unbekannterweise...und doch seelenverwandt!
    Das geht- glücklicherweise....
    Heute musste es mal sein, ich kommentiere sonst nie was mir so unterkommt;
    viel lieber denke ich mir meinen Teil dazu und ziehe weiter!
    Aber heute muss es einfach sein.
    Du sprichst mir mit jedem Wort aus tiefster Seele, hast geschliffene Worte gefunden, für den Wahnsinns der um uns wirbelt und von dem wir mehr oder weniger erfolgreich versuchen, uns nicht vereinnahmen zu lassen!
    Ich würde deinen Post am liebsten Ausdrucken und als Postwurfsendung in alle Haushaltungen schicken lassen...
    Allein, wie viele würden die Ausage nicht verstehen?
    Wie viele sind versunken, komatös in ihrem Tanz ums goldene Kalb? Leben fremdbestimmt auf Autopilot...
    Sinnhaftigkeit, Echtes, Gelebtes, Authentisches... gerade zu Weihnachten, aber nicht nur dann, ist eine so bittere NOT-wendigkeit, für uns alle!
    In diesem Sinne, danke ich dir von Herzen für diesen wundervollen Post - er kam gerde im rechten Augenblick!
    Ganz herzliche Grüße aus dem Norden und von Herzen eine Seele nährende Zeit!
    Dir und deinen Lieben alle Gute - Jetzt und für alles Kommende
    Heide

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    1. Liebe Heide, ja, Gelebtes... warum nur lassen sie leben und leben nicht selbst... Nun ja, in den Filmen wird ein Ausschnitt gezeigt, Emotionen übersteigert, nicht wie das "normale" "langweilige" Leben. Sie sehen nicht, was sie haben, ist ja nicht wie im Film. Denken, auf sie kommt es nicht an. Dabei kommt es auf jeden an...
      Ich freue mich sehr, dass Dich mein Post bekräftigt hat, vielleicht können wir ja die eine oder andere bestärken, die für diese Themen Antennen hat.
      Danke für Deine tollen Zeilen und auch für Deinen sichtbaren Besuch :), hab es zauberfein und seelenstark, das wird trotz allem eine Wunder-volle Zeit :), die Méa

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  9. Liebe Méa,
    Du sprichst mir aus dem Herzen. Als ich Werbung für diesen "schwarzen Freitag" im Radio hörte, bekam ich spontan Hautausschlag. Den musste ich dann den ganzen Tag verstecken, denn wenn ihn jemand auf der Arbeit gesehen hätte, wäre ich als ziemlich zurück geblieben belächelt worden. Gar nicht gut in der IT. Wo ich sowieso schon wegen meiner Vorliebe für alte Dinge, Dinge, die Geschichten erzählen, etwas schräg angesehen werde.
    Und dann noch dieser Tick, alles zu reparieren, was nicht mehr so recht will. Anstatt es weg zu werfen und endlich mal etwas Neues zu kaufen.
    Dabei fühle ich mich schon belastet, wenn ich nur daran denke, Dinge zu kaufen, die ich eigentlich nicht brauche. Ich will sie nicht im Haus, in meiner Umgebung haben. Außerdem haben all diese Unnötigkeiten eine Eigenschaft, mit der ich gar nicht zu recht komme: Sie fressen Zeit, meine Zeit.

    Ich wünsche Dir nochmals eine wunderschöne Restwoche mit Dingen und Geschöpfen, die es Wert sind und Zeit schenken.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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    Antworten
    1. Lieber Wolfgang, wundervoll, wie Du das schreibst :) Ja, etwas wieder heile machen, es nicht gleich aufgeben, das ist so grandios. Und beim Tun erlernt man ja auch so viele Fertigkeiten, Tricks und Kniffe, die man auf anderes anwenden kann. Wir kniffeln auch so lange herum, wie es nur geht.
      Sohnemann studiert gerade Informatik, der hadert auch mit solchen Aktionen.
      Ja, wie bewahrt man in solchen Zeiten Würde - auch die der anderen. Und dann die Kleine, die etwas Gutes tun will, Geschenkaktion in der Schule für notleidende Kinder, jeder Schüler kauft ein NEUES (der Hygiene wegen) Spielzeug... das dann wahrscheinlich meist aus geschundenen Kinderhänden kommt.
      Ist das zu fassen... Das kann man doch gar nicht, vor lauter sich an den Kopf fassen.
      Ach, es ist schon so, gerade in diesen "heiligen" Zeiten muss man sich sehr in Acht nehmen, nicht hineingezogen zu werden in diesen Strudel.
      In diesem Sinne, pass gut auf Dich auf und bleibe bitte so, ich gehe jetzt die Mähne für ein Einhorn aus einem Flachsstrang herausziehen, die kriegen uns nicht ;)) Ganz liebe Grüße, Deine Méa

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    2. Liebe Méa,
      pass auch Du gut auf Dich auf, die Zeiten ändern sich, und bleibe auch Du, so wie Du bist, denn so ist es gut.
      Ich wünsche Dir ein wundervolles Wochenende.

      Viele liebe Grüße
      Wolfgang

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