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Montag, Juli 14, 2014

Das Krönchen aus dem Zwergenreich

Die königliche Gänsekrone

Eine ganz liebe Freundin hatte Geburtstag. Sie hat eine Gans..., nein, es ist eine sehr große weiße Ente, ich verwechsle das immer. Also eine große Ente, Gänseente, Entengans..., die von mir gekrönt werden sollte. 
Nun, ich stand ergo geradewegs vor der ganz großen Herausforderung, eine ganz kleine Krone zu machen, Durchmesser sooo klein (3,5cm).

Ich fragte mich, ob ich das wohl hinbrächte, und, neugierig geworden, ging ich flugs ans Werk.
Eine genaue verkleinerte Kopie meiner Elfenkronen würde nicht gut aussehen, das war mir klar - 
auf kleineren Raum muss auch weniger Ornamentik kommen. 
Also besser platziert, und "less is more".

Oh, und bei alledem stellte ich zudem fest, wie gut es war, zwei kleine Hände zu haben. Es war  schwierig, ja, ich befürchtete bereits das Schlimmste. Sollte ja auch noch verwunschen wirken, nicht zu süßlich - aber wie, wenn´s so klein ist??
Irgendwie aber gestaltete sich das Krönchen dann wie von selbst - es wollte wohl aus sich selbst heraus werden. 
Das Hauptornament machte ich diesmal anders als bei den größeren Kronen. 
Ich platzierte es nicht zwischen die Zacken, sondern unter einen.
Und hier ist das klitzekleine Ergebnis, guuuckt mal, ist das nicht wie hingehext? Und Schwupps, mit einem Zauber klein-geschrumpft:



Neben den normalen Elfenkronen, die ja ohnehin schon klein sind, kann es sich doch sehen lassen... Es hat auch gar keine Angst vor ihnen.



Es sieht im Vergleich zur Elfenkrone sehr reduziert aus, aber für diesen speziellen Zweck musste es so relativ "schmucklos" daherkommen - 
ist auch nicht für´s Rumstehen gemacht. 
Anders als bei der "Großen" links (meine Güte, und die ist schon so klein...)

Hier nochmals in nah:



Aber wie würde es nun auf einer Ente aussehen?? Ich besitze keine ausgestopften Vögel... 
Und geeignete Models hatte ich nun nicht gerade... 
Ein Adlerküken meiner Tochter etwa, nun das war... höm... ;))

it´s a joke, c´est une plaisanterie ;)

Und für unseren geliebten kleinen alten Igelkönig mit dem Haarausfall (ja, mein liebes Anonymchen, ich habe sogar noch mehr gekrönte Häupter hier... :)) war es eine zu große Bürde denn eine Zierde.
Aber da alter Adel verpflichtet, trug er mein Ansinnen für mich kurzfristig mit Würde und Humor.
Ich beschloss sogleich, ihm zum Dank eine gaaanz kleine Krone zu fertigen, sobald es die Zeit zuließe... Diese hier war definitiv ein paar Hut... ähm... Kronennummern zu groß.



Ja, würde das Krönchen zur Ente passen?? Die Mühen sich gelohnt haben? 
Ich war sehr gespannt. Zwei Tage später dann der "Aaahhh-Effekt" - so mit Erleichterung, Ihr versteht... 
Na, da war ich vielleicht froh.
Das gekrönte Haupt konnte sich mehr als sehen lassen. Es passte.


This is not my stuffed animal, it´s my friends.
Ce n'est pas mon animal en peluche, qui est celle de mon ami.



I just did the crown and the flower.
J'ai fait seulement la couronne et la fleur.





Nur die Geburtstags-Blume, die ich mitschickte, die war so nicht gedacht, denn die muss für den Zweck auch noch auf die passende Größe geschrumpft werden. 
Doch das demnächst. 

Das war´s für heute,
ich widme mich nun den neuen "offenen Herzen" und bin fleissig,

Eure Méa aus Lilliput,
die nun beim Igelchen Maß nehmen muss. 
Es braucht was Passendes.




Meine Lieben, das Krönlein, das Igelchen und die Ente haben von der lieben Frau Hummel ein gar zauberhaftes, eigen verfasstes Märchen gewidmet bekommen! Falls Ihr mögt, klickt hier.


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Samstag, Juli 12, 2014

Das römische Fenster

Man kann nie genug Fenster IM Haus haben




Wie es manchmal so kommt und sich fügt, finde ich ganz kurios. Besonders in diesem Fall, in dem ein vornehmliches Hamstern doch noch Sinn machte, wie hier. 

Bei einer Bekannten, einer Trödelhändlerin, war ich einst vom Stöbern in ihren Hallen müde geworden. Mein Baby auch. 
Es durfte dort in einem provencalischen Eisenbett schlafen, ich setzte mich daneben. 
Und als ich so saß, sah ich durch diese "niedere" Position unter einem Tisch ganz hinten an der Wand einen gusseisernen Fensterrahmen lehnen. Mit Säulchen. In Halbrundbogenform. 
Er war anders als die üblichen, die ich so sah. Massiver - viel massiver. 
Die Händlerin staunte nicht schlecht, hatte sie in ihrem Chaos dieses schöne Stück ganz vergessen.


Nun, der Preis dafür war (also, dafür, dass ich es ihr "wiedergefunden" hatte, hihi) schon enorm für eine Mama mit einem so kleinem verfressenen Babylein, aber dennoch... Das Fenster musste. 

Da wussten wir noch nicht einmal, WOFÜR jemals! Ja, früher war ich so - heute bin ich eher wohl durchdacht ;) Jawohl. 
Aber in diesem Falle war es gut so, ja, ich hatte es, noch völlig unwissender Weise, richtig gemacht. 
Und nein, ich habe das nicht gewusst oder geahnt - ich wollte einfach nur diesen gloriosen Fensterrahmen haben, obwohl wir keine Verwendung dafür hatten. 
Ich gestehe. Es stand beim Einzug einfach herum... Könnt Ihr ihn sehen?


Einige Zeit später dann sollte er durchaus einem guten Zweck dienen. Es sollte unser Badfenster werden.

Als wir nämlich unser Badezimmer das erste Mal betraten, dachte ich mir im ersten Moment: Uiii, das ist aber groß, wäre lieber das Winz-Zimmerchen von Faye dafür größer! 
Und dann kam in der nächsten Sekunde auch bereits die Beklemmung, ja, die Claustrophobie - 
KEIN FENSTER im Bad!!!

Stattdessen eine komplette Spiegelwand zur Linken! Ich dachte, ich bin im Raumschiff!
 Über uns eine abgehängte Decke mit Downlights, die sich ganz mies blendend im hochpolierten schwarzen Glitzergranit des Bodens spiegelten. 
Ja, ich kam mir glatt vor wie in einem UFO.
Nein, das war schrecklich. Das befand der gesamte Hofstaat. Ein edles Badehaus sah anders aus.

Falls Ihr sehen wollt, wie es noch aussah mit bereits abgeschlagener Spiegelwand (ganz links zeig ich noch nicht, denn das wird ein eigener Post zu einem Waschtisch - tatsächlich aus einem belgischen Schloss - doch hier, hier noch nicht):


Und wer den wilden Wanneneinbau mit Vorher-Nachher sehen will, hier klicken.


Als wir nun eben in diesem Badezimmer standen, da rief ich in Gedanken bereits den Maurer an. 
Ja, solche Durchbrüche mache ich schon selber, liebe sowas! Einfach reindonnern und "BUMM" 
- aber nicht, wenn die Wand trägt. 
Da muss dann ein sogenannter Sturz rein, der das obige Gewicht trägt, habe ich mal gelernt. Also beschlossen wir ausnahmsweise, den Profi machen zu lassen.

Hier mussten wir durch, auf der anderen Seite war, wie Ihr seht, das Schlafzimmer:



Der Durchbruch war ein enormes Spektakel.
Das Baby von damals konnte bereits "Bumm-Bumm" sagen, was es dann auch eingehend tat (es klang zwar eher nach "Bu-Bu" mit ganz kurzem u, doch nicht weniger begeistert). 
Das "neue" Baby wurde in dieser Zeit vorsorglich spazieren gefahren ;)

Und dann war der Weg frei. Nach Ziegelstaub entfernen (Sau-e-rei!), die alten Originalziegel behutsam am Dachboden bergend... konnten wir endlich loslegen. 

(Achtung, Anonymchen, musst jetzt die Augen zuhalten, ich tu´s gleich wieder...)

Ja wir legten los - vor allem der König - stolz wie ein selbiger. Denn schon immer hatte ihn die Baukunst der Römer fasziniert, wenn die etwa einen Rundbogen machten. 
Dies, indem sie erst einen hohen Sandhügel formten, mit Steinen dann alles so fügten, dass ein Halbrund entstand, welches in sich selbst hielt, buddelte man den Sand fort. 
Hier bei unserem Unterfangen musste es allerdings ein biegsames Brett sein, das uns half. 
Aber das war ja dann eben auch so etwas Raffiniertes ;)

Guckt mal, so sah das dann aus:



Die Stützstreben, die das Brett an den Verputz drückten, und auch das gebogene Brett selbst kam nach Trocknung natürlich wieder weg. Verputzt und gestrichen war alles abschließend sehr schnell, wir konnten es ja gar nicht mehr erwarten. 
Das Fenster indessen bestückten wir mit Milchverglasung nach Schablone. Ich habe es schön verkittet.

Ein kleines Fensterchen wollten wir ursprünglich zum Lüften nehmen. Eines der Dreiecke. Auch schon zur Befeuchtung der Luft im Schlafzimmer. 
Doch... das war mitnichten nötig - denn wir stellten fest, dass dieses Bad die reinste Trockenstube ist! Alles sogleich trocken. 
Warum, das wissen wohl nur die Baumeister des alten Gebäudes. Nun denn...

Es werde Licht :)




Man kann bei Sonnenlicht sogar erkennen, was sich in den Fläschchen verbirgt, obwohl es ja ein indirektes Fenster ist. 
Mag Kölnisch Wasser so gerne - da hinein ein wenig Mandarine grün oder Jasmin arabisch, hmmmmmmm.
Aber ich schweife ab, bin eben eine große Schnüffelnase...




Sooo schön sieht es jetzt aus.
Das Schlafzimmer, das reinste Sanctuarium ist es geworden.
Durch das Fenster ist eine ganz andere Stimmung eingekehrt - vorher wie abgetrennt und eingeschlossen, jetzt einfach nur so friedlich.
Warum das das Fenster macht - ich habe keine Ahnung.





Hier steht unsere Verblendung vom Bad aus im Fenster. Dies ist ein ebenso halbrundes Holzteil, da wir des Nachts nicht beleuchtet werden mögen, wenn einer im Bad ist - 
was selten der Fall ist, da wir ein zweites WC im Osttrakt haben ;)

Aber dennoch. Tagsüber ist es einfach nur schön, das Licht zu sehen, wenn jemand im Bad ist - man sieht durch das milchverglaste Fenster übrigens nichts, die Privatsphäre auf beiden Seiten ist gewahrt. Ihr versteht...



Ja, auch das war also nicht immer so. Wir sind hier nicht einfach eingezogen. Nein. Es war Chaos und es war bunt, die Böden braun, die Fugen bröselten und beherbergten Schreckliches, das Badezimmer war ein UFO und einfach nur hässlich, die modernen Billigfenster waren ein absoluter Graus... und so viele Geschichten fügten sich, bis unser Zuhause ein Zuhause wurde. 
Die nächste über einen eisernen Waschtisch aus einem belgischen Schloss, die kommt ganz bald - versprochen ;)

Alles Liebe Euch, 
die Ihr noch viel wildere Durchbrüche und Umbauten hinlegt,
ich hoffe, Euch hat es trotzdem gefallen,

Eure Méa, die seitdem unter einem "römischen" Fenster einfach nur königlich schläft :)

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Mittwoch, Juli 09, 2014

Der königliche Hoflöwe geruht zu ruhen

Der königliche Hoflöwe

Unser größtes Wunder hier in diesem kleinen Reich ist uns unser Hoflöwe Hobbit, das Familienhätschelkind.
Todkrank kam er hier bei uns an, sein Darm war angefressen. Einzelheiten hierzu erspare ich Euch lieber. 
Dank speziell zubereiteter Nahrung (dreimal am Tag Fütterung, auch heute noch, in kleinen Mengen) schaffte ich es tatsächlich, das Kerlchen, das damals in meine Hand passte, durchzukriegen. Das Schwesterchen habe ich leider nicht mehr retten können.

Heute ist er nach vier Jahren ausgewachsen, mit dieser Nahrungsweise kerngesund, und er sieht seiner Mutter sehr ähnlich. Eine goldäugige, reinweiße Maine Coon, die sich auf eine revolutionäre, romantische Liebesaffäre mit einem wohl im wahrsten Sinne des Wortes hinreißenden Perser-Hauskater-Mischling einließ. 
Ah, und das hat sie gut gemacht - voilà!


Herausgekommen ist wohl der sanfteste, hingebungsvollste Kater, den ich je erlebte - und der natürlich ein rechter Schlawiner ist... mit, nun sagen wir, gewissen Eigenarten.

Je heißer es ist aber, desto unkenntlicher wird das Fellnäschen, denn dann verkriecht es sich völlig in sich selbst.

Und würde nicht am einen Ende der aristokratische Puschelschwanz zu sehen sein,
oder hin und wieder unvorsichtig ein Öhrchen herausspitzen...



...dann würde man gar nicht wissen, was dieses Stück Fell in Wirklichkeit ist. 

Wagt man den Faux-Pas und weckt den Hoflöwen auf, dann allerdings...
ist er nicht gerade erheitert...




Und wenn man sich spätestens DANN nicht formvollendet entschuldigt - ohoo...

Aber wenn man sich entschuldigt, dann verzeiht er einem großmütig, er ist ja nicht so. 
Ein freundlich-versöhntes Gurren antwortet einem umgehend, und da er dann schon einmal wach ist, tja, dann eben ein wenig Toilette.
Die Schönheit will erhalten bleiben, n´est-ce pas? 
Aber natürlich mit minimalem Aufwand, etwa dem eines etwaigen Köpfchenanhebens, wo denkt man nur hin.


 Und wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich glatt sagen, der hat mir hier doch glatt die Zunge rausgestreckt :) 


Beim Putzen des derrier natürlich, oho, na, da will Monsieur nicht mehr fotografiert werden - verständlich:



Also ziehen wir uns zurück. 
Man will hier entre nous sein.
Da hat er schon Recht, das gehört sich so.

Ich hoffe, Euch ein Lächeln ins Gesicht gezaubert zu haben,
habt es wohlig und entspannt auch einmal,

Eure Méa, 
die am liebsten Schnurren könnte

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Montag, Juli 07, 2014

Girandole Gira... was?

Girandole oder deutsch nüchtern entzaubernd: Stehleuchter

Also ganz ehrlich jetzt,
ich hab das Wort Girandole vorher nie gehört. Kannte die Dinger bis vor zwei Jahren gar nicht. Eher als Feuerwerk, diese funkelnden Feuerräder – da kommt´s übrigens auch her.
Soweit zum Namen. 

Dann aber hab ich eine gesehen und buuuuuuuuuuuuuuuuuummmmmmmmmmmm.
Meine GÜTE!
Ja, in so einem - ich glaube amerikanischen - Blog. Vielleicht irgendwie in einer Villa sicher schwerreicher Menschen, da standen ZWEIE dieser funkelnden Unglaublichkeiten vor so einem göttlichen, sicher ebenso unerschwinglichen Löwenkopffries …



Mein König (Anonymchen, jetzt musste gaaanz tapfer sein) war schweer hingerissen. 
Die vollkommen eingeschüchterte und natürlich entsetzlich kiebig gewordenen Méa aber... war mal wieder... infiziert. 

Ja, ich hab´s schon schwer mit mir.

Und plötzlich sah ich Giras überall, auch in anderen Blogs, wie diese. Und wenn sie auch noch so schlicht daherkamen...




Und ich suchte diese Girandolen und fand sie. Ziemlich tantig... aber  zumindest erschwinglich... hm...
Und ich fing mal wieder mit Vorher und Nachher an.

Stellt Euch eine dunkelorange-messingfarbene Girandole vor.  Leider habe ich kein Vorher-Foto mehr, aber so ungefähr vom Aufbau her wie diese hier war die meinige auch einmal. 

Die beiden nächsten Bilder habe ich aus irgendwelchen Angeboten entlehnt, die haben mit mir nüscht zu tun , dienen hier nur der exemplarischen Verdeutlichung ;)




Nicht sehr ausgefallen war meine, so eine Allerwelttsgira. Nur, dass meine einen schönen "hohen Fuß" hatte, was mir gefiel. Ein wenig höher als diese hier oben.

Und sie hatte einen obersten Kranz, der  heruntergebogen war.
So wie der hier:




Dottergelbe Kerzentüllen hatte meine auch (mag ich gaaar nicht). 

Ja, so wie sie war, war es nicht "meine" Gira. Aber was tun? 

Oh je, sie sah so gaaanz anders aus als diese hohen Traumgiras mit den schönen Spitzen, als sie ankam in ihrem Kartönlein...


Todesmutig und wild entschlossen bog ich den obersten Kranz nach oben und am Ansatz  der kleinen Ärmchen ein wenig auseinander. Betete, kein Ästchen möge hierbei an der Ansatzstelle brechen. 
Ich stellte die Girandole hierfür vorher in die pralle Sonne, hoffte, heiß würden sie vielleicht nicht brechen. Ich hatte Glück. 
Nun sah sie schon edler aus, da sie jetzt ja auch höher war, nicht mehr so gedrungen. Ich hatte ihr sozusagen die Haare toupiert ;)

Als nächstes bestellte ich einen Sägezahn, der eigentlich Obelisk heißt (braucht Ihr mal sowas Bestimmtes, dann guckt unter Rieser Antiquitäten Lüster Restauration, die haben sehr viel Hilfreiches - auch Obelisken).

Da ich kein Messing mag, das nicht dräuend dunkel angelaufen ist, drahtete ich alles ab. Macht bitte bei solchen Aktionen bloooß ein Foto vorher, man weiß sonst oft nicht, wie alles hing! Ich hatte das leider leider nicht getan, und dann, oho, kam ich vielleicht ins Schwitzen. Selbst bei dieser Gira, ich dachte, das merkste Dir doch mit Links... Falsch gedacht.

Unverdrossen schmodderte ich derweil alles ein. Wie man das genau macht, habe ich in diesem Post erklärt (hier klicken). Ich puderte es matt, Finish drauf, so weit so gut. Ich hatte hiermit alles, was Messing war, optisch zu warmer Bronze gemacht. 

Den Obelisken setzte ich in ein Drahtnest 
(künstlich gealterter Draht, siehe Tipp bei dem Do-it-Yourself-Lüster Drama-Queen, die Erste). 

Dieses Nest drahtete ich wiederum am Gestell fest. 





Ein paar Prismen tauschte ich aus, da eh ein paar fehlten. 
Auch zwei schöne Tropfschalen aus Glas hatte ich noch im Fundus. 

Die Papp-Tüllen wurden erst wüst dunkel, dann schlampig hell überstrichen. Schööön pudern zum Schluss, das nimmt jeglichen Plastikcharakter, die eine Lackierung da schon mal mit sich bringen kann. 
Und habt Ihr tatsächlich etwas Neueres erwischt, und Eure Gira hat diese schrecklichen Plastikhülsen, auch egal: Pressnaht sichtbar? Abschleifen! Dann schön grimmeln, trocknen lassen, husch husch darüber mit hellem Lack. Nehmt hierbei einen crèmigeren Ton, als Ihr denkt, es wirkt durch den dunklen Untergrund später nämlich grauer. 
Und wie gesagt, puuudern!!! Ich wälz det Janze schon mal ordentlich drinne ;)

Der König opferte schließlich einen ganzen Nachmittag, das schöne Teilchen neu zu elektrifizieren. Er bewies einmal mehr edle Fähigkeiten - als da zum Beispiel wäre, absolute Ausdauer bei der Tätigkeit zu zeigen, die Käbelchen durch dünnste Tunnelchen zu schleusen. Er erweiterte mit dem Dremel sogar den "Gang" im Fußständer, dass die dort hindurch konnten!

Eh voilà






So verfuhr ich seither mit so einigen Girandoles.




Lasst Euch also nicht irre machen, habt Ihr eine günstige Girandole gesehen. Man kann sie durch Veränderungen des Behanges und durch Patinieren immer verändern.
Das Wirkungsvollste aber ist das Hochbiegen und einen Obelisken einzusetzen. 
Das veredelt jede Gira um Klassen - adelt sie ;)


Und als die Méa, die die Gira pimpt,

 wünsche ich Euch:

Bleibt unverdrossen und im Jagdfieber, 

bis denne und alles Liebe!

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Donnerstag, Juli 03, 2014

Elfenkrönchen und die Krönung der Königin

Die Krönung der Königin

Vorab ein Bild von etwas, das meine Besucher alle kennen - 
und mich damit sicherlich sehr schnell in eine gewisse Rubrik Menschen einordnen, die, nun, sagen wir einmal..., dass ich eben die Welt ein wenig beseelter wahrnehme, als andere - ein kleiner Spinner bin. 
Aber wir fanden den Gedanken eben soooo schön... Ein wenig sogar wie den Goldtopf am Ende des Regenbogens.



Dieses hier ist... Elfenfutter. Jawohl ;)
Im Silbernapf - standesgemäß und königlich. 
Sie ernähren sich von Licht, die Kerlchen, auch reflektierendem, wie eben dem der Lüstersteinreste, die ich nicht mehr brauche.
Und nein, ich glaube das nicht wirklich... nur so... ein wenig, 
dass ich ihn mich nicht mehr wegnehmen traue ;)) Die werden sonst sicher sauer...

Nun aber schnell zur eigentlichen Geschichte:

Meine Krönung, ja, ich bin gekrönt worden! 
Es war unglaublich! 
Und Ihr wart bei der Zeremonie dabei!
Habt Ihr nicht bemerkt? Wie...
Wart Ihr aber. Ist nämlich nicht die meines Hauptes mit einer Elfenkrone gewesen (na, DAS sähe aus!). 
Nein, das nicht, sondern es war die Krönung einer sich wirklich immens bemühenden Méa in ihrem Atelierchen. Und gekrönt habt IHR mich.

Ich möchte Euch von Herzen danken.
Nie hätte ich erwartet, solche Geschenke zu bekommen - Eure unglaublichen Worte zu meinem letzten Post - sowohl in mails wie auch in den Kommentaren! 
So angerührt hat mich das, wie kann ich stolz sein, solche Menschen zu kennen. Diese Eure Worte, die man fühlen kann, und die mich regelrecht getragen haben, mich richtig wachsen ließen, als hättet Ihr die Méa gegossen.
Ach, ich wünschte, ich könnte Euch jetzt alle ganz dolle drücken! Denn wie hätte ich auch Krönlein machen können, wenn ich mich nicht wie eine Königin fühlte?


Und ich hoffe, die nächsten Bilder, die so typisch Méa sind (kann ja nur das geben, was eben MIR so ureigen ist), lassen Euch vielleicht ein wenig schmunzeln und ich schicke einen kleinen Zauber damit in Euren Alltag.


Endlich!!!
Nein - ich habe es mir wahrhaftig nicht leicht gemacht. Oder sagen wir es einmal so - so viel Arbeit und Schwierigkeiten wie mit DIESEN kleinen Kerlchen hatte ich noch nie! 
Es wollte und wollte einfach nicht zur "Krönung" kommen.

Was habe ich nicht alles an Entwürfen verworfen! Einen nach dem anderen.
Und doch, ich wollte unbedingt Kronen in meiner kleinen Kollektion aus "Méas Welt" haben. Warum? Weil das eben... so sein muss ;)
Unbedingt, ja, als kleine Individuen neben meinen Füllhörner, Feenkelchen und geflügelten Herzen, den orientalischen Spitztüten, den Barockschwingen und Köchern, den Flittersternen,
meinem seltsam wundervollen Völkchen... 
Doch dass ich ausgerechnet hier an alle meine Grenzen stoßen sollte, nein, das hätte ich dann doch nicht gedacht. Bei diesen kleinen Sch..erchen! Nein, so etwas habe ich noch nie erlebt.


Erst war es wie immer, wenn ich etwas entwerfe. Es erfolgte ein Drahtgebinde, die etwaige Form festzulegen - hier einer der ersten Versuche. 
Doch zu niedrig, es müsste höher sein - und zu filigran zu arbeiten brachte zudem nicht das erwünschte Resultat. 
Aber der Versuch brachte trotzdem etwas: Verschiedene Drahtstärken zu verwenden, war schon mal gut. Wie ein klitzekleines Geäst oder verzweigte Gräslein. Das würde ich für die Kronenzacken verwenden.






Es begann ja alles damit, dass ich mir - warum auch immer - vorstellte, wie wohl so eine Elfe wäre. Oder ein Elf. Ja, die Méa und ihr Kopfkino!
Klein wären die. Wild. Sehr wild! Sind ja Naturwesen. Mächtig. Nix mit rosa Glitzerstaub und Dutzi-Dei-Dei. Oh nein!
Und wenn so ein Kerlchen durchs Gestrüpp bräche oder flöge...
... dann würde ja... bei einer Elfenkönigin oder einem Elfenkönig doch sicher mal ein Krönchen hängenbleiben. Und bis diensteifrige Tierchen dann die Krone aufsammeln und Ihro Majestät zurückbringen würden, hätten manche Menschen vielleicht das Glück, so etwas zu finden.

Und wie sähe das dann aus?

Ohhh, sicher so gaaanz anders als die ganzen üblichen Kronen, die so die Welt bevölkern. Ja, völlig anders.
Halb gewachsen, halb von "Dienern" der Natur für das Elfenvolk gefertigt.






Oder es würden öfter mal welche hängenbleiben, nicht nur eine, nicht?
Mit magischen Symbolen versehen...
Ja, gesponnen und gewebt, mühsam von Spinnlein oder Käfern, ach, genagt aus Borke.
Ich musste also das Knorrige, Vernarbte von Rinde als Basis herüberbringen, ja, das würde diesen Gedanken folgen. 
Der Sockel also musste den Charakter von Rinde haben!
Aber helle Rinde von Elfenbäumen (gibt es nicht, braucht Ihr gar nicht googeln - also nicht in unserer Welt ;), sollte nicht zu dunkel werden. Eher so wie diese Wespennester, diese unglaublichen Bauwerke, ach, was sage ich, KUNSTWERKE, wenn sie schon leicht angegraut sind.
Ja, selbst Wespen würden hier mithelfen, nicht wahr?

Dann ein Herantasten, eine Einklapptechnik, dass die Zacken auch organisch wirkten. Eben wie gewachsen. Ja, eine Technik war hier sehr wichtig, denn alles sackte immer wieder in sich zusammen, meine Zaubermasse trocknete nicht! 
Das soll also ein Sommer sein? Ich produziere doch nur an warmen Tagen... Und die waren rar!
Doch mit der Zeit gelang es immer besser. Der Sockel, er war gelungen, soweit ich das kritisch beäugte ;)

Dann das Geäst. Es sollte nicht brechen, nicht zu empfindlich sein, schließlich sollte es ja heil beim Kunden ankommen, obwohl es doch nur ein Hauch ist. 
Also musste das Geäst gleichzeitig biegsam sein. 
Und es durfte ausschließlich aus natürlichem Material bestehen, kein Plastik, auf keinen Fall.
Auch dies gelang mir mit der Zeit.

Als Abschluss dann das Allerschwierigste: die Patina. Wie stark sollte sie bitte werden?
Verwunschen sollte es wirken, wie aus einer anderen Welt. Doch nicht zu düster - eher wie ein magischer kleiner Zauber.
Und man müsste das Grund-Material noch erahnen können. Dieses Wespennest-Papierige und doch so Starke wie von Rinde.
Bei diesem letzten Schritt tue ich mir immer am Schwersten. Denn ich will ja nach all den vielen Stunden nichts an solch einem Kerlchen verderben.


Und überhaupt, die Steine an den Kronen! Sie wären unterschiedlich geschmückt, diese Elfenkronen, nicht? 
Mit diesen Funkelsteinchen - mal in Navette-Form, länglich, oder mit einem runden Stein, ganz klassisch. Aber dann auch wieder mit zwei Steinen, ein wenig gebogen, dass möglichst immer einer funkelt... 
Ein wenig antiker Glasglitter weiter oben vervollständigte das warme Funkeln der alten Strasssteine.












Ja, nun sind sie also da, und die Kollektion für dieses Jahr geht in Produktion, bevor ich dann zur Weihnachtszeit einmal mehr im Glitter für die Flittersterne und der Zauberpampe für die Engelsschwingen versinke. 

Die Mühe hat sich gelohnt, und ich freue mich, dass ich nicht kurz vorher aufgab, obwohl ich schon dachte, ich bin nicht mehr ganz gebacken - ganz nach dem Motto 
"WAS-TUST-DU-DA-EIGENTLICH???".
Nein, immer weiter. 
Und wenn es der kleinste Schritt ist. Durch Euch und die Beharrlichkeit einer seltsamen Frau, die ihren Elfen Futter in einem Silbernapf gibt ;)

In diesem Sinne,

Eure dankbare Méa

Post Scriptum eine Beichte: Ich hab die gar nicht gemacht - die sind echt. Ich hab sie im Wald gefunden. Gaaanz ehrlich ;)))




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