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Samstag, September 14, 2019

Es ist höchste Zeit...

Frühherbst



Der große rote Apfelmond hat seine volle Kraft entfaltet.
Etwas weniger verstiegen ausgedrückt: 
Es ist Vollmond :)
 - und mit ihm ist der Herbst eingezogen.
Der Frühherbst umgibt mich.
Das ganz große goldene Spektakel kommt erst noch,
bevor im November dann mit dem Grau und den kahlen Bäumen die Ruhe übers Land kommt.
Doch der September ist und bleibt ein trubeliges Kerlchen mit all der Ernte,
die die Markstände nun überquellen lässt.
Noch vor kurzem sah vieles hier so voll und fruchtbar aus...




Und im letzten Abschied des Sommers tat ich so, als sei es noch August -
noch einmal lief ich die Kindheitspfade des Sommers,
dort, wo die Wege noch so aussehen...


Doch es ist bereits Pflaumenzeit auf den Märkten,
die Trauben schon so süß -
da ist längst kein Zweifel mehr;
mein Sommer ist vorbei.



Die Biostände hier ums Eck sind wie ein Quell...
Was man da alles wieder bestaunen kann!
Guckt ´mal, ich finde die kleinen Urpflaumen so schön zu den süßen grünen Reineclauden und Weintrauben :))

Und nicht nur kleine Pflaumen, nein, auch winzige Finkenwerder Kantäpfel gibt es da,
die wie Kobolde erscheinen.
Äpfel in Pflaumengröße - und jeder Apfel stets ein Unikat.
Stellt Euch ´mal vor, das wäre ein Modedesigner, Himmel, DAS ist Kreativität, oder?
Jedes Jahr aufs Neue, an jedem Baum, jeder Blüte, Blatt, Rinde...
Wieso sind wir dafür so blind geworden?
Ich möchte meinen Blick wieder schärfen.


Doch der Herbst wurde mir auch in anderer Form ins Heim gebracht.
Eine mir so liebe Freundin aus Kindertagen brachte mir von ihrem Acker Schätze mit, die dann mein Kämmerchen füllten... und baldigst unsere Mägen ;)

(Nochmals Danke, liebe Mini!!!)



Ich mag diese Fülle in der Kammer so gern, dieses, "wieder ganz leer, dann wieder voll..."
Es ist wie ein Atmen.
Wie gut wir es haben dürfen.
Hunger?
Na, dann iss doch ´was...
Ganz einfach.
Begreifen wir überhaupt, wie NICHT-SELBSTVERSTÄNDLICH das ist?

Und dann guck ich durchs Kammerfenster der uralten Tür...



Und finde Schätze:



Dort hängt intensiv duftender Marzipansalbei und ich freue mich darüber wie eine wahre Königin.



Ja, die Schalen und Schälchen, sie wollen gefüllt sein!



Und plötzlich bin ich wieder versöhnt mit dem Herbst und will mich einfinden,
auch wenn mir das dieses Jahr so schwer fallen will wie nie zuvor.
Ich denke, ich muss in den Wald...
Das wird helfen.
Meine Sommerschuhe stelle ich nun wieder in den Schrank...
Meine bloßen Füße kommen wieder in Hausschuhe...

Doch wenn die Sonne hereinscheint, dann ziehe ich sie wieder aus und barfüßig auf den Dielen genieße ich dann doch noch einmal "Sommer".
Wie ein kleiner Dieb.
Ja, ich stehle mir ein wenig Kinderzeit, stehle mich... davon!
Noch einmal in die Glitzerschuhe, die so schön im Sonnenlicht funkeln.
Ich habe sie schon so viele Jahre, lasse sie immer wieder reparieren...


Dann aber kommt nur zu schnell eine Wolke, als ob sie mich erinnern will, und es wird zu kühl.
Uuuund ich habe natürlich prompt Halsweh bekommen - 
hab´ ich davon, ich unerwachsener Käsekopp!
Nun, aber ich weiß, ja, ich weiß es ja - es ist höchste Zeit...
Zeit, loszulassen wie die Blätter nun auch.

Und mein Kuschelbaby hier ist ja auch glücklich, wenn er nicht alleine ist.




Es ist höchste Zeit

Doch werden wir auch unsere Anspruchshaltungen loslassen?
Werden wir begreifen, wie sich unser Lebensstil auf den Planeten auswirkt?
Wird es ein Umdenken geben?
Sofort? Denn das müsste es.
Ein wenig Plastik sparen reicht nicht.
Ein wenig weniger vom Mehr reicht nicht.
Ein großes Weniger müsste es schon heute sein - mit Freude, Stolz und in Respekt.
In allen, wirklich allen Lebensbereichen.
Sich wegen Glaubensfragen die Köpfe einschlagen und dabei die Schöpfung zu schänden,
das ist schizophren.


Sonst bleiben die Schalen und die Schälchen bald leer - auch die unseren.


All die Technik und das Geld,
das können wir nun einmal nicht essen und nicht trinken.
So EINFACH ist das.
Ein Viertel der urbaren, fruchtbaren Landfläche ist bereits verloren.
Und dann gibt es Überlegungen zu Smart Homes,
was zu riesigen, stromfressenden Speichersystemen führt!
Geht´s noch???
Weniger vom Überflüssigen, dem "falschen Fun", heißt die Devise!

Hobbit hat das längst gewusst!  ;)
Der ist nicht so doof, ne, und er freut sich jedes Mal über sein Fresschen!
Denn das IST etwas Besonderes!


Hobbit, der Weise


Ja, drücken wir auf die Bremse, das Jahr tut es auch.
Vielleicht ein wenig früher ins Bett,
was würde das allein schon sparen...?
Warum die Nacht zum Tag machen?
Einkäufe und Anschaffungen herauszögern, die nicht unmittelbar wichtig sind,
sie noch schieben, ja, genau - vielleicht geht manch Altes doch noch?
Langsamer und gezielter konsumieren, dafür intensiver schätzen und genießen?
Ja, ich will loslassen, was da schadet,
noch viel mehr,
und so manches noch entlarven.
Wie die Bäume - Blatt um Blatt...


Alles Liebe, innigst, Eure Méa, die Nachdenkende,
die beinahe hintüber fiel, als sie sah, wie viele Emissionen alleine das Hochladen eines Videos bewirkt 
(Strom für die ganzen Google-und-Sowienoch-Speicher für´s Internet, ach Du MEINE GÜTE!)
Also auch hier weniger in puncto Streamen, ganz begrenzt und gezielt,
gilt auch für mich, jawohl.

Für alle, die auch Interesse an meiner Arbeit als Sculpteuse haben,
klickt einfach auf den Link unter dem Bild,
schon seid Ihr im Atelier und könnt sehen,
was ich dort herstelle -
und was dabei herauskommt, wenn einer Méa Flügel und Mäuse wachsen.

Link                                        Link

Méas kleine Mäusewelten

* In der rechten Leiste (über die Blogger-App zu sehen oder auf dem PC, auf dem Handy einfach "web-Version anzeigen" drücken...)
 findet Ihr mit einem Klick
auch viele Vorher-Nachhers zur Wohnungsgestaltung, Techniken, die sich über die Jahre bewährt haben,
Aktuelles,
beliebte Posts, meine Pinnwände, Verweise auf andere Künstler und noch so einiges mehr...
Nicht zu vergessen: Den ehrenwerten Monsieur Honoré und andere Akteure ;),
sowie ein Mäusemärchen.


Link zum Märchen

Méas Vintage

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UND SOMIT URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZT. 
DIESE DÜRFEN NICHT OHNE MEINE AUSDRÜCKLICHE ERLAUBNIS KOPIERT ODER WEITERVERWENDET WERDEN,
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BZW. GEBT MICH ALS QUELLE AN.



*

Kommentare:

  1. Ein wunderschöner Post. Ja ich habe die letzten Tage auch noch genossen. Es war und ist noch warm. Sommmerende aber noch Sommer. Noch ein letztes mal barfuß ins Schwimmbad, noch ein paar mal die luftige Sommerbluse anziehen.
    Heute auf dem Wochenmarkt. Die Stände quollen über mit frischem Obst, bio, regional um die Ecke. Ein paar schummeln und kaufen von dem und vom dem und der kauft wiederum vom Großmarkt und wer weiß wo das Zeug her ist. Aber man kann es sich ja zum Glück aussuchen wo man kauft.
    Und ja du hast recht weniger weniger reicht nicht mehr. Es muss schon wesentlich mehr weniger sein.
    Liebe Grüße und schöne Spätsommertage.
    LG
    Ursula

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    1. Ursula, ah, dann kennst Du das auch mit dem "nochmal-Sommer-tanken". Ich dachte schon, ich bin da sehr randständig ;)
      Meine Bio-Händler kenne ich schon viele Jahre, da weiß ich genau, wo die ihre Äcker haben, und das ist schon ein großes Glück für uns. Das sind unsere Helden :))) Und es ist so schön, wenn die stolz verkünden, "das sind die ersten XY aus eigenem Anbau, ein wenig krumm und kleiner, aber sooo lecker". Dann könnte ich die knuddeln...
      Liebe Ursula, ein großes Dankeschön für Deinen lieben Besuch, ich wünsche Dir wonnige Tage, Deine Méa

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  2. Ach Méa.....dein Text könnte von mir sein! Von A wie Achtsamkeit bis Z wie Zuvielvonallem! Manchmal überfallen sie auch mich, die Momente, in denen ich mich frage: Werden wir es irgendwie schaffen? Momente, die von einem grossen Gefühl der Hilflosigkeit begleitet werden. Aber das dauert in Normalfall keine Minute, und ein trotziges "Jetzt erst recht!" wirft sich in die Bresche. Man könnte manchmal irre werden von dem, was um einem herum passiert, was da für unsinnige Diskussionen geführt werden, wie man immer noch denkt alle Zeit zu haben, um endlos abzuwägen. JETZT! MUSS! WAS! PASSIEREN!! Genau jetzt. Nicht Morgen oder Übermorgen.
    Und deshalb bleibe ich stur dran, tu was ich kann und erlaube mir, mich darüber zu freuen. Motiviere mich Tag für Tag selber. Versuche immer, ein wenig von meinem Enthusiasmus "für die Sache" nach rechts und links zu streuen. Und merke manchmal, dass ich damit tatsächlich erfolgreich bin!

    Über den Herbst und seine Gaben freue ich mich auch sehr- gerade gestern hat mir meine Schwester eine grosse Tüte mit frischem Gartengemüse zukommen lassen, dazu ein Döschen herrlich duftenden, getrockneten Thymian. Was für ein Genuss, alleine schon optisch und olfaktorisch!
    Und ich freue mich über das weiche, warme Licht. Die herrlich rosanen Sonnenuntergänge, die unsere Berge nochmal so richtig aufleuchten lassen. Über die ersten schneebestäubten Bergwipfel (ja! Schnee!!) und darüber, dass die Bäume ganz langsam nun die Farbe wechseln.
    HACH!!
    Ich wünsche dir ein genussvolles, herbstwarmes WE, liebe Hummelzgrüsse!
    PS: Da sind wir uns einig: Die Natur vollbringt Wunder- sie ist eine verehrungswürdige Künstlerin....!
    PS2: Deine Schälchen sind soooooo schööööön!! :oD

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    1. Jaaahhh, jetzt erst RECHT, genau, liebstes Hummele! Genau, Du sagst es: "...wie man immer noch denkt alle Zeit zu haben, um endlos abzuwägen". Die gehören vertrimmt, höhö. Wäre das dann Notwehr?
      Das mit dem Streuen treibt sogar bei uns Blüten, da ist man platt, wie wenig Angriff es da noch gibt. Aber ebenso, warum man als unbequem angesehen wurde, denn Himmel, vor dreißig Jahren wusste man das alles doch schon??
      Umso mehr ist mir wertvoll, was noch da ist trotz alledem, was noch funktioniert in dieser Umwelt. Ein lebendes System, das uns noch umgibt und das leidet an unserem Raumgreifen.
      Hihi, ja, die Schälchen. Eineinhalb Jahre lang (!) gingen wir immer mal wieder bei unserem Töpfer vorbei, der vor lauter Aufträgen in die Knie gegangen war und einfach nicht nachkam mit seinen Produktionen. Und letzte Woche kam er hinter uns her und meinte: "Oh, wait, please, ich mache neijschtei Wochei eure Schäilschen" - und er machte sie tatsächlich, mit der genau richtigen Glasur. Für uns war Weihnachten :)))), bzw. der Herbst kann nun kommen. Über unsere geflashten Gesichter hat sich der Liebe dann königlich amüsiert und wir haben uns zusammen gefreut.
      Lass Dich innigst drücken, liebes Hummele, hab es ganz fein und schnuffig herbstlich, Deine Méa

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  3. Der Sommer ist vorbei, liebe Mea, und jetzt wird geerntet bei Vollmond.Hier auf Deinem Blog finde ich viel was gerntet werden kann mit meinen Augen, und ich bewahre es in meinem Herzen.
    Liebste Grüsse zu Dir, Klärchen

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    1. Ohhh, wie lieb von Dir, Klärchen :)) Ich danke Dir für diesen zauberhaften Besuch und wünsche Dir eine kullerig-erntefreudige Zeit, Deine Méa

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  4. Liebste Méa,

    endlich mal bin ich wieder hier und sehe deinen ultramegabeeindruckendschönen Post. Die Bilder unfassbar groß, die Worte so klar, präzise und gleichzeitig poetisch. Du schöpfst aus der Herbstfülle, auch wenn Du ein Sommerkind bist. Die Ernte will eingefahren werden, die auf dem Feld und unsere eigene. Hach wie schön.

    Wir müssen, ja es ist unsere heilige Pflicht, das Ehrliche, das Echte, das Unverfälschte, das Ästhetische, das Elegante, das Höfliche, das Ehrende wieder suchen und finden. Zuerst in uns, denn da beginnt alles. Und wer weiß, ob die ganze Verschmutzung da draußen, der ganze Dreck, nicht einfach nur der Spiegel ist, vielleicht muss jeder mal seinen inneren Unrat beseitigen und als logische Folge davon wird es auch im außen wieder lebenswert und automatisch sauber. Wenn die innere Natur geschunden wird, passiert es genauso in der äußeren, alles ist vernetzt. Uuiiiii, es braucht noch viel Bewusstwerdung, aber ich bin zuversichtlich.

    Einen ganz dicken Drücker und ein dickes Danke für Deinen Post.
    Deine Veronika

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    1. Meine liebe Veronika, mönsch, das tat vielleicht gut :)) Danke :) Das Ehrende und Anständige, wie hat das doch den Platz geräumt für eine Fun-Gesellschaft, die nicht lange an etwas Fun haben kann, weil eben dies als out beigebracht wird? Oder weil der "Fun" nur Ersatz ist - billig bis hohl in der Substanz, schnelllebig und teuer erkauft. Auf unser aller Kosten.
      Wenn ich dran denke, was eine To-Go-Geselschaft spiegelt - au weia. Was nehmen sich so viele? Was nehmen sie sich heraus, und was nehmen sie in falsch verstandere "Freiheit" heraus? Wir sind eine Erdenbürgergemeinschaft... eigentlich...
      Wie schön, dass Du weiter mit mir verbunden bist, lass Dich drücken, innigst, Deine Méa

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  5. Hi, liebe Mea. Ich tue mich auch immer schwer, wenn der Herbst sich meldet. Dabei hat er so tolle Farben, wärmendes Licht und so viele Schätze für uns bereit. Ich versöhne mich schnell mit ihm, wenn er mir noch ein paar Sonnentage schenkt. Die wilden Früchtchen profitieren auch noch davon. Vorgestern war der wundervolle Vollmond zu sehen. Er leuchtete so herrlich und hatte einen weiten schönen Hof. Das sind Momente, die mich dankbar sein lassen. Ich wünsche uns allen einen schönen, leuchtenden Herbst, voller schöner Momente.
    Liebe Grüße, Pia

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    1. Oh Pia, das ist schön, hier in der Stadt sieht man manchmal gar nix. Aber ich kann´s mir gut vorstellen, wie es da bei Dir aussieht, das muss regelrecht bewegend sein, den Mond so zu sehen. Da hat er glatt ´nen Auftritt, gell?
      Hab´s fein und noch viele Sonnenstündlein beim Kräuterernten, ganz liebe Grüße, Méa

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  6. Liebe Mea,
    vielen lieben Dank für die schönen Beiträge. Du sprichst mir - wie so oft - aus vollem Herzen.
    Aber sind wir - die nun "Satten" - nicht arrogant, wenn wir jetzt Verzicht predigen und selbst unseren aktuellen Lebens-standard über Jahre hinweg zur Perfektion gebracht haben? Haben wir nicht bis zur absoluten Zufriedenheit konsumiert, Ungeliebtes oder Überkommenes aussortiert und durch "Wertigeres" ersetzt? Sind wir nicht deshalb so zufrieden mit uns selbst und unserer Wohnung und unserem Leben, weil wir jetzt dort angekommen sind, wo wir gelassen auf das "Erreichte" blicken können? Waren nicht all die Dinge, die wir austauschten nicht doch noch zu gebrauchen? Oder waren sie nur altmodisch, abgegriffen oder nicht stylisch genug? Haben nicht alle Menschen das Recht, ihr Leben so zu gestalten, wie wir es in reichen westlichen Ländern tagtäglich tun. Heute natürlich mit dem Etikett Nachhaltigkeit, Wertigkeit, Regionalität usw.
    Konsum bleibt Konsum. Echte Nachhaltigkeit fängt doch dort an, wo ich nicht unnötig verbrauche. Also Dinge aufbrauche und nicht ersetze, weil mir die Farbe, das Design oder weil es an der aktuell so wichtigen Wertigkeit fehlt. Alles was produziert wird und wurde - auch Made in China - ist von Menschen gemacht; verbrauchte bei der Herstellung Rohstoffe und Energie und besitzt dadurch eine als reales Objekt innewohnende Wertigkeit.
    Das sind Gedanken, die mir beim Lesen Deines Blogs so durch den Kopf gingen. Ich denke, wir müssen noch komplexer denken, auf verschiedenen Ebenen, um die globalen Probleme zu lösen. Das wünsche ich mir so sehr...
    Herzlichen Gruß
    Leoni

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    1. Liebe Leonie, das sind obergeniale Gedanken. Du hast sowas von RECHT! Allerdings war ich seit meinen jungen Erwachsenenjahren skeptisch ob des Lebensstils um mich herum, war manchmal "furchtbar öko" und war in meiner Familie wegen meiner "radikalen" Ansichten nicht so ganz wohl gelitten.
      Konsum aber ist nicht gleich Konsum, denn eben DEN gehe ich für uns an. Weniger, viiiiel weniger und gezielt ist ein Muss. Und genau, wie Du es schreibst, anstelle zu kaufen, was so "nett" wäre, Wertiges für die Dauer anschaffen. Entschleunigen beim Kreislauf. Wegkommen von Materie, wo immer es geht. Wenn meine großen Kinder aus dem Haus sind, wird´s ´ne kleinere Wohnung, dann braucht´s auch keinen großen Fernseher mehr, den nimmt dann ein Kind, unsere Habe wird sich halbieren. Wir werden nicht wie Eremiten wohnen, aber es wird viel leichter und unbeschwerter dann. Ein wenig Kunst als Luxus, einiges werde ich noch herstellen... Aber insgesamt heißt es hier, "was brauche ich wirklich". Zumindest habe ich alles second hand günstig an den Mann/die Frau gebracht oder verschenkt, was ich mir falsch anschaffte.
      Doch ich denke, wir nähern uns anderen Lebensweisen, der ungebremste Kapitalismus kann sein Gesicht nicht mehr verstecken, und wenn ich die Kinder sehe, die sind schon so viel weniger materialistisch drauf als unsere Eltern es waren und wir selbst es sind. Das gibt mir Hoffnung. Einige sind noch im Hippster- und Selfierausch, aber es werden mehr, die nachdenken.
      Ich hoffe sehr, dass es dann wieder wertiger wird - für die Umwelt und uns selbst. Es muss eine Umschlichtung geben.
      Es muss eine globale Anständigkeit geben - das (ohnehin so schädliche) Geprasse sollte man sich schlicht und einfach nicht mehr leisten können oder zumindest angemessen bezahlen für die, die partout nicht lassen können.
      Es ist eine Entwicklung - und ja, wir Satten müssen die Augen aufmachen. Doch besser als ein "weiter so". Das Überangebot und die Verlockungen, was alles sein kann, da muss man erst einmal durchblicken, wie schädlich sich das auswirkt - auch auf einen selbst. Vielleicht kriegen wir die Kurve...
      Ganz herzlichen und innigsten Gruß, Leonie, vielen Dank für Deinen tollen Kommi und bitte bleib mit mir, denn es gibt so wenige Menschen, die einen "aufwecken", Deine Méa


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