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Freitag, Juli 26, 2024

Berichte aus dem kleinen Königreich II


Berichte aus dem kleinen Königreich II 

Schlossschatz-Razzia!

Weiter geht es!  
 
Das, was nicht gelebt wird, 
kommt nun tatsächlich fort. Auch königliche Schätze! 
Hinein ins "nie wieder" 
mit dem ein ums anderen "mach ich irgendwann mal was draus".  
 
Aber es reichen uns schließlich ein paar 
Wunderdinge zum Glücklichsein... 
und mit wieviel Materie kann man tagtäglich 
wirklich in Interaktion treten? 
Ich meine, sich daran bewusst immer wieder zu erfreuen 
oder etwas damit zu tun...? 
Wenn man sehr jung ist, vielleicht noch mit viel mehr, 
doch wenn man älter wird, ist die Spanne begrenzter. 
 
Zuviel Materie, die länger  
nicht mehr gelebt wird, "belebt" wird, 
 ist gehortete tote Energie. 
Diese führt bei uns Menschlein zu innerem Erstarren.
 
davon bin ich felsenfest überzeugt.

  

Ich gehe sogar so weit, dass ich meinen würde, 
eine gewisse reduzierte Stufe an Materie
wie damals zu Anfang der "Nesteinrichtung" 
führt zu mehr Ansporn und Freude im Leben. 
Das hat natürlich etwas mit Erinnerungen an diese Zeiten zu tun, 
sicherlich auch mit gesteigertem Kontrollgefühl - 
aber schlicht und einfach auch etwas mit unserer Evolution, 
denn wer will schon bitte seine Fluchtwege und seinen Lebensraum 
blockiert wissen?
  
Ja, das Reduzieren aufs Schönste und Wesentliche - 
da kommt etwas in Fluss und Türen öffnen sich... 
So war es auch bei uns. 

 

Wir haben letztes Jahr so vieles 
wirklich guten Händen zukommen lassen können. 
Als Schenkung für eine liebe Freundin in tiefer Trauer und Not, 
die damit zumindest zeitweilig ein wenig Unterstützung erfuhr, 
denn sie konnte beinahe schon alles 
an die richtigen Menschlein bringen. 
 Die gute Energie trug so sogar weitere Früchte -  
denn hierdurch wurden auch gleich noch zwei Künstlerinnen 
glücklich mit so einigen Schätzen 
 (u.a. mit antikem Strassbruch und Muscovit-Glimmerschuppen). 
So wird auch diese Materie wieder belebt und gelebt.

  

Das hat mich so derart gefreut!!
Obendrein war letztlich noch eine wahrlich riesenhafte Futterspende
an Tiere in Not drin:
 
Futter - und zwar GUTES Futter fürs Tierheim.

Es war also ein weiteres und wirklich königliches Ballastabwerfen
und es beschäftigte uns neben unserem "normalen" Leben
tatsächlich Monate. 
Immer mal wieder, aber stetig. 
Das Loslassen wird leichter - 
neue Wege warten auf mich! 
Und sie warten nicht ewig... 

Doch... Da war noch was...
Ihre königliche Hoheit Méa, der DRACHE, 
saß auf noch einem Horte-Schatz! 
Einem... Klunkerschatz aus Lüstersteinen.

 

Wer uns kennt, weiß um diese Leidenschaft - 
geradezu irre bin ich nach diesen Kerlchen. 
Nach gefühlt tausend Lüstern, 
die ich in meinem Leben bereits restauriert habe 
(na, so viele werden es vielleicht nicht gewesen sein ;), 
hatte ich Reste. Viele Reste.  
Nicht unbedingt passende Reste, zu verschieden, 
das meiste nicht in der richtigen Anzahl, 
doch in solch einer schönen Qualität und "Farbe". 
Das kommt vom Blei/Kupfergehalt der oxidierten uralten Glasklunker.
Ja, die glühen so ein wenig auf im Licht, 
sogar im Halbdunkel, 
´s ist nicht so ein billiges Jahrmarktgefunkele wie die neuen, nein, 
vielmehr diese ganz alten, magischen und wuuuunderschönen... 

 

Merkt Ihr was? 
Jahaaa, die selbsternannt minimalistische Lady hier, 
die ist eine Heuchlerin! 
Ich konnte und konnte einfach nicht LOSLASSEN!!! 
Gehortet hab ich das Zeug, zwei kleine Kisten voller Klunkersäcke!
Zwei KISTEN Klunker im Schlafzimmer braucht kein Mensch!!!  
Aber neee, ich bin ja so gar nicht materiell. HÖM!
 
Ob dieser so entlarvenden Selbsterkenntnis trug ich sie 
bekehrt zu Grabe (Müll),  
und als ich dann die Klappe aufmachte 
(also die des Müllcontainers), 
machte ich sie ganz schnell wieder zu 
und sauste wieder hoch ins Schloss. 
Mit allen Säcken, hahaha. 
Ich konnt´s nicht. 
Nein, ich konnt´s einfach nicht. 
 
Nun hieß es für mich unbequemerweise "use it, or lose it!". 
Kein Aufschub mehr! 
Die Lösung aber war ganz nah. 
 
 
Das Töchterlein nämlich will in absehbarer Zeit ins eigene 
Liebesnest ausfliegen, und ich ziehe dann in ihr Zimmer. 
Kann der König hier alleine und ungestört schnarchen 
und mich in der kleinen Kemenate besuchen... ha!
Dort aber müsste ja dann auch ein Kronleuchter hin!
Oi.
Denn ich und ohne Kronleuchter, das geht nicht! Naturgesetz!

 

Also hieß es definitiv, ran an die Klunker, 
aber eben JETZT, und nicht erst "in ein paar Jahren". 
Da aber nichts zusammenpasste an Klunkersorte und Anzahl, 
musste ich mir hier nun gehörig was einfallen lassen.
Es würde dadurch ja vielleicht eben ein ganz besonderer Lüster werden? 
Pour moi. Jawoll-ja! 
Ich entwarf, kritzelte unprofessionell vor mich hin, rechnete die Prismen aus,  
und schnell wurde klar, 
es wird ein kleiner Sac-à-perle mit Medaillons. 

 

Aber das war vielleicht schwer! 
All die Möglichkeiten, und dann geht es doch nicht, 
weil nicht genug von manchem da war! 
Zumindest hatte ich Reste eines Gestelles aufgehoben, 
echte alte Baguetteringe.
 
Einen ganz kleinen und einen großen. 
Und von der lieben grünäugigen Prinzessin (princessgreeneye, die Jaqui) 
hatte ich noch das Geschenk dieser unglaublich schönen Kerzenhalter, 
die wir zum Befestigen abschnitten und umbogen. 
Sie sitzen hierdurch bombenfest.

 

 
Mit Baguettes sind natürlich nicht lange Weißbrote gemeint, 
sondern diese Rechteck-Prismen hier: 

Diese aber waren für solches nie vorgesehen, 
hatten nur zwei Bohrungen anstatt vier, 
waren ein bisschen zu lang,  
doch ich bekam es hingehunzt. Egal, nu waren se dran. 
Ja, ich war wild entschlossen!


Und dann geschah etwas Seltsames.
Plötzlich tauchte ein zusätzlicher Sack Buchteln (ovale Prismen) auf! 
Das kapier ich bis heute nicht! 
Ich hatte alles ein paar mal genau aufgelistet und gezählt!? 
Auf einmal hatte ich nun doch genug 
für die langen Ketten und den Korb unten.  
Ich könnte schwören, der Sack war vorher nicht da gewesen!!! 
Also das, das war mir wie ein Wunder... 
 Sogar in beinahe genau der gleichen Glastönung!

 

Na, dann aber ging ich vor Freude ab wie ein Zäpfchen,  
ich sag´s Euch, und in zwei Tagen war der Lüster fertig!
 Schließlich kann Madame solches ja mittlerweile im Schlaf, 
n´est-ce pas? 
  

Unten ohne, aber mit Krönchen ;) 

Die Medaillons wurden genau entworfen 
und nach der Linie auf dem Papier gebogen,
damit alle genau identisch sind, 
dann stabil verankert...



Doch für die Medaillons hatte ich nicht genug der Perlen,
die dafür eigentlich gedacht waren - 
solche, die aussehen wie weiße Kandiszuckerstücken...
Also machte ich etwas ganz Verrücktes, 
hatte ich doch auch noch Staubperlen, 
die innen versilbert waren.
Und was soll ich sagen, das wirkt gut! Richtig nostalgisch!




Probehängen mit Körbchen unten dran...
Das ist immer sooo schön,
wenn man nur noch zusammenfügen muss -
da bin ich dann wirklich Königin und freu mir ´nen Keks!


Anglühen, hihi. Richtfest des Hauptgestelles.
Noch ist er aber nicht fertig...
Der Korb unten ist zu mager.

 
Zu allem Rund muss immer etwas Eckiges. 
Das ist mein absoluter Design-Leitsatz, 
wenn ich das mal so hochtrabend ausdrücken darf - 
und das hat nix mit Fußball zu tun. 
Sonst ist es nicht gut.  


Doch diese kleinen, unglaublich schönen Harlequins 
(die länglichen Sechsecke auf obigem Foto), 
so leicht machten sie es mir nicht. 
Nein, die waren leider für einen Schüsselleuchter gemacht, 
und daher waren die Bohrungen auch "falsch". 
Noch ein Hindernis... 
 
Also erfand ich doch glatt in meiner Not ´ne eigene Drahtung, 
damit die Kerlchen nicht einfach nach unten wegkippten, 
sondern aufrecht blieben. 
 
Haha, die Gürtler von früher 
(die, die unter anderem die Funkelkerlchen zusammengedrahtet haben), 
die hätten sich darüber gekugelt, was ich da veranstaltete. 
Oder sie hätten sich einfach über meine Wertschätzung gefreut, 
wer weiß?

 

Nach ein wenig weiterem Umgestalten und Verdichten
und unten noch lässig was raushängen lassen, hihi...


... kam das Lüsterlein an seinen Übergangsplatz.
Nun sehe ich jeden Früh dieses hier zum Morgentee:


Der obere Baguettering ist sooo schnuffig, 
ich mag überhöhte Formen, schön schmal,
und das Krönlein hab ich nun auch hoooch aufgerichtet!



Und jetzt... im Abendlicht! 


Naja, mein Leuchterlein ist wahrlich... ziemlich... 
unique geworden, höhö.
Ein kleiner zusammengehunzter Kandiszuckerstückchen-Leuchter ;) 
Aber gerade das macht es aus - 
und dass die Prismen in den Medaillons viel zu groß sind. Eigentlich. 
So gut wie alles war ungeeignet gewesen für diesen Zweck 
- und gerade deswegen ist das unprätentiöse Teil so gut geworden. 
 
Wie eine fröhliche Kinderzeichnung! 
Pippi Langstrumpf wäre stolz auf mich!!! 

 

Und was hab ich schließlich mit dem allerletzten Rest gemacht? 
Der war zum Teil nicht gut, wie ich letztlich feststellen musste. 
Den hab ich weg. Tatsächlich. Uff. Wirklich! 
Naja, so ein ganz kleines Beutelchen hab ich noch... siehe erstes Bild oben... 
aber das... fällt gar nicht auf ;) 

 

Jetzt sind gleich zwei Orte hier in wahrem Luxus LEER. 
Und das tut verdammt gut! 
Das ist sooo lustig, dass ich nun fotografiere, 
dass da nichts mehr ist. 
Nach dem Motto, "ui, guckt mal, den schönen leeren Platz", 
ich könnt´ mich biegen!
Ach, ich find´s einfach königlich, Freiraum zu haben! 
Eventuell für Neues - doch ne, die Vibes alleine reichen mir! 
 


Nummer 15 ist mittlerweile leer, 
auf Nummer 23 liegen nur ein paar Seiten wundervoller
 französischer Calligraphie als Vorbild.
Auch die übrigen Schubladen sind wohlsortiert 
und ausdezimiert mit wenigen Dingen, 
die noch genutzt und im Laufe der Jahre immer weniger werden.
Wir wollen unsere Kinder später einmal nicht überlasten.
 

Doch ich muss Euch noch ein Geheimnis verraten.
Der wahre Grund,
warum hier im Königreich so viele Lüster hängen...
Wir haben hier nämlich eine hoch königliche Schlossspinne,
mit der ich um die Wette spi... webe. 
Sie ist es, die diese "Prismen" aus ihren Fäden herstellt. 
Sie ist sehr scheu, es ist nicht leicht, sie zu finden... 
Ha, da hab ich sie erwischt, seht Ihr sie? 

Ihr seht es selbst - 
irgendwo muss Königin ja dann schließlich hin mit dem Zeugs, höhö. 
Aber nun sind wir ohnehin in der Menopause,
das hier hört nun auf

 ;)))

 

Somit ist auch die zauberhafte Spinne meines Sohnes,
die er mir mal meisterlich gemacht hat,
und die immer unaufgeräumt herumflog,
liebevoll in Amt und Würden und darf bleiben.
Mission erfüllt.

 

Nun, das war´s, ist schon wieder so lang geworden...

Bitte, Ihr Lieben, spinnt auch schön -
was gerade in unserem Land hier abgeht, Himmel,
da müssen wir die richtigen Energien entgegenhalten, 
sonst nimmt man Schaden,
findet ihr nicht?

Alles alles Liebe Euch,

danke auch für die unglaublichen Kommis und Euer Willkommen, 

seid umarmt,

Eure Méa

Im nächsten Post geht es nun bereits in den magischen Spätsommer...

Für alle, die Interesse an meiner Arbeit als Sculptrice haben,

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und was dabei herauskommt, wenn einer Méa Flügel und Mäuse wachsen.

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