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Freitag, Juli 05, 2024

Berichte aus dem kleinen Königreich I




Ihr Lieben,
wundervolle Mails habt Ihr mir geschickt, 
immer noch, obwohl ich gar nicht mehr zum Bloggen kam. 
Vieles ist geschehen, ich habe fleißig Fotos gemacht, 
doch Posten und Hochladen war nicht - 
zu viele Veränderungen in meinem Leben!
Einiges hatte ich zu verwalten,
ich beendete mehrere Projekte, meine Bücher, 
und ich guckte mich plötzlich mit ganz neuen Augen um 
im kleinen Königreich, LEBTE ES, 
sah alles nicht mehr nur durch die Kameralinse 
(auch nicht durch die in meinem Kopf!) - 
so, wie es früher einmal war.
Ja, die Pause war definitiv gut, und nun 
habe ich viel zu erzählen, nachzuarbeiten und zu zeigen.

Ich will Euch auch gar nicht weiter langweilen,
los geht´s:

Berichte aus dem kleinen Königreich I 
Der Schlosskamin
(Für die, die mich noch nicht kennen, wir haben in Eigenregie ein Schloss 
in einem Mehrfamilienhaus versteckt und ich, moi, bin Königin von eigenen Gnaden ;) - 
warum das so ist, siehe frühere Posts)

Wer kennt sie nicht, die minimalistischen Heime 
der Instagramenden (so, geschlechtsneutral genug? ;)
Die kaufen sogar "minimalistische" Sachen,
 damit es in den Trend passt, hat man Töne? 
Für den speziellen "cleanen Look".
Sieht irgendwie alles gleich aus...
Naja, mit irgendwas müssen die ja werben, 
will ich mal nicht stänkern. 

Ich bin dann wohl eher Essentialist, 
ich will nur das um mich haben, was wir wirklich leben -
mit Betonung auf WIRKLICH und LEBEN.
Möglichst leicht, ja, wenig Ballast, 
möglichst wenig neu Gekauftes und...  
alles so selbst erstellt und optimiert wie möglich!
Das ist königlich, denn nur so erzählt es unsere Geschichte.

Immer wieder wache ich mit Argusaugen darüber, 
was es loszulassen gilt -
was in dieser Jahreszeit meines Lebens noch Wert hat 
und Sinn macht zu bleiben.

Und so ging es dem Kerzenkamin an den Kragen,
denn der war nicht mehr sinnvoll.
Viele Kerzen brennen zu haben war ja schön, 
doch es bedeutete schlechte Luft,
zu nah aneinander stellen bedeutete Wachsbrandrisiko,
und außerdem haben wir ja ein unternehmungslustiges Katerchen, 
das in Bodennähe lebt...
Nach Hindernissen und Wartezeit samt Schornsteinumbau,
 Kaminsetzung und Zulassung letztes Jahr 
ging es nun auch hier voran.
Unser Schacht war noch top und absolut intakt 
(Kamera-Untersuchung), da hatten wir wirklich Glück!
Auch, dass wir den Schacht direkt am Eck haben!

Erst jedoch erfolgte - nach einiger Überwindung - 
der Abriss des kleinen Kerzenkamins.


Dies mit Umsicht, so haben wir beinahe alles wiederverwerten können, 
was uns sehr stolz machte.


Dann haben wir die uralte Wand tiefengewaschen, 
bis auf die Steine herunter abgepockelt,
anschließend habe ich sie dort mit Rotband-Verputz geschlämmt...


So niedrig war der Kaminmantel mal, meine Güte.
Nun, jetzt kommt er auf neue Höhen und wird ein wenig breiter...
Es war soweit, der Ofen konnte gesetzt werden.

Hatten wir Komplikationen erwartet,
nun, es gab keine.
Außer dass so eine... ich sage das nun nicht...
natürlich das von uns teuer bezahlte Parkverbot 
für die Anlieferung ignorierte,
und es uns beinahe eine halbe Stunde Zeit und Nerven kostete.
Die kam dann auch erst, als der Abschleppwagen da war,
hatte das Ganze bis dahin ausgesessen.


Patiniert sehen die Steine der Rückwand so schön "provencelig" aus.
Gut, an den Seiten muss man wahrlich noch arbeiten.


Die Abschlussplatte ist aus einem Steinbruch für Kalkstein.
 Sie ist so derart schwer, 
ich konnte die tatsächlich nicht hochheben.
Der König hat sie dann nach meinem Entwurf 
mit unserer kleinen Flex bearbeitet.
Er zog in den Krieg und siegte.


Ich wollte alles ganz bewusst völlig schlicht halten, 
um unser antikes Rosenstuck-Fragment 
so richtig zu Geltung kommen zu lassen.
Die Fotos sind leider alle nicht gut, entschuldigt, 
aber ich war so derart aufgeregt und hibbelig vor Freude, 
dass ich den Staub auf der Linse vom Abbruch nicht gesehen hatte, oi!


Das Eckstück vom alten Kamin konnte auch wiederverwendet werden -
nun eine Etage höher.


Nach weiteren Arbeitsschritten dann der große Moment;
das uralte Zierelement mit den fulminanten Rosen 
kam wieder zu Ehren!
Hinter ihm versteckt sich ein Eisensturz, 
der das Gewicht oben sicher trägt.
Die von uns gefertigten Zierelemente rechts und links 
sind zusätzlich geschraubt, 
denn auch diese Steine sind heftig schwer.
Auch die Seiten sind anhand Metallbändern 
in die Wand geschraubt,
somit ist der Mantel enorm stabil.


Wir haben uns erneut bewusst für das alte Fragment entschieden,
denn schließlich ist dies der Rosensalon. 
Im uralten Deckenmedallion und im Stuck rundherum 
ist die Kugelrose schließlich auch das Hauptmotiv...



Ja, was gut ist, 
das bleibt und überdauert auch Veränderungen.
Ebenso der gefertigte ovale Spiegel und meine Schwingen
 über dem Kamin.
Immer das Rad neu zu erfinden ist uns zu kapitalistisch ;))

Beinahe fertig! 
Durch das Aussägen der Steinornamente rechts und links
 an den Seiten blieb ein Verschnitt.
Dieser nun wurde verkehrt herum in die Ecken eingepasst, 
um so dem Kaminmantel,
vor allem seiner Haube etwas mehr Wucht zu verleihen.


Voilà.
Die Seiten sind bewusst schmal gehalten,
wir haben auf eine Verdickung verzichtet,
es soll nicht zu plump im Raum wirken.
So hat es immer noch Spannung,
da es ein wenig fragmentarisch wirkt und nicht zu...
na, wie sag ich das... zu "typisch Kamin"?
Eher wie so ein architekturales... Dings...,
ach, ich geb´s auf ;))


Das Funkenblech am Boden aus Edelstahl (2mm) 
haben wir nach Vorschrift mit der Flex zugeschnitten 
und dann die Kanten geschliffen. 
Wir haben es so gemacht, dass man noch den alten
 Schamottstein unter dem Ofen sehen kann.
Ist alles abgenommen worden und genehmigt, jaja.

Jugendstil meets Barock meets classic, ... 
naja, oder eben so ungefähr ;)




Die Steine habe ich abschließend mit einer Gipsputzschlämme
 porenversiegelt. 
Mit Olivenölseife, einem glatten Stein, viiiiel Muskelkraft und Druck 
(meine Schulter hält ganz schön was aus, oi), 
wurde magisch matt glänzender Tadelakt daraus. 



Wenn ich nun den "Marmor" nass wische, 
geht das so schön und leicht wie auf einer Spiegelfläche. 
Ich habe auch die Seitenflächen anversiegelt,
denn rauer Stein fängt zu viel Staub und ist außerdem nicht authentisch.


Der frühere Kerzenkamin war zwar nett, 
doch immer ein wenig zu niedrig. 
Die Proportionen sind nun viel stimmiger.
Ja, nicht nur ich bin innerlich gewachsen, höhö.
Nun ist´s ein echter Kamin mit echtem Feuerleben in sich.
Nicht zu wuchtig aber mit ordentlich Rumms ;)



Zur Adventszeit war es dann so gemütlich.
Zieht gut, der kleine Ofen.
Und wie das duftet, knistert und knackt, 
reinste Therapie,
da fühlen wir uns wie in einem Märchen 
und brauchen kein anderes Programm mehr.
Er ist auch ein Strahlungsofen und das spürt man angenehm.

Im übrigen ist der Kleine so ausstoßarm, 
dass er sogar bei Smog in London Betriebserlaubnis hat. 
Ist also kein Luftverpester.
Wir nutzen ihn sparsam mit extra trockener Birke und Buche
(regionaler nachhaltiger Anbau), 
wenn es klamm ist. 
Ansonsten haben wir ihn ehrlicher Weise deshalb hier, 
da wir ein wenig Angst vor Blackouts im Winter haben.
Aber vielleicht spinnen wir ja...


Das ist nun aber lang geworden. 
Ist ja auch ein großes Projekt gewesen...
Eines von vielen.
Macht es Euch kuschelig, Ihr Lieben,
passt gut auf Euch auf,

mit liebsten Grüßen
Eure Méa



Nochmals Danke aus ganzem Herzen für all Euren Zuspruch,
 und der zaubervollen Botschaft,
dass ich Teil Eures Lebens geworden bin. 
Im nächsten Bericht aus dem kleinen Königreich geht es um
 königliches Reduzieren vieler Schloss-Schätze,
aus dem heraus ein wahrhaft wunderbares Kerlchen entstand!
Und nun, nun sind es wieder zwei Kisten weniger... :)

Für alle, die Interesse an meiner Arbeit als Sculptrice haben,

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Donnerstag, Februar 02, 2023

Im neuen Jahr nur das Wahre

Wahres statt Ware


Ich will, dass es in diesem Jahr unbeschwerter wird,

eine solide Basis will ich und viel freie Energie.

Wie immer im Januar hatte ich losgelegt. 

Es war dunkel draußen, kuschelig drinnen, Kerzenschein, 

es ging ans Aufräumen, Ausräumen, Umräumen. 



Reduzieren für einen wundervollen Überblick -

nun wird noch genauer hingeguckt und nur Wahres bleibt.

Jetzt ist bereits der Taumond mit dem Februar gekommen,

und so will ich Euch zeigen, 

was es hier so Neues gibt.

Mein Efeu umgarnt mittlerweile den Kronleuchter,

ich umgarnte anderes...



Dies hier ist so ein Fall von "Aufräumen"... 

Kreatives Aufräumen von antiken Resten -

und einem magisch bemoosten Magnolienzweig. 



Alte, wunderschön warm glänzende Silberposamente, 

die ich barg und aufhob, 

alter, ebenso warm getönter Silberfaden vom Flohmarkt...

... und altes Leinen einer befreundeten Händlerin. 


Seit Jahren liegt das alles herum für ein Weihnachtsbanner und wollte jetzt "aufgeräumt" sein.

Ein typischer Fall von 

"wollte ich schon seit so langer Zeit gemacht haben".

Und auch wenn bereits Weihnachten vorbei war...

Ich wollte einfach nicht bis zur nächsten Weihnachtszeit warten,

wie so oft

 - es wäre mir wie Altlast vorgekommen.


Und so habe ich gestickt,...



 mühsam Fäden gezogen, Fransen geknüpft, 

... genäht, gewirkt, 

regelrechte Perlen aus feinstem, einem Jahrhundert altem Silberdraht gefertigt. 


Dies half mir, dunkle Tage gut zu überstehen, 

in der meine Mutter nach langem Leiden endlich erlöst wurde

 und nun eine neue Existenz haben darf.

Insofern ist es auch ein Trost und geradezu eine Therapie gewesen.


So ein wenig Jugendstil ist in diesen Entwurf eingeflossen,

 "Fronkreiiisch" ebenso, und ich finde, 

die Fränselchen, also die weißen, die erinnern an Schnee...

 Wärmender Zauberschnee in einer kalten Zeit.


Somit hat unser kleines Schloss also nun ein antikes Winter-Banner.

Leider nimmt die Kamera immer das Helle und das Funkeln weg,

so grau und dunkel ist der Faden und die Posamente nicht,

viel fröhlicher wirkt es in echt.


Und so hängt es... und hängt... weil ich SO STOLZ bin, hihi.

Ich KANN das einfach noch nicht mal ordentlich bügeln, spannen

und dann in die Weihnachtstruhe tun, 

nein, kann ich noch nicht. 


Hobbit mag es auch.


Aber es hängt ja auch hier, um mich zu inspirieren,

denn es geht noch weiter!


Ich hab nämlich von den Resten noch Reste... höhö.

Da kam mir die Idee... wieso nicht ein Familienbanner? Schmal, hoch, wunderbarst?

Oi, ich mach mal weiter,

ich hab da so schöne Ideen!

 

Ihr Lieben, seid Ihr noch in der Starre gefangen, 

oder klärt Ihr auch schon euer Umfeld?

Steuern, Unterlagen, etc.?

Ich finde, die Basis des Jahres muss solide sein in Zeiten wie diesen. 

Damit man stehen bleibt, wenn es einen umhauen will. 

Und wie das hilft!

In diesem Sinne,

einen ganz ganz lieben Gruß an Euch alle,

habt Dank für die lieben Emails und Kommis, 

lasst Euch drücken,

auf in eine neue Runde!


Eure Méa



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