Hommage
an Marcel Pagnol
Achtung,
heute geht es um poetische Deko!
Vielleicht stecke ich Euch ja mit Ideen und Glücksfünkchen an :))
Alles mag ja in unseren Heimen richtig schön dekoriert sein... antik... gut und schön... doch... Wieso stellt man sich da so manches hin? Inwieweit hat es mit UNS selbst zu tun?
Ja, schon, Künstlerisches, nicht Spießiges wollen wir um uns, daher machen wir das ja. Teile, die Geschichten erzählen...
Doch die Geschichten, die zu uns gehören - haben die nicht viel mehr verdient, Gestalt anzunehmen?
Vielleicht stecke ich Euch ja mit Ideen und Glücksfünkchen an :))
Ja, schon, Künstlerisches, nicht Spießiges wollen wir um uns, daher machen wir das ja. Teile, die Geschichten erzählen...
Doch die Geschichten, die zu uns gehören - haben die nicht viel mehr verdient, Gestalt anzunehmen?
Irgendwie erinnerte mich unser "neuer" Spiegel im Küchenreich absolut an "Südfrankreich". Ja, die gesamte Stimmung im Raum, ach was, im ganzen
Königreich, ist völlig anders geworden!
Ich sehnte mich sogleich nach mehr echter Ursprünglichkeit.
Hatte ich noch irgendwelche Messe-Deko-Ware, oder einfach auch nur "Hübsches" ohne weitere Aussage, dann ist dieses SOFORT in die Flohmarktkiste meiner Tochter gewandert. Viel war das ohnehin nicht, aber dennoch ;)
Nein, ich möchte es fortan ganz reduziert, reduziert auf das Beste.
Nur auf das, was ich wirklich nutze, und auf Natur, Kunst und Mystik, ja, auf unsere Lebenskunst ganz nahe am Ursprung - das schwor ich mir hochtrabend.
Hoch und heilig.
Hatte ich noch irgendwelche Messe-Deko-Ware, oder einfach auch nur "Hübsches" ohne weitere Aussage, dann ist dieses SOFORT in die Flohmarktkiste meiner Tochter gewandert. Viel war das ohnehin nicht, aber dennoch ;)
Nein, ich möchte es fortan ganz reduziert, reduziert auf das Beste.
Nur auf das, was ich wirklich nutze, und auf Natur, Kunst und Mystik, ja, auf unsere Lebenskunst ganz nahe am Ursprung - das schwor ich mir hochtrabend.
Hoch und heilig.
Ja, nicht
irgendeine Deko um mich herum wollte ich noch haben! Nein, alles sollte unsere eigene König-und-Königinnen-Geschichte widerspiegeln. Zu der bei uns untrennbar auch eine Geschichte aus einem Roman gehört. Die
Teil unseres gemeinsamen Lebens wurde.
Aber vielleicht kennt Ihr das auch? Es prägt Euch ein Urlaubserlebnis oder ein Film? Szenen, ganz bestimmte? Für immer? Mit voller Wucht? Bumm!
Und der Kloß im Hals wird groß, die Tränen schießen in die Augen, die Sehnsucht wird groß.... und man will das festhalten, diese Szenen nicht mehr hergeben, nie mehr, damit man nicht mehr Sehnsucht haben muss, die einen innerlich auswringt wie so einen Lappen!
Ja, man will sich einfach nicht mehr davon trennen,
dieses Lebensgefühl nicht mehr hergeben -
damit es Teil des eigenen Lebens wird.
Es selbst leben.
Südfrankreich als Symbol eines Lebensstils, auch für meinen König, der hier das erste Mal erleben durfte, was Freiheit bedeutet.
In einer Steinkate in der Provence.
Aber vielleicht kennt Ihr das auch? Es prägt Euch ein Urlaubserlebnis oder ein Film? Szenen, ganz bestimmte? Für immer? Mit voller Wucht? Bumm!
Und der Kloß im Hals wird groß, die Tränen schießen in die Augen, die Sehnsucht wird groß.... und man will das festhalten, diese Szenen nicht mehr hergeben, nie mehr, damit man nicht mehr Sehnsucht haben muss, die einen innerlich auswringt wie so einen Lappen!
Ja, man will sich einfach nicht mehr davon trennen,
dieses Lebensgefühl nicht mehr hergeben -
damit es Teil des eigenen Lebens wird.
Es selbst leben.
So dachte ich an das Meer Südfrankreichs und an Quellen im Luberon-Gebirge. Und an den Garlaban.
Zur Erklärung / auch zu den Bildern unten:
Mein König und ich haben mit geradezu hingegebener Begeisterung Marcel Pagnol gelesen. Vor allem seine autobiographische Roman-Trilogie.
Souvenirs d´enfance - Eine Kindheit in der Provence.
Oh, und erst die Filme darüber !
"Das Schloss meiner Mutter"/"Der Ruhm meines Vaters"
Le château de ma mère/La gloire de mon père
Seufz...
Bilder der Filme
Einige Szenen dieser beiden Filme (ab-so-lu-te Kunstwerke!) haben uns geprägt. Deren Poesie, die solch eine Wucht hat, ein Lebensgefühl vermittelt, wie auch viele alte französische Filme das tun, teilweise noch in Schwarzweiß. Zur Erklärung / auch zu den Bildern unten:
Mein König und ich haben mit geradezu hingegebener Begeisterung Marcel Pagnol gelesen. Vor allem seine autobiographische Roman-Trilogie.
Souvenirs d´enfance - Eine Kindheit in der Provence.
Oh, und erst die Filme darüber !
"Das Schloss meiner Mutter"/"Der Ruhm meines Vaters"
Le château de ma mère/La gloire de mon père
Seufz...
Bilder der Filme
Südfrankreich als Symbol eines Lebensstils, auch für meinen König, der hier das erste Mal erleben durfte, was Freiheit bedeutet.
In einer Steinkate in der Provence.
Auch er hatte vor kurzem noch genau hierüber nachgedacht. "Weißt Du, alles ist bei den meisten so austauschbar, so beliebig, alle haben irgendwie dasselbe da stehen... Wo bleibt denn da die eigene
Geschichte?"
Und
die Königin strahlte. Das war das Stichwort gewesen - der Startschuss. Und sie legte los -
ja, wenn der arme König gewusst hätte, WAS er sich da eingebrockt hatte!
ja, wenn der arme König gewusst hätte, WAS er sich da eingebrockt hatte!
Ich hatte da ja dieses Schild vom Flohmarkt erbeutet, vielleicht erinnert Ihr Euch.
Eau de Source... Quellwasser... Wasser der Quelle...
Das war mir sofort "verlinkt" mit so vielen Gefühlen - so viel Bedeutung, und es war mir einfach magisch.
Falls Ihr den Film guckt, achtet doch einmal darauf, was Lili über die Quellen (und den "einen Ausgang") sagt - mein absoluter Liebling der beiden Streifen, denn so simpel gestrickt dieser Junge auch ist, hat er das Wichtigste doch so einfach begriffen und ist schlauer als all die anderen - und kann sich so sehr an allem freuen.
Und daher, ja, das Schild, es MUSSTE dahin, dort links an die Wand! Und darunter musste ein Quellfels, jawohl, und... der König wunderte sich. Er liebt aber solcherart Anwandlungen bei seiner Königin. Er ist dann immer ganz gespannt. Deswegen ist er auch mein König :))
Doch ich konnte ja nun schlecht nach Aubagne fahren - oder einen Aufruf starten: "Bringt mir jemand einen s..schweren Stein aus der Provence mit? Schickt mir den?"
Ach, aber ein Felslein musste sein! Es MUSSTE! Dann eben eines vom Fluss, der hier doch baldest ins Meer fließt. Ja, das machte Sinn. Und nicht aus Pappmaché, nein, ein richtig echter, ein Stück direkt aus der Natur.
Am besten natürlich Dolomit, aber ganz sicher Dolomit, ja, wie dort oben im Luberon, und er musste schmal sein, auf die Reling passen, ordentlich hoch sein und hell...
Mit zwei Worten: Mission impossible (bitte französisch auszusprechen, hihi)
Ach, aber ein Felslein musste sein! Es MUSSTE! Dann eben eines vom Fluss, der hier doch baldest ins Meer fließt. Ja, das machte Sinn. Und nicht aus Pappmaché, nein, ein richtig echter, ein Stück direkt aus der Natur.
Am besten natürlich Dolomit, aber ganz sicher Dolomit, ja, wie dort oben im Luberon, und er musste schmal sein, auf die Reling passen, ordentlich hoch sein und hell...
Mit zwei Worten: Mission impossible (bitte französisch auszusprechen, hihi)
Was
dann kam, war weniger märchenhaft. Es war sehr warm, nein, es war sogar
ordentlich heiß. Und wir fragten uns, falls wir den Stein fänden, wie wir den bitte nach Hause kriegen sollten. Wir haben zuhause nur Inliner, keine Rollschuhe - hätten ihn sonst ja einfach hinter uns herziehen können ;)
Am Elbufer sind zudem meist nur Bruchsteine, schwarz oder modderig-dunkelgrau, matschgrün bewachsen.
Nun, wir gruben einen einigermaßen passenden Stein aus. Hellen könnte man den ja... Form war, najaaaa... und er war eigentlich zu klein...
Nach einer halben Stunde aber wanderte der Stein wieder unverzüglich zum Erdenreich zurück, dem er geraubt worden war - denn ich war tatsächlich fündig geworden!!!
Da war etwas. Eingesackt in Erden-Matsch, doch es war eine Form, die mir gefiel. Die Struktur, ja, ein wenig rund, dann kristallig eckig, und die Farbe war... PERFEKT. Wie groß das Kerlchen wohl wäre?
Der König meinte, "Der ist zu groß... Den krieg ich nicht raus", probierte aber tapfer, den Stein zu heben. Doch nichts bewegte sich - andere Steine schienen mit ihm verkeilt.
Mein Sohn aber war der Held.
Während noch meine emsige Tochter, Prinzessin Faye, die Unerschrockene, wild entschlossen auf die Jagd nach Hebeln ging - und nur Stöckileins fand... erbarmte sich Nathanael, der Beherzte, meinte, "Lass mich mal, das dauert mir sonst zu lange...", griff zu, ruckte und ruckte, und... da war es, unser Felslein!
Die Größe war PERFEKT, die Form PERFEKT, der große Stein hatte sogar eine Standfläche, und er würde gelegener Weise mit dem Gewicht zur Wand hin kippen. Aber er war... schwer. Sehr schwer.
Und so kam es, dass eine sehr seltsame Familie ihren Marsch antrat.
Breitbeinig watschelnd im luftigen Sommerkleidchen und so gar nicht königinnenhaft schnaufend, schleppte ich, bald den armen König, bald den Prinzen entlastend, unseren Felsen. Schwer wie Blei! So groß war der doch gar nicht! Meine Güte, und es wurde immer heißer und schwüler!
Der arme König schleppte tapfer die größte Strecke. Endlich im Bus zurück nach Hause dann waren wir wahrlich fix und fertig. Kein Pieps kam erst einmal mehr über unsere Lippen.
Am Elbufer sind zudem meist nur Bruchsteine, schwarz oder modderig-dunkelgrau, matschgrün bewachsen.
Nun, wir gruben einen einigermaßen passenden Stein aus. Hellen könnte man den ja... Form war, najaaaa... und er war eigentlich zu klein...
Nach einer halben Stunde aber wanderte der Stein wieder unverzüglich zum Erdenreich zurück, dem er geraubt worden war - denn ich war tatsächlich fündig geworden!!!
Da war etwas. Eingesackt in Erden-Matsch, doch es war eine Form, die mir gefiel. Die Struktur, ja, ein wenig rund, dann kristallig eckig, und die Farbe war... PERFEKT. Wie groß das Kerlchen wohl wäre?
Der König meinte, "Der ist zu groß... Den krieg ich nicht raus", probierte aber tapfer, den Stein zu heben. Doch nichts bewegte sich - andere Steine schienen mit ihm verkeilt.
Mein Sohn aber war der Held.
Während noch meine emsige Tochter, Prinzessin Faye, die Unerschrockene, wild entschlossen auf die Jagd nach Hebeln ging - und nur Stöckileins fand... erbarmte sich Nathanael, der Beherzte, meinte, "Lass mich mal, das dauert mir sonst zu lange...", griff zu, ruckte und ruckte, und... da war es, unser Felslein!
Die Größe war PERFEKT, die Form PERFEKT, der große Stein hatte sogar eine Standfläche, und er würde gelegener Weise mit dem Gewicht zur Wand hin kippen. Aber er war... schwer. Sehr schwer.
Und so kam es, dass eine sehr seltsame Familie ihren Marsch antrat.
Breitbeinig watschelnd im luftigen Sommerkleidchen und so gar nicht königinnenhaft schnaufend, schleppte ich, bald den armen König, bald den Prinzen entlastend, unseren Felsen. Schwer wie Blei! So groß war der doch gar nicht! Meine Güte, und es wurde immer heißer und schwüler!
Der arme König schleppte tapfer die größte Strecke. Endlich im Bus zurück nach Hause dann waren wir wahrlich fix und fertig. Kein Pieps kam erst einmal mehr über unsere Lippen.
Aber wer nun den König bemitleidet, dem sei gesagt:
Andere Frauen wollen
Diamanten, sogar Nichtköniginnen, jawohl! Ich nur ´nen ollen Stein.
Also.
Ja,
wir brachten unseren Findling heim. Und dann fiel mir ein, ich hatte ich ja
noch eine antike Muschel. Sie könnte somit das Meer symbolisieren und alles
zusammen den Lauf von der Quelle oben im Luberon durch Aubagne bis hin ins
Meer bei Marseille.
Es
ist übrigens eine ganz spezielle Muschel. Uralt. Jahaa, die durften und konnten
früher alt werden, die Muschelchens! Ist wirklich wahr, die antiken Muscheln
sehen anders aus, als ihre jungen Kollegen. Mystischer, finde ich. Und
schwupps, war sie ein Star geworden.
Eine
Skulptur - die uns so sehr gefällt. Und aus der Natur.
Was
würde wohl ein Künstler hierfür verlangen? Installation "Source de la
vie"?
Und
eine liebe Mitbloggerin brachte mich zum Lachen, als sie mich scherzhaft
fragte, ob der Stein denn antik sei. Der König amüsierte sich ebenso und
meinte: "Nein, der ist nicht antik, der ist sogar prä-antik!"
Jaja,
nicht wahr, man sollte mal sehen, WAS das für ein Schatz ist, in dem die
meisten vielleicht nur ´nen ollen Stein sehen! Nur ein Stein? Soso... Über 200
Millionen Jahre alt! Vielleicht noch so viel älter. Was DER schon gesehen hat!
Nur,
weil wir Menschen gar nicht kapieren, was diese Kerlchen großartig sind. Nur
weil sie nicht selten sind, ist ihr "Wert" nicht groß. Für mich
schon. So groß. So etwas haben zu dürfen!
Und ich bin glücklich, dass ich nun täglich erinnert werde an etwas, das so sehr dazu beiträgt, uns innerlich zu erfüllen. Etwas, das immer mal wieder ein Lächeln zaubert und ein Grundgefühl.
Wir haben somit außerdem eine wunder-wunderschöne Skulptur, die ich hätte kaufen müssen, hätte ich sie nicht so bekommen :)
Wenn dann noch der Duft meiner Marseiller Seife beim Abwasch durch die Küche schwebt...! Hach...
Und so ist unsere viereinhalb-köpfige Familie noch ein wenig mehr zusammen und glücklich, wenn wir mit Ursprünglichem nach Hause kommen - und wenn es der Wildsalat vom Biomarkt um die Ecke ist.
Vielleicht habe ich Euch ja mit diesem Post eine weitere Idee schenken können,
das würde mich so freuen.
Alles Liebe Euch und Euren Geschichten,
Eure Méa, die provencalisch-poetische Steinschlepperin ;)
Noch ein Nachtrag: Das größte Meisterwerk in der Küche aber ist und bleibt...
dieses hier!!!
Ein Design meiner Tochter Faye. Katziger kann man das Wesen dieser Katze nicht erfassen :))
Und das Lob an mich lässt mich jeden Tag gerne wieder "fleissig" sein ;)
TROTZ SORGFÄLTIGER INHALTLICHER KONTROLLE ÜBERNEHME ICH KEINE HAFTUNG FÜR
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