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Mittwoch, August 05, 2015

Sucre - Schokoladenflecke in den Wolken

Kräftige Akzente wie Schokolade im Sommer



Klein aber ohooo war die Beute, die wir schlugen.

Es war noch ein wenig frisch am Morgen... doch die Beute ward geschlagen und die vom Vortag noch völlig zerknautschten Jägerinnen glänzender Laune!
Sonjalein und Roland, es war so schööööööön!! 
Ach, ging es mir mit euch Lieben vielleicht wunderprächtig!
Ihr habt mich viel zu sehr verwöhnt!
Die liebe Freundin, die mich u.a. über meinen Blog kennenlernte, war nach so langer Zeit von Österreich nach Hamburg aufgebrochen!
Zu MIR!
Ich habe mich gefreut, das kann ich gar nicht sagen.
Und ein ordentlicher Flohmarkt war zu dieser Zeit nicht geboten, nur der übliche am Samstag.
Doch selbst hier war es schön.
Hierzu ist wohl nichts mehr zu ergänzen ;)):

Ich kann offenbar nie normal dastehen

Was meine Freundin ergatterte:

Sie hatte spontan die geniale Idee, später das emaillierte (!) zauberhafte Mini-Gardinierchen mit einem Leinentuch darin auf dem Tisch zu positionieren, und dort hinein das Silberbesteck!
Ich bin völlig hin und futsch von dieser Idee.

Und auch ich fand, was ich brauchte. 
Neben einem wunderschönen Riesenhandtuch aus weißem Zuckerleinen etwas, 
nach dem ich schon lange suchte:
Eine geräumige Dose für meinen Jahres-Kaffeevorrat. 
Dieser nervte im Fach gewaltig, 
da er einfach neben dem Getreide dort nirgends Platz fand. 
Er war irgendwie immer im Weg.

Nun aber ist das gelöst.
Die Dose bietet mir zudem einen herrlich dunklen Kontrastpunkt gegen allzu viel Helles und den Dei-Dei-Effekt. 
Passend zum satten Dunkel des Tees.



Mag ja zu gerne wie ein kleines Kichern auch hie und da Pink.
Ein wenig Flieder...
Doch heute geht es um Duuuunkles.

Ja, mir fehlte nämlich das Yang im Yin des Weiß-Weiß 
oder das Geerdete im "Hosianna", hahaha, 
wir sind ja schließlich auch nicht nur geistiges Kopf-Chakra, 
sondern auch die anderen Chakren wollen was bekommen.
Ja, ich reduziere nicht nur Überflüssiges, ich erweitere gleichzeitig mein Farb-Spektrum - wie schön.

Dies hier nun ist wahrlich nichts Großes, nichts Spektakuläres, aber im Alltag ist das für mich in meinem kleinen Reich einfach nur Freude. 
Kraft.

Und guckt mal, sogar einen Glasdeckel hat die Dose, wie die Kleinen hier, von denen ich vier Stück habe - sie enthalten meine selbst aromatisierten Teemischungen und passen von der Größe her perfekt:




Vanille und die Gewürzmischung "dunkler Diwan" geben dem Bio-Darjeeling eine schokoladig braune Note - passt gut zum Post, jaja, und kann ich nur empfehlen.
Aber auch Orangenzesten zum Aromatisieren des Schwarztees und ein wenig Marzipanstückchen bringen es, hmmm, mein Lieblingstee...

So, aber ich schweife ab. Zurück zum Glasdeckel des neuen Kerlchens.
Ich mag es, wenn Funde solch eine Besonderheit haben:




Und die Schrift ist in Taupe, wo gibt´s denn sowas?? 
Innen ist die Dose piccobello, da habe ich mich sehr gefreut und sonst hätte ich sie auch nicht genommen.


Vor allem aber findet sich hier nichts nur Angelacktes, in einer Farbe Gestrichenes, nein, die Zeit war Künstler und hat hier eine wundervolle Patina gezaubert.

Neben der Puddingform, in der Ausstecherchen für die Weihnachtszeit warten, 
sieht das irgendwie wirklich so schokoladig aus :))


Hier drüben, jahaaa, doch doch... da darf es als Kontrast hell bleiben.

Bitte ignoriert geflissentlich und huldvoll den Abwasch, höm...

Im Insgesamt aber fühle ich mich durch ganz wenige kräftige Töne nun viel wohler.
Ja, es darf ruhig auch mal mit dunkleren Akzenten einhergehen - 
das hat mir richtig gefehlt in all dem Wolkenhellen.

Diese dunklen Tupfen finden sich überall im kleinen Königreich.

Ob die dunkle Bronce des Lüsters und Fensters, die dunkle Färbung der kleinen Gelenklampe...




Oder der Koffer aus Berlin, der hier einen Akzent setzt.



Die schwarze Federboa wird noch zu Ehren kommen, zu ganz kleinen und feinen... wenn das Theatre fertig ist, werde ich mir ein Feder stehlen...



Apropos Federn... Auch dieser Herr hier natürlich setzt einen dramatischen Effekt deluxe und sorgt ebenso für Tiefe wie die Säule am Sekretär.



Die gedunkelten Drähte machen den lüster antique und
très Français ;)

der patinierte Stuck tut dies ebenso wie auch die dräuenden Napoleons,
deren Messing ich grimmelte.
Das gibt Pfeffer, finde ich :))


Und natürlich die Patina allerorten, ist ja klar.

Auch hier im monochromen Flur setzt so ein dunkles Kerlchen einen wundervoll geerdeten Kontrast.
Dunkle warme Bronce, eine Mischung aus grauen, dunkelbraunen und schwarzen Stellen...



Oder bei solchen kleinen Dingen wie der kleinen Mühle für unseren grünen Pfeffer - das Dunkel der kleinen Schrift und des uralten Messings...



Ein effektvoller Kontrast schenkt mir auch der dunkle geschmiedete Metallzweig an den Shutters des Salons.


 All dies sind für mich willkommene kleine Sprenkel in einer sonst allzu kontrastlosen Umgebung.
Es kann ein Silberspiegel sein, der über die Jahre anlief...


Aber auch ein Schalterchen mit angelaufenem Messing...


Ein Broncebeschlag


Ein Handtuchhaken


Die alten broncenen Türklinken


So auch der Lüster, der nun deutlich dunkler ist.



Unter anderem durch diese da :))


Ja, überall... Tupfer von Dunkel und ein Aufbrechen des "Weiß-Weiß" :)


Wie Schokoladenflöckchen in den Wolken.
Ja, ich mag auch das Dunkel sehr gerne. 

Ich mache mich nun freudigst wieder an meine Bestellungen, 
ohhh, ich habe da etwas entworfen... 
Ja, ich muss dann mal loswursteln,

Eure Méa mit der schokoladigen Kaffeedose :))


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Mittwoch, Juli 29, 2015

Méa, der Serientäter

Und noch eine Homestory - Méa in der Romantic Homes



Yesss, nun bin ich diesmal wieder in Amerika gelandet, in einer richtig Großen, auf ein paar kleinen Seiten.
Das letzte Mal diesen Jahres war ja die Veröffentlichung in Frankreich (hier zu erklicken) in der shabby style, davor in ein paar anderen Ländern.
Und aktuell eben hier.
Wir freuuuiiien uns! Auch auf das, was da sonst noch so ansteht.

Nur... dieses Bild wollten sie dann doch nicht drucken, obwohl sie es vorher wollten :(
Ich hätte mir das soooo gewünscht, denn ich bin ja nicht eine Wohnung mit Atelier, gelle, ich bin ja eine Méa!
MIT Atelier und Wohnung dran.
Und ich finde, ich gehöre dazu.
Schmoll.
Doch oh, ich wurde ausgemustert, sie wollten dann doch keine Personen mit drinne haben (wohl rechtlich irgendwie, bin kein USresident). 
Dieses alte Mädchen hier zumindest nicht.

Und sie mögen heftiges Rosa, obwohl meine Kissen nun nicht so schweinchenro... ja, ich höre schon auf, freue mich ja trotzdem.

Somit bin ich nun in der aktuellen August-Ausgabe der Romantic Homes,
der Special Edition (na, DAS klingt gut, ne? Special edition, bin ich auch, hahaha)

Sie presenten mich (proudly, jou), das schmeichelt doch.
Geht doch runter wie Öl... Und "revamp" ist ja wohl genial. 
Haha, ich revampe meine finds!


Eins meiner absoluten Lieblingsmotive ist unter anderem darin -
meine Leine, an der meine Skulptürchen trocknen:


Ohhh, wenn meine Kerlchen zu Ehren kommen, bin ich immer ganz hin und futsch - meine Entwürfe und meine Arbeit als Gestalterin, in die ich doch so viel Liebe stecke. 


Und der "mad scientist" durfte natürlich nicht fehlen ;) Schöööön:


Aber so ein Bild von mir hätte ich dann doch zu gerne gehabt, so im Atelierchen, so in meinem mir eigenen So-Sein... Schnief.
Na dann eben nich... Vielleicht das nächste Mal.

Ach, dann bastel ich es hier rein, jaja, man wird mich nicht los, wie ein Kaugummi am Schuh ;))

SOOOOO sollte das. Jawohl. MIT der Méa.
Kann man doch nicht machen, mich einfach wegzumogeln...
Hier im Angebot sogar in "wilder" Action mit beleuchteter italienischer Langnase ;))


Doof? Also das nich??? Ne, stimmt, das andere ist besser. Definitv.

Bei diesem Shooting ist übrigens auch dies Bild hier entstanden, das mein Blogbild wurde...



Na, sei´s drum, die Blogadresse ist drin, auf die verwiesen wird, da können sie mich dann eh alle im Atelierchen besuchen :)
Was will ich mehr?



Und die Lady, die alles in die Wege leitete, hat sich wirklich große Mühe gegeben -
es war lustig, mit ihr geschätzte tausende Male hin- und herzumailen, bis sie alles so ein wenig durcheinander brachte.
Aber das war wahrscheinlich mir Chaot zu verdanken.

Nun bin ich also nicht mehr nur Jeanne D´Arc-mäßig in Amerika unterwegs, 
das freut mich schon sehr.
Hoi, ja, überhaupt, ich wimmle nur so herum ;) 


Und nu muss ich wieder loslegen, ein Herz muss ummodelliert werden,
das ist viel zu dick geworden, geht ja gar nicht,
und ein Flügel sieht aus wie ein Ohrwaschel...

Habt es wunderfein,

Eure ausgemusterte Méa, voll der Freude

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Freitag, Juli 24, 2015

Wenn mein Leben Bilder zaubert

Ein Blumenbaum in Méas Welt


Als ich neulich noch ganz in der Frühe am Spiegel vorbeiging, musste ich doch kurz ´mal innehalten...


... und wollte Euch ´mal eben auf einen kleinen Morgenrundgang mitnehmen. Mögt Ihr?

Für mich ist das eigentlich normal, wie es hier immer so aussieht.
Wenn ich Blümchen fertig habe, rummele (räume) ich die irgendwo hin.
Der Baum war gerade frei, also war er die Ablage, auf die sich das Hobbeltier nicht SETZT.
Macht das Katerchen nämlich zu gerne, piekst wohl schön am Po, so ein Blümchen (Staubfäden aus Draht, jaja),
deshalb setzt er sich auch gerne auf Gabeln (kein Scherz!) - 
doch ich finde das NICHT angebracht.

Also hängen "die Wunderschönen" immer so ein wenig bei uns herum, bis sie dann schnell wieder weg sind. 
Als würden sie verblühen wie echte Blumen.
Hier ist eben wirklich alles ein wenig... anders, 
bemerke ich da einmal mehr.




Oder hier, es sind neue Herzen entstanden, die Leine war vollkommen leer geworden, und nun hängen Neue da... 


Somit ist es hier "très français", aber wie :))

So ein wenig Paris-Stimmung kommt da bei mir immer auf...


Oder sie liegen hier einfach herum...



... um dann verpackt zu werden und endlich auf Reisen zu gehen :)

Somit habe ich durch die Bestellungen immer "geliehene Deko", die sich ständig ändert.
Bin ein Glückspilz - 
auf der anderen Seite muss ich sie ja auch wieder heeergeben...
Ist nicht immer leicht.
Doch der Glückspilz überwiegt, und so ist eben mein kleines Künstlerleben.
Ich habe mich daran gewöhnt.

Auf dem Balkönchen haben wir fleissig den Lavendel geerntet und in Säcklein gesteckt... 
Danke Faye :)
hmmmmm... das DUFTET!
Ab ins Parfait-Glas, ein paar Jasminblüten oben auf,
und der Sommer ist perfekt, 
auch wenn er mir hier im Norden gerade definitiv ein wenig wärmer besser gefiele.


Zudem wollen baldigst weitere kleine Zauberwerke, die hier erwachsen, die "Fliege" machen
und nun zu ihren Mamis und Papis, die bereits auf sie warten.
Sie gedeihen hier gerade wunderprächtig, während die frechen Federn im Hintergrund grundsätzlich durcheinanderpurzeln, damit ich nicht weiß, welche wohin gehört
(es sind die Einzelteile eines neuen Schwingenspiegels und einer Schwinge - ha, aber die sind durchnummeriert, haben also keine Chance, mich zu verulken, höhö).


Aaaaber vielleicht sind sie ja doch nicht von selbst durcheinander gekommen...
Hier versteckt sich vielleicht ein Übeltäter ;))?
Ganz nach der Logik: Ich sehe Dich nicht, daher siehst Du mich auch nicht.



Ja, es ist hier wie ein Garten im Moment, es blüht und gedeiht -

ein Zaubergarten

Und ganz besonders wächst nebenher unser Theaterprojekt und nimmt schon mehr Gestalt an.
Die Crew ist angeheuert und lernt den Text des kleinen Stückes...

Die Hauptdarsteller erfüllen die kühnsten Hoffnungen.

Choreographie sitzt...

Die Souffleuse hingegen verpennt manchmal ihren Einsatz - 
bzw. der Souffleur...
 

Wunderbarer Weise findet sich über die Flohmärkte immer noch mehr passendes Material für die Kulisse.


Genauso wie in der Requisite des Ateliers...


Während der Balkon bereits bestückt ist mit gedeihenden Kerlchen,
die auf mich warten...


Auf weitere Arbeitsschritte, wenn der Tag den Balkon ein wenig aufgeheizt hat.
Ich liebe es so sehr, im Sommer zu arbeiten...


Jedes der Kerlchen ist ein klein wenig anders, je nach dem Menschen, der zu ihm gehört und an den ich beim Gestalten denke :))



So, ich hoffte, ein wenig Morgenstimmung dieser kleinen Welt hier zaubert Euch ein wenig Silberlicht in Euren Tag.
Die Herzlein grüßen Euch auch ganz lieb mit ihren Wünschen für Euch -
schön, dass Ihr mich besucht habt!
  
Eure Méa aus den königlich-emsigen Gärten

Ich arbeite dann mal los,
habe mich zu viel auf Flohmärkten herumgetrieben und muss mal wieder voranmachen, oiiii
Ihr wisst ja, der Abwasch...
muss zudem schließlich auch.

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Freitag, Juli 17, 2015

Savoir vivre - Méa lernt


Kann man Lebenskunst lernen?

Der Duft Marseilles


Das Wissen darum, wie man lebt - es scheint so vielen abhanden gekommen zu sein.
Gefangen in dem, was "man" macht und was nicht, was "man" haben sollte... ohne je zu hinterfragen.
So viele laufen herum mit einem Gesicht, oiii, man könnte glatt meinen, denen geht es schlecht.
Dabei haben die alles. Nur von Haben kommt es also nicht, das Leben.
Eher noch (paradoxerweise eigentlich) kommt daher der Neid und die Missgunst und die Gier, das Festhalten - 

weil es nie genug ist und andere ja mehr haben könnten.

Und der alte Opi, der da so verschmitzt grinsend auf einem Stuhl und wackelig auf dem Kopfsteinpflaster vor seinem ärmlichen alten Häuschen sitzt, wie es z.B. in südlichen Ländern so oft zu sehen ist? 

Einen zahnlos grüßt, während er in seinen Augen so viel Wissen um das Leben trägt... und so viel Stolz? Ja, Stolz.
Wieso lebt der so viel mehr?

Nun ja, weil der eben nicht in den Urlaub fliegen muss, der ist ja schon im Warmen und in der Sonne...
Ja, das ist sicherlich ein Teil der Wahrheit - doch wir säßen nicht so einfach vor dem ärmlichen Häuslein oder auf dem Winz-Balkon.
Nö. Wir würden noch eine Garage und noch ein Gartenhäuschen brauchen, noch einen Anbau, noch mehr Quadratmeter, noch mehr Besitz brauchen, 

keine Zeit haben, 
dafür schnell schnell billig Essen einkaufen...
Selbst den Urlaub konsumieren viele und leben ihn nicht.

Was weiß dieser Kerl nun mehr?
Er weiß was er hat. Und er lebt am Lebenskern, verzettelt sich nicht.
Räumt den "einfachen" Dingen den Raum ein, der ihnen zusteht.
Fährt nicht auf zu vielen Gleisen, alles mitzunehmen, was er nur kriegen kann.
Nein, dieser ist ein wahrer König, so unabhängig von so vielem, 

er hat seine eigenen Bewertungen im Kopf, nicht die von anderen.
Er hat sich eine gewisse Freiheit und seinen Stolz bewahrt. 

Mit ´nem Flicken auf der ausgebeulten Hose, die aber noch gut ist. 
Seine Lieblingshose ist. Und irgendwie cool.

Und ja, der hat es einfacher, mit Vorbeikommenden einfach mal eben so ein Schwätzchen zu halten.
Bei uns wäre das nun nicht so, sich einfach mal vors zu Haus setzen...
Aber man kann sich ja mit Freunden treffen oder mit ferneren Lieben teilen und auf diese Weise nahe sein, 

indem man postet.

Ach, alleine das Essen und was dazugehört!
"Schnödes" Essen, die Zubereitung, solch einen geringen Stellenwert hat das hierzulande!
Das ist so schade. Da sind wir PLATZ EINS der Billigkonsumierer.
Doch, tatsächlich.

Es sollte uns ein FEST sein, Lebensmittel einzukaufen.
"Ich muss noch mal eben Essen einkaufen" - sind wir doof geworden?
Weil es Gewohnheit ist, dass wir einfach hingehen und schwelgen dürfen?
Also, ich verzichte gerne auf vieles, muss ich auch, aber auf das nur in größter Not.
Und dann freue ich mich so sehr, wenn ich so etwas haben darf.
Dann bin ich diese Momente "im Urlaub" und die Sonne scheint, auch wenn es draußen im deutschen Sommer mal wieder regnet.




Savoir vivre, so habe ich mir überlegt, heißt doch auch zu sehen, was wichtig ist, 

und es zu LEBEN.
Es so richtig leben. In vollen Zügen. Mit den lieben Freunden und auch allein.

Manche mögen mich nun für bekloppt halten, doch ich wasche von Hand ab. Das mache ich gerne. 

Und ich habe meine guten Gründe dafür. So einige.
Ein Grund ist, dass ich mich einfach freue an diesem Tun.
Und dann wasche ich ab - kleine Reste von dem, was wir haben durften.
Ein kleines Festmahl so oft, da geben wir uns richtig Mühe, unser Zusammensein zu feiern.
Im Alltag, jawohl.
Schnelle Pizza? Ja, gibt es bei uns auch, gerne, hin und wieder mal, nicht immer klappt das Besondere, das liebevoll Zubereitete, zeitlich.
Aber meist ist hier wirklich etwas ganz Besonderes angesagt.

Salate, immer ein wenig anders, nach Saison, mit vielen vielen Wildpflanzen, gerne auch einmal Avocado, 

immer etwas Besonderes dazu, mal Walnüsse, mal ein wenig Ziegenfeta... auch sogar Birne mit hinein... hmmmm.
Maiskolben... Ja, ganz einfach, was gerade so typisch für die Jahreszeit ist.
Dann ein Hauptgericht, hin und wieder auch Fisch, da haben wir unsere Top-Twenty... 

Auch gerne etwas Neues, gerne Exotisches...
Zusätzlich immer noch etwas, klein aber dennoch. 

Immer mal etwas anderes. 
Da bin ich sehr verspielt und mag es, zu gucken, was gerade Saison hat - 
mal Spargel, im Sommer nun Pimientos... auch gerne Pilze in Kokosöl mit ein wenig Fleur de sel als Seitensnack.
Ja, einmal am Tag wollen wir unser Familienleben feiern. 

Es wird zelebriert -
denn es wird nicht mehr so lange sein, dass wir so zusammensitzen.


An all dies denke ich, wenn ich abwasche.
Und dass nicht nur die Reste den Abfluss herunterlaufen, nein, auch Sorgen und schlechte Energien fließen mit, und ich bekomme einen klaren Kopf...

Zu alledem duftet mir dabei der nächste Luxus um die Nase: Meine Marseiller Seifen




Daaaaanke, liebes Sonjalein :))!

(Die wundervolle Alepposeife dagegen ist für meinen Körper, die wäre nur zum Abwasch viel zu schade, das gute Lorbeeröl darin...).

Und ich wasche ja schließlich auch nicht irgendein Geschirr ab,
Ihr wisst ja spätestens seit letztem Post, wie sorgsam ich alles zusammentrage, n´est-ce pas? Wie ein Frettchen, hihi
Somit ist mir auch das Wieder-Einräumen nach dem Benutzen ein kleines Fest.

Vier verfressene Leutchen plus Freunde brauchen eine Menge... Der Schrank ist voll.


Hier unten links am Tisch ist übrigens Hobbits Freudeneckchen, da MUSS er kratzen, wenn er sich auf´s Futter freut, da kann er gar nicht anders - 
wir lassen ihn gerne, denn das gehört zum Savoir Vivre auch dazu :)

Ja, dann bin ich dort, an meinem Sehnsuchtsort im Leben, ich lebe es ganz bewusst, 
und ich fühle mich verbunden mit den Menschen, die genau das begriffen haben.
Und ich fülle meinen Alltag mit so viel Welt, wie ich nur kann, 
mit Geschichten und mit einem Leben im Hier und Jetzt.



Dies sind die entschleunigten Momente, die ich mir abspare. Bevor ich freudig und gerne wieder Gas gebe.

Zum Savoir Vivre gehört für mich aber auch, dass ich die Sachen, die ich habe, nicht horte oder sammle, um sie auszustellen.
Ich mag das nicht, ich will sie nutzen. Sorgsam nutzen. Sie be-LEBEN.
Hier bei dieser kleinen Terrine allerdings musste mir erst eine Idee kommen, denn ausschließlich zum Getreide-Einweichen hatte ich sie zwar erworben, doch dann steht die schließlich stundenlang unter Wasser.
Obwohl die Glasur pikobello ist..., so alt und gut erhalten ist dieses Teilchen... da hatte ich dann doch Skrupel.

So hänge ich nun eine Schüssel ein, Deckel drauf, jupiduu, Problem gelöst.


Und wenn dem Terrinchen nun davon der Hut hochgeht ;), also höher sitzt, ist das sooo charmant -
es lebt!


Wie übrigens alle meine Terrinen.
Die anderen präsentieren Gebäck, vor allem zur Weihnachtszeit mit weißem Pergamentpapier, das ich so liebe.

Wie Ihr wisst, "lebt" hier ebenso auch meine Turbo-Kaffeemühle, ein Teil, unser Leben im Alltag zu zelebrieren. 

Ein wirklich notwendiges Utensil und nichts, was nur herumsteht.
Nicht mal eben schnell schnell... Das ist Luxus, den ich haben darf.
Und es ist ganz bestimmt nicht die obligatorische "Kaffeemühle im Landhauschic", die mal eben als Deko auf dem Schrank verstaubt.

(hier ist übrigens nochmal der Post, wieso die Mühle so"turbo" ist, wenn Ihr mögt, die ist tatsächlich getunt! Jede Bohne braucht genau eine Umdrehung :))

Und so wird hier wirklich alles beäugt, misstrauisch, ob es im Fluss unseres kleinen Lebens bleiben darf und Freude bringt, 

oder ob es querschwimmt einem freien, einem befreiten Leben.

Ich lerne noch.
Und lernen konnte ich auch von Euch - so vieles.
Auch von diesem Buch hier (Heike von Charmante Brocante stellte es einst vor - Daaanke, Du Liebe!) 


Das gibt es übrigens auch mit Hunden.
Ich bin zeitlich mal wieder schwer hinterher, denn das Buch gibt es schon länger. 
Ich suchte auch eigentlich etwas Taugliches über Südfrankreich..., doch hier kommt so viel ´rüber, was mir so vieles sagt über das Savoir Vivre.
Alleine das Titelbild sagt so viel - und ganz bestimmt nicht nur über Katzis:


Katzen -
Französische Landsitze und ihre Bewohner

von Rachael Hale McKenna




 Alle Katzenfotos © Rachael Hale McKenna

Und nun schmökere ich freudigst und bilde mich im wahrsten Sinne des Wortes neu.
Andere Bildbände mussten hierfür gehen - sie passten nicht mehr in mein neues Leben.

Liebe Jade, gucke, nun ist es hier, Dein Geschenk :), ich habe den Lavendel draußen gelassen und ihn daran angebunden.
Werde ihn erst später hineingeben, wenn er unansehnlich geworden ist.

Und die schlaue Amy von Einfallsreich, sie hatte glücklicherweise dieses Buch hier empfohlen, auch hiervon lerne ich gerade:
La vie est belle
Ja, hab´ ich begriffen. Der Titel sagt es ja schon. LA VIE. 


Meisje, mein Elfelein (bymeisje) machte sich ebenso diese Gedanken, sie "steckte" mich einmal mehr heftig mit der Provence "an", die nun geradezu 
von mir Besitz ergreift -
das, was der Schriftsteller Pagnol ja bereits so sehr tat, 
dass ich damals doch glatt eine Hommage an ihn geschrieben habe.
Sogar eine Installation in der Küche (kann frau und man gerne hier erklicken) errichtete ich, "es" nie nie nie zu vergessen. 
Jamais.

Erinnert Ihr Euch vielleicht noch an die steineschleppenden Königs?

Mein "Provencebefall" liegt vielleicht auch am Einsatz des Eau des Minimes und des Lavendels, den ich überall ein wenig verteile... D
er Inbegriff des Sommers für mich.



Ja, ich lerne - werde mir bewusst, welche Bahnen eingeschliffen sind, welche fortführen vom Wesenskern.
Fort vom SEIN.
Die gilt es, zu kappen wie die Leinen an Sandsäcken an einem Fesselballon.
Ich erschaffe mir meine Welten doch nicht, um das irgendwann einmal zu leben, 

wenn wir endlich das und dies geschafft haben...
Dann lieber WENIGER. Dieses Besondere im Alltag, im Kleinen - und plötzlich ist NIE Alltag!
Bin doch schon längst "DA".

Ja. Das habe ich schon gelernt. 

Ich bin noch in der Umsetzung. Da geht nämlich noch was.
Ja, ich lerne weiter...
Denn ich lerne so gerne :) 

Auch, dass ich jetzt ein kleines Theatre mache, das gehört dazu.
Der Tag hat nur 24 Stunden, die Woche nur 7 Tage, und die gilt es sinnvollst zu umspannen.
Muss Mensch wählen und aussortieren. Auch im Tun.

Und jetzt wünsche ich Euch alles Liebe,
Danke, dass es Euch in meinem Leben gibt und Ihr so viel mit mir teilt, 

das ich lernen kann,

Eure Méa, die sich das Königinnen-Sein einfach schnappt

- wer weiß, morgen bin ich vielleicht Kaiserin ;)), wenn es schief läuft, ein armer Wicht -
Hauptsache, ich bin die Méa und lasse niemals locker

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