Montag, April 16, 2018

Alte Lieben...

Eigener Stil oder mangelnde Flexibilität?

Es ist schon beinahe verwunderlich, denn ich liebe irgendwie immer dasselbe.

Setze ich am Ende noch geistig Spinnweben an?



Nein, ich bin kein Autist, aber es gibt Wiederkehrendes, das möchte ich nicht missen, sondern bewahren.

Alte Lieben

Manches ist so typisch für unser Leben geworden,
und es krönt uns diese Zeit, in der der Frühling hier im Norden noch so zögerlich ist.
So sind Magnolien mittlerweile geradezu Bestandteil des kleinen Königreiches geworden, nun die letzten des Jahres, 
mittlerweile schon zum dritten Mal.
Meine Tochter grinste und meinte, "... hab´ ich´s mir doch gedacht, es wurden wieder Magnolien..."
Ja, ich kam wieder mit ihnen heim.
Wiederholungstäterin.

Bevor sie aufgehen, sind sie wie ein Geheimnis...
Und sie "runkeln und raunen" ;)


Wenn sie erblühen, bin ich jedes Mal gespannt, in welcher Gestalt und Farbe sie wohl nun daherkommen.
Letztes Jahr noch in Purpur, diesmal wie ein helles Lachen...



Wenn die ersten Fellhütchen mit ihrem leisen "Plopp" herunterfallen, 
ist es immer wie ein fröhliches "Tataaaah - Überraschung!".
Sie vergessen, dass ich an manchen vorwitzigen Spitzchen bereits erahnen konnte, wie sie dann wohl nach der Entfaltung aussehen werden.

Immer wieder mag ich sie mit Katza an Madonna...
Das sehe ich mir nie über.
(Oiii, das war aber wieder deftige Hamburger Grammatik ;),
ja, ich hab´s gemeeeeerkt ;)


Komme ich in die Küche, dann wirkt alles so vorfreudig, und doch so... irgendwie... geheiligt.
Das englische Wort Sanctuary fällt mir da immer wieder ein.


Diese lebenden Skulpturen im Zinnkrug - 
wie staune ich sie immer an.
Und keine gelblichen Farben, kein Schweinchenrosa dabei, keine einheitlichen Farben und Blüten,
so zarte Farben zur herben Gestalt! 
Nicht gleichförmig, sondern durchbrochen, nichts vorherrschend, hell und geradezu strahlend.
Dazu sehe ich kein plumpes Braun, nein, ein heimliches Graubraun liegt auf diesen  "verknorpselten" Ästen, 
die Pelzchen in warmem Grau. 

Ja, da wäre mir etwas anderes nicht halb so schön.

Bescheiden und schlicht ist das neue Pompös

Na, das ist eine gewagte These, mag ich meinen;
doch gucke ich den Trend zum "Industrial-Stil" an,
und was die Menschen im Urlaub immer völlig aus dem Häuschen geraten lässt,
dann muss ich über so manche klägliche Bemühung grinsen, 
was sich die Dekogeschäfte so einfallen lassen, dies aufzugreifen.

Ich für meinen Teil hab´s lieber echt und hole mir das Urlaubsgefühl auf diese Weise,
und mache lieber nicht "einen auf Deko", sondern lebe das einfach.
Und da finde ich auch schon die nächste "alte Liebe",
die mein Herz höher schlagen lässt.


Na, das kennt Ihr ja von mir zur Genüge.
Zur Genüge, hm... doch ich kriege ja gar nie genug davon.
So pittoresk noch dazu und für kleines Geld zu haben.

Ach, wenn ich die da oben sehe, sie später im "Einsatz" erlebe,
dann ist mir das so besonders.
Ich weiß, wo sie gemacht wurden, woraus, wie der Prozess der Herstellung vonstatten geht,
wie schon seit Jahrtausenden...
Der leicht brenzlig duftend, herbe Geruch dazu, den mag ich so.
Ja, diese Kerlchen, sie gehören zu unserem Lebensgefühl unverrückbar dazu.




Da braucht es keine Plastikflasche für viel Wasser und wenig Tensid.
Irgendwie sind sie mir ein Symbol für Ehrlichkeit.
Der hier braucht ja auch keine Umverpackung ;)


Im Kapitalismus-Konsum der scheinbar unbeschränkten Möglichkeiten, des Austauschens und ständigen Veränderns,
fand ich es in jungen Jahren gar nicht so einfach, zu einem eigenen Lebensstil, einem ganz speziellen LebensGEFÜHL zu kommen - 
wie ein ganz eigenes Bild, das man malt und lebt.

Ja, das ist gar nicht so leicht gewesen.
Vieles hat mich abgelenkt und gelockt; 
doch dann ließ ich nach und nach Bewertungen los, den bekloppten Drang, andere beeindrucken zu wollen, 
und merkte ich über die Zeit ja, was sich bewährte.
Der Trend hin zu billigem, schnell auszutauschenden Ersatz, der kriegt mich nicht mehr,
mittlerweile denke ich mir, 
"da müssen die sich für mich schon ´was anderes ausdenken und sich ´mal ordentlich anstrengen", höhö.

Wahres bewährt sich und wird bewahrt 

Im Wust der Gaukelei habe ich schließlich weniges Echtes gefunden und halte daran fest.

ich habe nicht mehr aufhören können, darüber nachzudenken.
Und ich dachte an die Natur, die wir doch alle lieben in ihren Zyklen.
Sie macht das ja auch so mit Altbewährtem - denke ich nur an die Evolution. 

Was sich bewährt...
Ja, das ist es einfach.
Wie auch schöne handgetöpferte, irdene Schalen und Tellerchen.
Langweilig werden die mir nie.




Auch so ein Kerlchen im Reigen ist der einfache französischer Butterkühler für immer streichfähige Butter...
Er passt so schön dazu.


Ja, bei Verbrauchsgut hab´ ich gerne ordentlich ´was im Regal, 
es wird leider von selbst weniger.
Ich freue mir daran sicherlich auch in Jahren noch täglich einen Kullerkeks.
Und es ist das, was mein Lebensgefühl, mein Sein prägt.

Dann stehe ich hier in meinem so einfachen Küchenraum,
und ich weiß, dass hier viel mehr gelebt, gelacht und zubereitet wird,
als in so mancher Hochglanzküche.





Wenn ich dann in zu meiner Kammer gucke,
dann habe ich mitten in dieser großen Stadt immer dieses Landhausgefühl -
noch mehr, seit wir diese Tür und das Fenster einbauten.



Dieses Fenster ist mein großer Liebling, könnte auch ein Stallfenster sein...
Die Plastiktüte (Plastik!?!) im Eimer wird immer wieder verwendet, 
sie hat kleine gestanzte Löcher, und in ihr bleiben die Äpfelchen immer so schön knackig.
Dies ist das einzige Plastik-Getüte, das hier sein darf, 
denn ohne das schrumpelten die Kerlchen schneller.


Und hier, hier lagern sie, mein normaler Knoblauch, der sich im Sand-Bottich versteckt, 
mein geräucherter Knofel, mein fermentierter Knofel, mein Ingwer. 
Ich bin völlig verliebt in diese Möglichkeiten hier - 
dieses kleine Fensterbänklein!
Wie eine andere Welt.

Die Licht- und Schattenspiele hier sind sensationell und ändern sich ständig... sie spielen auf uralten Mauern.



Jedes Mal, aber wirklich jedes Mal, wenn ich etwas hineinlege oder herausnehme, freue ich mich über mein magisches Kämmerlein.
Wahre Schätze, sie kommen und gehen,
es ist so lebendig.

Zur Zeit bin ich übrigens ganz verrückt nach Rübstiel,
Frühlingszwiebeln und dem ersten Bärlauch mit seinen Seidenblättern.
Auch sie sind alte Lieben, die mir diese Zeit des Jahres so beschenken.


All das tröstet mich sehr,
denn nach vorne hinaus ist es ja wenig frühlingshaft für mich -
kein Balkon, dieses Jahr...
Doch zumindest das fiese Plastik, mit dem alles verklebt war,
das ist nun weg.
Taghell ist anders! OIIIII!
So war das hier! So sah es an den SÜDfenstern aus!


Doch vorbei, geschafft, die Fassade liegt mittlerweile abgeschält und bar und bloß,
es wurden keine größeren Schäden entdeckt.
Was für ein Glück!
Und ich finde, ich kann eine Zeit mit diesem Anblick leben,
ich rede mir einfach ein,
"Méa, das hat ´was, ist irgendwie römisch..."



Dies ist über unserem Schlafzimmerfenster, ich finde das sooo schööön...

Nun geht es mit großen Schritten ans fachkundliche Heilen der historischen Fassade, 
mit Klopfen, Pockeln und Ausfräsen.
Die Betriebsamkeit ist nicht schlimm, das steckt mich an, so wusele ich eben auch ganz beherzt ;)
Es wird dann bald nach neuem Beton riechen, das mag ich sehr,
ist es auch nicht gerade ein Frühlingsduft wie der Flieder der hier immer im Frühling erblühte.
Aber was soll´s, ich habe ja die Parks und die Alster hier gleich um die Ecke,
und der Flieder, der wird neu gepflanzt.

Das wollte ich gerade freudigst mit Euch teilen und freue mich auch darauf zu sehen, was Ihr gerade so macht und denkt.

Bitte schickt mir aus dem Süden Wärme,

Eure Méa,

die Stillvergnügte, die nun zum Biomarkt seppelt ;) ,
die Kammer ist ja schon wieder ganz leer, habt Ihr ja gesehen...


F ür alle, die Interesse an meiner Ateliersarbeit haben,
die nun erst langsam wieder anrollt,

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DANKE :)

Kommentare:

  1. SELTEN sooooooo ah HÜBSCHE KATZ gsehn,,,,,,

    und bei DIR wirds mir nia LANGWEILIG zu schaun,,,freu,,,freu

    wünsch da no an feinen ABEND
    bussale bis bald de BIRGIT

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    1. Birgit, wie schön, dass Du noch dabei bist, da freu ich mich. Und der Hobbit ist wirklich unser großer Schatz, der ist so ein Netter - allerdings ist er eifersüchtig gewesen, dass ich so lange die Töpferware angeguckt habe (mit der Kamera), da wollte er uuunbedingt dabei sein, und ich musste ihm versichern, wie wuuuunderschön er ist, der Schööönste überhaupt ;)), da war er dann beruhigt.
      Hab es noch wunderbar, bei euch ist der Frühling ja bereits viel weiter als hier, liebe Grüße von der Méa

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  2. Liebe Méa, ich habe das Gefühl, dass ich Stück für Stück immer freier werde und leichter, in dem das Alte,
    die Einflüsse und Manches, was ich irgendwann mal übernommen habe weg fällt. Geht es dir auch so?
    Dass ich Schritt für Schritt näher an meinem Kern bin.
    Daran, was meins ist - und das sagt mir mein Gefühl - was eine Art Verbundenheit und ich möchte fast schon sagen - Verschmelzung mit mir angeht. Und ob ich meine erdigen Bolls mit Marseiller Seife spüle oder meine Zähne mit Aleppo putze,
    es begleitet mich das Gefühl der Befreiung und das ist auch das, was mich trägt.
    Wenn ich tagtäglich die Menschen erlebe, wie ahnungslos sie Geld ausgeben für „schicke Sachen“,
    die in Wirklichkeit nichts mit ihnen zu tun haben, nur die armen wissen es nicht,
    weil sie (noch)nicht in sich zum Horchen gelernt haben, dann bin ich froh und fühle mich frei.
    Dann genieße ich auch das Andere, was ich habe und wie ich lebe,
    dass so anders ist und so einfach auf eine besondere Weise.
    Wir lieben beide dieses Wort ARCHAISCH und es kling in meinen Ohren schon fast heilig.
    Hab es frühlingszauberhaft, ich drück dich, deine Grażyna

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    1. Ja, da haben wir ja so oft darüber gesprochen, und ob es mir so geht. Ich merke nur, manches Mal hänge ich noch sehr an Materie, dann will ich alles los sein, dann wieder nicht. Der Kern schält sich immer mehr heraus, und ich denke, jedes Jahr komme ich einen groooßen Schritt weiter voran. Ich weiß noch, wie Du angefangen hast, als ich Dich mit der Alepposeife ansteckte, so viel ist seither passiert und zu Deiner Welt geworden. Das, was Du über die schicken Sachen sagst, die nichts mit den Käufern selbst zu tun haben, das ist ein treffender Gedanke. Genau. Ihr Selbst ist noch klein, und manches, fürchte ich, verkümmert, seine Stimme so leise und ungehört, weil keiner in sich hinein lauscht. Es würde Konsequenzen fordern, das macht Angst, daher wird das leise Stimmlein verdrängt, doch man muss ja nicht alles auf einmal ändern, es sei denn, man will es. Nun ich will noch weiter dorthin, zusammen können wir uns schööön anstecken, gegenseitig. So richtig frei fühle ich mich noch lange nicht, ich muss noch ein dickes Stück weiter an mir arbeiten. Aber Du weißt ja auch, dass da so einige böse Stolpersteine auf meinem Weg lagen. Ich habe auch für vieles Verantwortung übernommen - das Gepäck ist nicht leicht.
      Ja, archaisch, seit meines Studium von C.G.Jung ja eh mein Lieblingswort, das ist schon wundervoll. Universell und aus Urzeiten, wie auch Urängste. Tiefste Seelenbilder um diese Kerne herum, in Märchen und Mythen auftauchend, Seelenthemen der Menschen, der Anima.
      Nun, ich bin gespannt, was nun am Ende diesen Jahres steht für mich. Bis jetzt war ich ganz schön tapfer und habe bereits so einiges gemeistert. Da bin ich so froh, so viel Kraftspendendes um mich zu haben - Wahres eben.
      Lass Dich ganz lieb drücken und bis ganz baldigst, Deine Freundin Méa

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  3. Moin Du liebe Méa,

    nicht mehr oft bin ich im Bloggerland, die Liste meiner tu-es ist lang und länger und vielfältig und noch vielfältiger. Hat auch was Gutes, das lenkt ab, dass ich fast schon pensionsreif bin. Zumindest nur auf dem Papier, im wahren Leben bin ich Mitte 30, hihihihi.

    Glücklicherweise war ich mal kurz da und entdecke Deinen neuen Post.
    Wundervolle Fotos sind es, die Du uns schenkst und Einblicke in verborgene Ecken.
    Altbewährtes ist für mich zwiespältig. Zu oft habe ich gehört, wie wichtig Tradition ist, dass man das und jenes immer schon so gemacht hat, dass es sich so gehört..... Das war für mich bremsend und hat mir die Luft genommen, hat meinen Wunsch nach Freiheit untergraben und hat mich festgehalten in einer Struktur, die nicht meine war.

    Altbewährtes schöpft aber auch aus den Wurzeln unserer Ahnen, die noch in Kontakt mit den irdischen und den kosmischen Kräften waren, die den Rhythmen der Natur folgten. Solch Altbewährtes hat eine ganz andere Substanz und eine Tiefe und Innigkeit, die eine Tradition, die aus einem religiösen Kontext und den damit verbundenen Angst- und Schuldgefühlen niemals liefern kann. Das macht für mich den Unterschied.

    Ich mag meinen Geist immer wieder mit Neuem füttern und das halte ich für essentiell wichtig, damit ich neugierig bleibe und mich selbst ausdehnen lerne in Bereiche, in denen ich vorher noch nicht war. Aber immer wieder dasselbe zu lieben, weil es sich in einer natürlichen Abfolge wiederholt, ist ebenso lebensnotwendig, weil es den Wurzeln den Halt gibt, damit sie nicht verkümmern.

    Ich schicke Dir eine gaaaaanz große Ladung Wärme in den Norden. Wir hatten schon einige Tage weit über 20 Grad. Und durch den Regen heute schießt das Grün so heraus, dass man fast schon zusehen kann.

    Ein dickes Drückerle Deine Veronika


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    1. Ja, das ist schon zweischneidig mit "Tradition" - die schnürte einem oft die Luft ab, Entwicklung hemmend. So ging es mir auch, absolut! Und daher wurde viel Gutes "mit dem Bade ausgeschüttet", weil man sich befreien wollte. Doch so einiges war eben wirklich großartig, und leider als rückständig gesehen. Heute sieht man den Fortschritt hoffentlich ein wenig kritischer (ich denke nur an die ach so tollen neuen Tenside, die die Gewässer damals kippen ließen).
      Doch das Wahre, das verliert nicht an Wert, es kristallisiert sich heraus, und ich finde, gerade jetzt in dieser Zeit. Ich denke, dass Traditionen, vor allem der Urahnen, damals durch die Hitlerzeit so besudelt wurden, der hat da einfach z.B. die Lichterfeste hergenommen, die ganzen Urbilder ausgenutzt, und selbst so etwas wichtiges wie Disziplin war mit Dreck beworfen.
      Ein Macho, der sich da so einiges manipulativ schnappte und umfunktionierte. Und die Kirche, die so viele in innere Fesseln z.B. der Schuld legte, um sie brav und gefügig zu kriegen... Ach, ja, die Revolte tat schon Not.
      Die Natur, die gibt mir mit ihren Themen so einiges zu knabbern, führt mich auf einen anderen Weg, einen, auf dem ich mich Stück um Stück meinem Selbst annähere. Und es fühlt sich so viel besser an, als die gängigen Pfade der Gesellschaft um mich herum.
      Deine Sätze sprechen mir in so treffenden Worten aus der Seele, so hätte ich das eigentlich schreiben wollen, jaja, Du und das Hummele, ihr habt da echt eine unglaubliche Gabe - und ich bin da immer so umständlich, ihr erfasst das immer so ohne Umwege.
      So ist mir Dein Kommi solch ein Geschenk :)) Auch, dass Du noch mit mir bist, obwohl Du gerade so viel umkrempelst, hab vielen Dank dafür.
      Ja, lass uns unseren Geist mit Neuem füttern, unsere Entwicklung, und dabei die Wurzeln tief versenken.
      Die Wärme will nun auch bei uns dazu kommen, da geht dann alles besser voran, als mit hochgezogenen Schulter :)))
      Lass Dich lieb drücken, Veronika, Deine Méa

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    2. Klar bin ich doch noch bei und mit Dir. Deine Posts versetzen mich immer wieder für ein paar Augenblicke in eine völlig andere Welt, das ist wie eine kleine Auszeit. Das möchte ich auf keinen Fall missen, selbst in der umtriebigsten Geschäftigkeit. Und mal ehrlich, wenn diese paar Minuten nicht mehr überbleiben, dann mache ich grundsätzlich was falsch.

      Es ist doch immer wieder erstaunlich, das vergleichen und so. Ich liebe Deine Umschweife, das ist schon fast mäandern, Deine Formulierungen, die Bilder erzeugen, hach herrlich. Ich bin so kurz und knapp, hat auch was, aber Deinen Stil mag ich fast noch lieber. Aber es ist glücklicherweise ja kein Vergleichen um danach unglücklich zu sein, vielmehr freue ich mich an der Vielfalt.

      Ich wünsche Dir sehr, dass Du nun dauerhaft - na ja bis zum nächsten Winter - die Schultern senken und entspannen kannst. Wir haben fast schon Sommer.

      Allerliebste Grüße und einen dicken Drücker Deine Veronika

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  4. die magnolien heissen hier ja tulpenbäume - und so mag ich sie am liebsten - riesengross stehen sie vor den alten häusern herum......
    wir bahnwärter sind dann wohl auch ein wenig autistisch, gestrig, gaga mit unserem hang zu klassikern und echtem. könn´ wir mit leben :-D
    der kater macht seinen statistenjob wirklich prima!
    xxxx

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    1. Ja, Tulpenbäume, stimmt, den Namen habe ich auch früher immer gesagt. Beate, Katerchen will IMMER mit auf´s Bild, auch wenn hier ein Foto-shooting ist, zack, ganz ZUUUUFÄLLIG natürlich saß er VOR dem Motiv und brachte alle zum Grinsen, der Schlingel :))
      Oder er sprang in die Fototaschen, DAS ist auch so eine Lieblingsbeschäftigung von ihm.
      Hab es fein, bei euch erwacht nun auch die ganz Natur, es wird so fein, alles alles Liebe, Deine Méa von der Baustelle

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  5. Liebste Mea,
    so viel Wärme hatten wir in den letzten beiden Tagen auch nicht sonst würde ich dir was hier vom Süden abgeben, aber die versprochenen Temperaturen gabs halt nicht. Wie schön und zauberhaft der Hobbit mit den Magnolien aussieht, ja passt perfekt wunderschöne Blüten an Madonna und Hobbit, eine gelungene Kombi, ich liebe die Magnolien und der Nachbar hat ein hübsch blühendes Bäumchen gerade dazu bräuchte es nur noch einen blauen Himmel, aber so verschwindet er im Nebel mit all seinen hübschen Blüten.
    Wunderschön war dein Rundgang durch die königliche Speisekammer, hab einen schönen Tag und fühl dich geherzt vom Reserl

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    1. Reserl, liebste Tatjana, viiielen Dank. Hier ist ja gerade Baustelle, so gehe ich oft nach hinten (Nordseite, schön ruhig), da ist alles noch heile. NOCH. Oi. Denn da kommt nun auch ´was auf uns zu.
      Na, ich werde berichten - und muss viel hier drinnen sein. Naja, geht auch ´rum.
      Hab es zauberschön und gewärmt, nu ist mal gut mit Bibbern, alles Liebe Dir, grüß und knuddel die Vierpfotler, Deine Méa

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  6. ja Mea, mir geht es da ähnlich - ich bau hier was um und denke: hm, eigentlich "kenne" ich das schon, war doch vorher nicht viel anders. ............. aber weißt Du was: ich denke, das bedeutet auch "angekommen" zu sein. Und das finde ich widerum ein sehr schönes Gefühl!
    UND warte mal die Tage ab - ich hatte einen "Brain" und vor allem, jetzt werden sie "helfen".............. Du weisst es vielleicht noch?
    Auf jeden Fall: ich lese bei Dir IMMER mit - auch wenn ich derzeit wirklich nur spärlich kommentiere.
    Fühl Dich gedrückt (und ich fühle mit Dir mit dem fehlenden Balkon), Jacqui

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    1. Jacqui, wie lieb von Dir :) Ja, einen Hafen haben, Wurzeln, aus denen man echte Kraft tanken kann. Bilder, die einem gut tun, auch wenn hier in meinen kleinen Hallen das Licht spärlich ist. Dafür hat es eine andere Qualität und ist manchmal wirklich magisch - ein wenig düster, aber magisch. Hat ´was.
      Übermorgen ist noch so eine Heimsuchung angesagt, wahrscheinlich müssen hier alle Rohre (IN der Wohnung) ausgetauscht werden. Ich werd noch verrückt, oiii, aber ich hab´s ja die ganze Zeit affirmiert mit dem Aufräumen, alles bloßlegen, ausmisten. Doch SO hab´ich´s auch nu nich gemeint, SO gründlich, ach Du je. Aber was nicht mehr gut ist (Vermutung Bleirohre), soll ja auch raus. Die Gasrohre werden wir auch genau unter die Lupe nehmen. Ich esse nun eine Portion mehr, sonst verschwinde ich noch ;))
      Hab es fein und ruhig, aber gar nicht langweilig, Deine Méa von der Baustelle

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  7. Ja an Dingen hängen ist schon so ne Sache. Aber Mal ehrlich, wenn's denn doch irgendwie immer die selben Dinge sind zeugt das ja auch von Treue. Und wenn's dann noch sinnvolle Dinge sind naja mein Gott dann glaube ich sollte man sich da keine Gedanken machen. Klar man soll ja immer Mal neues probieren aber warum soll man was ändern was über die Zeit gut war. Ja Magnolien sind so schön, ich hab im Garten einen riesen Baum und der steht jetzt in voller Blüte, oh ja das ist sooooooo schön. Leider bleiben die noch all zu lamge. Im Haus hab ich ja keine Frühlingsblumen nee mag keine Blumensträuße, das weiß zum Glück jeder und ich bekomme auch keine geschenkt. Aber draußen da finde ich sie wunderschön. Ja die Sonne bringt jetzt immer mehr zum blühen sogar die ganzen Obstbäume blühen und ich hoffe das kein Frost mehr kommt, sonst gibt's wieder keine Ernte wie letztes Jahr. So nun werde ich mich Mal langsam ans Rasenmähen machen, das Gras wächst jetzt wie irre, kannste zu gucken. Mealein ich drück dich ganz lieb... bis bald Anja

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    1. Anja, ohhh, bei Dir wird´s jetzt immer noch schöner, es wird "cottagen", gelle? ;)) Und der Frost wird erst mal nicht kommen, der soll mal schön die Blüten in Frieden lassen... Ja, es ist eine spannende Zeit, es entfaltet sich da so einiges.
      Und hier herum in den Parks, ach, da ist es wie in einem Disneyland, fast schon unwirklich schön... Ich gehe nun gezwungenermaßen mehr nach draußen, gefääährlich, denn da tue ich ja weniger, nüchwahr? Höm.
      Hab es fein und sonnenselig, endlich Wärme, ach, das tut dem alten "Gebälk" gut (ich meine meine Knochen ;)), lass Dich lieb umarmen, Deine Méa

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  8. Liebe Méa, ich würde mal so sagen: Wenn die Dinge, an denen wir hängen, unser Leben bereichern, wenn sie uns wirkliche Freude bereiten und wie kleine helle Fünkchen in unserem Alltag präsent sind, dann haben sie zu 100 % ihre Daseinsberechtigung. Wenn es ausserdem Dinge sind, die "wertvoll" sind im Sinne von handwerklichem Geschick, das sie entstehen liess wie Keramik, wenn sie aus guten, echten Zutaten bestehen wie die Seifen oder wenn es geliebte Möbel sind, die man selber hergerichtet hat- warum sollte man sich dann Neues, Anderes anschaffen? Das hat für mich in keinem Fall etwas mit mangelnder Flexibilität zu tun, sondern mit Bewusstsein. Für Wertiges und Ungekünsteltes. Daran kann nichts falsch sein!
    Irgendwann in seinem Leben kommt man nämlich auch zur Erkenntnis, was das Richtige für einem ist. Und was man getrost beiseite lassen kann. DAS finde ich grossartig! Denn es bringt innerliche Ruhe in ein Leben und Ausgeglichenheit.
    Der Geist aber, der soll bitte schön wach bleiben und aufnahmefähig. Offen für viele optische, akustische und gedankliche Reize. Wenn die Balance zwischen dem Liebgewonnen und dem reizvollen Neuen gegeben ist, wenn man weiss, welche Werte einem erden und Sicherheit geben und wenn man andererseits sensibel bleibt, dann ist doch alles in schönster Ordnung!
    Fröhliche Frühligstage und Hummelzsummundbrummherzensgrüsse!

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    1. Ja, ne? Wie kleine helle Fünkchen,glatt manchmal ein kleines Feuerwerk. Und die Einladung zum Träumen - von der Provence (wie sie in echt gar nicht ist, sondern, für was sie für mich steht). Und tataaaa, das war´s, das Wort (Du wieder ;), BEWUSSTSEIN, das hab ich gesucht und nicht gefunden. Genau, das ist es, was ich da noch hätte im Post unterbringen wollen.
      In diesem Sinne, einen ganz verständnisinnigen Drücker, mein liebes Hummele, Du Wortfinderin, ich suche noch ein Weilchen, höhö (aber Du bist ja eh jünger als ich), Deine Méa, die Wortverschusselte

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