Donnerstag, März 30, 2017

Wenn König kokelt - der Brandgeruch muss weg!

Die kleine Provençe stinkt!

Und das NACH Renovieren und Frühjahrsputz!
Natürlich.
Und genau in der Zeit, in der ich im Atelier so richtig loslegen will...

Oh, ich könnte aus der Haut fahren!
Alles STINKT. ALLES!!!
Ich mag es ja wirklich archaisch, doch DAS?! Nein. Archaisch STINKEN soll hier gar nichts!
Auch nicht episch und dramatisch!
Aber das tat es!
Oh, ich kann Euch sagen.
Ich hätte vielleicht nicht davon schreiben sollen, wie gerne ich im März streiche (= Märzrappel).
Und ich hätte nicht laut sagen sollen - BEVOR der März um war -, dass ich mich aufgrund des tollen Wetters auf Ausflüge freue.

Nun, Ausflüge waren gestrichen. Atelier auch. Ich blieb meist in meiner Küche… 
die keine mehr war!

Das Grauen in derWand

MIR passiert ja sowas nie.
Nicht, weil ich ein Übermensch bin, nö, aber was Kerzen und Herd anbegeht, bin ich Neurotiker mit zwanghaftem Kontrollcheck, den ich immer durchführe, auch wenn ich WEISS, ich habe gar nicht gekocht. Trotzdem. Ich gucke IMMER - ob alles aus ist.
Auch die Kerzen.

Der König hatte für das Katerchen noch Knochenfleisch von einem winzigen (!) Hühnerschlegelchen ausgekocht.
Für uns als Vegetarier immer eine ziemliche olfaktorische Zumutung, 
aber die warme Brühe über liebevollst geschnippeltes rohes Hühnerfleisch liebt unser Familienfellbaby eben doch zu sehr.
Für ihn tun wir ja alles. Und diesmal war "Papa" dran.

Dann ging Papa König schlafen. Seelenruhig. Die Platte aber war immer noch an. Ja, Duftlampe ´mal anders.
Auf niedriger Flamme war sie eingestellt, irgendwann war dann naturgemäß alles an Wasser entwichen, und das Kochgut begann zu kokeln. Eineinhalb Stunden wohl.
Wir hatten jedoch Glück. Ja, so ein Glück...
Unser Spätaufbleiber nämlich, Prinz in Schlafanzughosen, kam mit zu Recht empörtem Gesichtsausdruck zu mitternächtlicher Stunde in unser Schlafzimmer gepoltert und proklamierte bebend: 
"Die Küche ist VOLLER RAUCH!"

Nun, die königlich-elterlichen Hoheiten waren mit einem Schlag wach und sprangen aus den Betten, als wären sie bis auf die Zellstrukturen seit ihrer Geburt darauf programmiert worden, 
und mit gefühlt einem Satz waren wir am Brandherd.
Es bot sich ein schauerliches Bild, als hätten wir Bewölkung auf der Linse!
Hinter schönsten Sprossenglastürchen und kurz vor dem Rauchmelder war alles voller weißem Qualm!
Alles... Die gesamte Küche.


Der Topf wurde sofort hinaus geschafft (mein Lieblingstöpflein!!!), ...
So winzig! - und kann einen ganzen Raum in eine stinkende Hölle verwandeln!



Ein ausgiebiges Lüften (bei 1° plus) im Nachthemd,
der Rauch verzog sich,
und die Gefahr war vorbei.
Doch der infernalische Gestank blieb.
Und es war nicht nur der Geruch wie nach einem Brand, 
das war wirklich EKELERREGEND!

Anmerkung: Hobbit indes hatte bewiesen, er war als Wachhund völlig ungeeignet. Den Popo an die Wärmflasche gedrückt, wonnig verdreht, Kehlchen nach oben - Katzibesitzer kennen diese Position - war ihm alles schnurz.

Ich, einstige Königin meiner kleinen Provençe, war völlig verzweifelt.
Mein Reich war in ekelerregendem Gestank versunken!
Es war SO schlimm, dass hier alles nicht mehr bewohnbar erschien!
Wir waren geschockt.
Beißend und eklig, als säße etwas Böses, sehr böses Altes und Verschlagenes in den Wänden!
Die erste Maßnahme, die ich gegen den beißenden grauenhaften Krematoriumsgestank (´tschuldigung) ergriff, war,
den König mit Schmähungen zu überhäufen 
(BIST DU BLÖDE???!!!).
Eine gute Maßname, die zumindest den Adrenalinpegel herunterfuhr – also meinen!

Der Morgen danach

Nach einem sehr kurzen und nicht besonders tiefen Schlaf in zugigen Räumen erwachten wir in der klaren Bewusstheit:
Das WAR kein Traum gewesen.
Natürlich nicht – denn bereits im Schlafe war es wie Rauchschwaden durch mein den Kontrollinstanzen weitestgehend entzogenes Hirn gewabert: „Äaachhhh, was stinkt hier nur so?“

Nun ging es schnell ans Handeln, bevor der Gestank noch tiefer ins Mauerwerk kroch!
Die Kinder eiligst in ihren Zimmern mit Frühstück versorgt, Pausenbrote gemacht, war ich froh, als sie endlich ´raus waren und in der Schule!
Nun konnte es losgehen -  in der zunehmend heftig auskühlenden Wohnung.
König ging in die Arbeit, diesmal beneidete ich ihn glühend darum.
Und nein, ich war ´mal lieber nicht dankbar, dass es hätte viel viel schlimmer kommen können, 
denn ich brauchte ja die Wut, um überköniginnenhafte Kräfte zu entfalten!!!
Und so machte ich mich als schnöde Ent-reichte ans Werk,
mein geliebtes Küchlein und die verpestete Wohnung zurückzuerobern.
Erst ´mal wurde Tante Google befragt. Essigwasser, Kaffeesatz etc. ..., 



alles alles, aber auch alles rausräumen ...



... und putzen, putzen, putzen... ALLES!!!
Da hilft gar nichts!

Ganz besonders beäugt wurden Metallteile, denn die ziehen Brandgeruch geradezu wie Magneten an (Zink vor allem, oiii, und mein ganzes Silberbesteck erst, das ich komplett putzen musste...)


Doch nein, DAS alles war KEINE gute Idee!
Also, ich KANN Euch vielleicht sagen:
Kaffeesatz in den Ecken, der ja aufgrund von hygroskopischen Eigenschaften den unerwünschten Geruch aufnehmen soll
 und Essigputzwasser,
dazu der beißende Brandgeruch 
= brenzliges Erbrochenes.
Ja, anders kann ich es nicht beschreiben.

Ich hatte,
- wahrscheinlich aufgrund der Dämpfe - ,
die spontane Vision von einem Jabba the Hutt,
der in einer Ecke meiner Küche vor meinem süßen Provençetürchen saß/lag und rülpste.
Er hatte sich üblen Tabak ´reingezogen, und nach billigstem Fusel hatte er sich danach noch ´nen Kaffee genehmigt, 
um anschließend alles wieder herauszuko..en - 

nun sah er mich fragend an, wann ich die Schweinerei bitte wegputzen wolle.


Das Problem aber war, ich HATTE alles ja bereits dreimal mit Essigwasser geputzt! 
Auch die Schränke!
Innen, oben, unten, hinten, quer und längs, seitlich, 
sogar die Wände!
Der König am Abend noch einmal Wände, die Decke... (was ja alles kurz zuvor so schön und liebevoll frisch renoviert worden war...)
Doch es staaaank und stank. Igitt - solch ein ekliger, säuerlich-brenzliger Geruch, baaaaaaahhh!
Und ich habe immer so gerne lieben Besuch! 
Nun ging das aber nicht mehr. DAS konnte man niemandem zumuten.
Dauerlüften mit Dauerdurchzug, auch in der Nacht, das ist zudem wirklich nicht gemütlich... BIBBER!!!

Ach, es war einfach schauerlich. In einer abgewrackten Hafen-Spelunke roch es im Vergleich hierzu geradezu frühlingshaft!


Die Erlösung

Was wirklich half, war Sonnenlicht (UV-Strahlung) und die Stadtluft (ausnahmsweise erwünscht: Ozon).
Alles, was wir gründlich gereinigt hatten, 
wurde, so möglich, hinausbefördert und ging in die "Frühlingsfrische".
Was eben unser kleiner Balkon aufnehmen konnte.
Das half im Handumdrehen.


Kein Geruch mehr da.

So viel Arbeit. Aber so konnte ich nun auch hier verputzen und streichen,
was versäumt worden war...


Doch Wände und Decke konnten nun nicht hinausgetragen werden,
auch der große schwere Holzschrank nicht (stürzt der Balkon ab???) -
und vor einem giftigen Ozongerät (Ozon püffelt zudem auch gruselig) scheuten wir nicht zuletzt aufgrund des Katerchens zurück.
Da dachte ich mir, und ich bin wohl wirklich unverbesserlich:

Wenn man wahrlich königlich ist, heißt das, 
aus schlimmen Situationen noch ein Fest zu machen -
denn normal feiern kann schließlich Hinz und Kunz!
Also:

WIR MACHTEN EIN FEST DRAUS!
Denn... ist in der Provençe zum Frühjahr nicht die Zeit der Zitronenfeste?
Na dann, los geht´s, stilecht und königlich!



Diese hier hatte ich mir mal eben vom Markt geholt, nebst einem ganzen Stoffbeutel voller Zitronen -
war froh, ´mal rauszukommen!
Das Große wie das Kleine sind Amalfi-Zitronen 
(ja, aus Italien, aber aus der Provençe habe ich so schnell keine bekommen, höhö).
Die großen kannte ich als Zitronatgrundlage, aber man kann sie auch wunderbar zum Kochen verwenden! Das Weiße.
Denn schließlich wollte ich ja stilecht etwas aus der Katastrophe machen, 
n´est-ce pas?
War übrigens sehr lecker.
Nennt man wohl Galgen-, äh, Zitronen-Humor!


DasZitronenfest in der Provençe

Während wir hier gerade aus dem Quark kommen, es heftig frühliert und der Winter sich davonschleppt,
ist es ja in der Provençe bereits viel weiter...


Menton in der Provençe war vor ca. hundert Jahren einmal Europas größter Produzent von Zitrusfrüchten.
Ein Wirt machte dort Furore, als er neben Blumen auch Zitrusfrüchte dekorierte, ja,
eine ganze Gartenausstellung veranstaltete er.
Und schließlich zogen gar ganze Wägen voller Zitusfrüchte alljährlich durch die Straßen Mentons - sie wurden immer kunstvoller.
 Ab 1933 dann wurde das Spektakel als "Fête du Citron" jedes Frühjahr aufgeführt.


Na, dann ist ja jetzt wirklich Frühling, nicht???

Unser Zitronenfest dagegen sah... etwas anders aus.
Hier wurden die Zitronen an altem Holz zermatscht!
Dazu sang ich frei und laut nach Goethe das Lied,
"Kennst Du das Laaaaand, wo die Zitroohoneen blüüüühn!?
Dahiiiiiin, dahiiiiiiin will ich ziiiiiehn!!!" - 
jawohl, der König musste schließlich leiden!

Zwischendurch schimpfte ich noch wie ein Rohrspatz, jawohl, lange und ausdauernd, Strafe musste schließlich sein,
denn es hätte wirklich bööööse ausgehen können.
Ein wütender König arbeitet ja auch doppelt so schnell.


Wir hatten also eine sehr zitronige Zeit!


Unser Schlossschrank hatte besonders in den unlackierten, rohen "Stellflächen", seines alten Holzes besonders viel Geruch aufgenommen!
Und aus rohem Holz geht eigentlich gar nichts mehr raus, egal, wie oft ich putzte!
Sogar frisch abgewaschene Tassen stanken nach ein paar Minuten darin einfach bestialisch.
Mit den Zitronen aber gelang der erste Schritt. Der zweite war Soda.



Die Reste der so Ermeuchelten standen überall herum und halfen uns beim Atmen wie auch ein Topf mit köchelndem (nicht kokelndem!) Zimtwasser.

Brandgestank aus rohem Holz bekommen:

1. Schritt: Säure

Zitronen (nicht Essig).
Ein wenig zerdrücken und als Schwamm missbrauchen, 
alles damit einreiben. 
Ein bisschen einwirken lassen, dann mit klarem Wasser nachwischen.

2. Schritt: Lauge
Viel Soda in heißem Wasser auflösen und so heiß, wie es nur irgend geht, damit noch einmal über alles wischen 
(Vorsicht: Das ist eine starke Lauge, gut lüften, Haut und Augen schützen,
ätzt leider ein wenig den Lack an, das püffelt auch erst einmal eklig, 
aber wurschtegal, mit klarem Wasser beruhigt sich der Lack dann auch wieder).
Vorsicht, wenn es auf lackierte Flächen heruntertropft, das gibt blöde kreisrunde Flecken, da es den Lack über die Zeit auflöst!

3. Schritt: Wasser zur Neutralisation
Sofort nochmals gründlich wischen, nun mit reichlich klarem Wasser.

Danach: Ein duftender Schrank!


Nun hatte ich alles an Holzmöbeln gerettet - und das nachhaltig.

Doch der wirklich zum Würgen reizende Gestank ist nun einmal meist OBEN, da der Rauch eben gerne hochkriecht!
So auch bei uns.

Und OBEN heißt Decke und die obere Hälfte der Wände, vor allem die Ecken.

Brandgestank aus Wänden und Decke bekommen:

Hierfür nur eine sehr starke Lösung aus Soda und heißem Wasser nehmen, 
die wir diesmal viel länger einwirken ließen 
(ca. 1 Stunde).
Mit viel klarem Wasser abwaschen, 
die obere Farbschicht der Wandfarbe gleich mit, in die sich ja der Brandgeruch eingenistet hat.

Wenn man Tapeten hat, hat man ins Klo gegriffen - das kann nicht dran bleiben.
Bin ich froh, dass wir diese blöde Decke damals nackig gemacht hatten!!!

In den Ecken mussten wir die Behandlung ein paarmal wiederholen - aber nur da, sonst reichte es einmal.


Zum Schluss, um auch das letzte Gestänklein zu killen, 
das noch lebte,
nahm ich dann ein spezielles Spray.
Man kann es auf die gereinigten (!) Flächen sprühen.
Ratzfatz ging das, es roch nach einem sehr leichten Parfüm,
das ich ertragen konnte, eher ein Duft nach frischer Wäsche und Gebügeltem.
Nun, ich mag eigentlich kein Parfüm außer Kölnisch Wasser, schon gar nicht in der Küche, 
aber die Mikroorganismen in diesem Spray,
das völlig unschädlich ist,
die futterten TATSÄCHLICH im Handumdrehen den letzten üblen Püffel auf.
War wirklich zum Staunen!

Das Ergebnis

1. Wir kennen nun wirklich jeden Millimeter unserer Küche ganz genau.
2. Wir wohnen in einem Zitronenhain, in dem Zimtwölkchen umherziehen.
3. Wir haben die bestgeputzte Küche dieser Welt - 
solch einen gründlichen Frühjahrsputz hatte wohl keiner, sogar die Rückseiten der Möbel sind mehrfach gewaschen.
4. Der König weist eine gewisse Langsamkeit seiner Bewegungen auf...
ich auch.
5. BIN WIEDER KÖNIGIN :), trotz Muskeltiger.
6. Muss die Küche streichen - aber macht ja nichts,
bin ja das rituelle Pinselschwingen im März gewohnt... 
grrrr...
Ha - und die wird schöner als je zuvor!


Nachwehen
Bitte ich nun den Prinz um Hilfe in dieser unserer Küche, 
schnaubt der nur: 
"Müsste ich eigentlich gar nicht - wenn ich nicht gewesen wäre, hätteste gar keine Küche mehr, die de putzen könntest! Hab´uns gerettet!"
Hm. So ein Mist. Recht hat er.
Die nächsten Jahrtausende wird das also als Ausrede verdammt gut ziehen...
Was macht Mutter da, um nicht den völligen erzieherischen Kollaps zu erleiden, oiii?


Das Katerle musste zudem Überstunden machen, mir beizusitzen -
was "Mama" da machte, war einfach zu interessant!




Was lernen wir Könige daraus?

1. Der König lernt, alles zu timern (!) UND den neurotischen Immer-Check-ob-alles-aus-ist nun auch selbst durchzuführen. IMMER!
2. Ich: Bevor Du heulst, mach´ein Fest und ´nen Post draus!
3. Ihr, falls Ihr das überhaupt wissen wolltet: 
Mit Zitrone und Soda wie beschrieben, kriegt Ihr tatsächlich sogar Brechreiz erregenden Gestank nachhaltig aus Holz UND Wänden!

Gott sei Dank! 

Ausgerappelt - ich darf wieder ´raus!
Was für ein März.
Der April
kann nun endlich auch für mich beginnen...

Eure geräucherte Méa,
wieder mit Königreich 
und Zitrushain

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Samstag, März 25, 2017

Die Küchenreling goes "Provençe"

Frühlingserwachen - der Märzrappel geht in die Endrunden...




Für uns Großstädter sind ja unberührte Laubwälder ein wahres Staunen.
Wälder, die nicht schon wieder aufhören, 
als habe man dadurch einen bösen Zauber gewirkt, sie betreten zu haben!

Diese Wälder hier aber sind geschützt, da wird nicht "ge-investort" und hier wird nicht gefrackt.
Hier darf man nicht mal Pilze mitnehmen.
Und das ist gut so.

Solche Straßen, an sich schon der Verzückung wert...


Da gibt es wunderhübsche alte Häuschen und weite Erd-Wege, die einen durch uralte Laubwälder führen...


Freundliche Osterhasen gibt es dort auch ;))




Und Ostergraswiesen, die im Wind wie Brandung rauschen ;)


Insektenhotels de luxe...





Ein Laubwald im März...

Es war uns auch ein wenig seltsam zumute.
Auch wenn es schön war, unsere Wanderung durch einen (beinahe) reinen Laubwald im März - es war seltsam, wirklich.
Sicherlich, Blattknospen all überall,
und die Sonne spitzte hie und da zu uns herunter –
aber man sah eben noch keine Blätter,
kein grünes Laub.
Da waren nur nackte Äste, die sich dem Himmel entgegenstrecken oder fächerförmig auf das Entfalten der Blätter warteten.
Doch dies setzt sich eben erst zum Vollmond der erwachenden Bäume so richtig in Gang.
Und der ist schließlich erst Mitte April.

Wehte nun aber ein leichter Wind, hörte man ihn trotzdem.
Als machtvolles Brausen und so manchem Ächzen und Knarzen.
Das Unterholz und die Äste boten genügend Resonanzfläche, 
was einen ganz befremdlichen, ich würde glatt sagen, "heiligen" Eindruck auf uns machte.
Das war schon ein Erlebnis, kann ich sagen.
Das hätte ich so nicht erwartet, da ich meist Nadelholzwälder oder bestenfalls ein wenig Mischwald kannte.
Der Wald war wie ein einziges großes Wesen...,
und ich hatte beinahe das Gefühl, ich müsste mich für unser Kommen entschuldigen- 
zumindest aber war ich voller Demut.
Ja, ich war ein wenig eingeschüchtert.

Die Vöglein, sie waren unsere Freunde,
da sie mit ihren wunderschönen Stimmen Fröhlichkeit in all der "Andacht" verbreiteten - sie haben anderes im Sinn und kennen ihren Wald.

Und nun sind wir natürlich völlig gespannt darauf, wie wohl der Wald zum Blättermond ist!
 Da fahren wir dann wieder hin :)

Ab an die Reling!

Wieder heimgekehrt mit neuer Kraft gingen wir es an,
unseren Märzrappel noch einmal so richtig zu nutzen,
und etwas zu verändern, was wir schon so lange machen wollten.
Die Paneele unserer Küche, die waren alles andere als provençelig,
und da sich alles hier verändert hatte, fiel dies nun doch sehr auf.
Damals mit einem Grau gestrichen, das nun gegilbt hatte, 
hatte es eher den Charme der Sixties
(wie ich auch, höhö – Gott sei Dank gilbe ich nicht, ich nehme zur Zeit eher ein elegantes Grau an ;).

Hier das Vorher, das so manches Foto und die Atmosphäre verschlechterte, da das Holz nicht sichtbar war –
hätte auch Plastik sein können, findet Ihr nicht?


Das war nun nicht das Urlaubsgefühl, das das übrige Drumherum mittlerweile so schön ausstrahlt -
auch wenn am Hängeschrank noch immer das "Gesicht" fehlt (also der richtige Beschlag). Ich ich habe schon etliche ausprobiert, war aber bis jetzt alles nüscht...



Den hier habe ich ja gerade erst verprovençelt...


Und diesen hier hatte ich damals ja schon völlig umgemodelt, 
als ich ihn zu einem "provençalischen Schloss-Schrank" deklarierte, ne?
(Falls Ihr wollt, hier der Link - 
dieser Schrank war ´mal braun, niedrig, hatte einen anderen Aufsatz als diesen da, und war häääässlich)



Kurzum, ehe ich hier vollkommen abdrifte:
Der König schnappte sich Schleifpapier und Leisten, ich mir ´nen Pinsel und los ging es! :)
Ordentlich anschleifen...
  

Grimmeln der "Schönheiten" wie Astlöcher und Risslein...


Dann Streichen, Pudern... Ihr kennt das ja, wie ich das immer mache...

Und nun haben wir die Holzstruktur ganz deutlich - 
eine wundervolle Ruhe und Atmosphäre im Hintergrund.
So viel gemütlicher.
Doch eines störte noch empfindlich:
Noch war nämlich der Tisch nur vorbehandelt, seit einigen Wochen trockneten die Schichten durch...


So ging das nicht! Die Paneele so gut, doch die Tischplatte noch so doof.


Aber auch sie konnte nun endlich geschliffen werden.

Hier Vorher und Nachher in einem Bild:
Oben das Nachher, die "Holzmaserung" der (leider) babypopoglatten Hartholzplatte ist nur Lack mit Puder, die "Struktur" ist nicht echt:
 

Der Sprossentisch dagegen ist ohnehin bereits ganz wundervoll, als sei es altes Holz - 
auf diesen Job bin ich wirklich sehr stolz...


Ja, nun sieht das alles anders aus... Natürlicher.


Und es hat dieses Strahlen, das ich so mag,
den Kontrast zwischen "dunklem Glühen der Vergangenheit", wie ich das immer so ein wenig übertrieben nenne, und der Fröhlichkeit unseres Soseins im Heute.
Ach, ich freuiii mich!


Noch einmal zum Vergleich... 
Guckt auch mal, das Querbrett, 
also das Oben,
da haben wir noch eine Leiste unten quer angebracht,
mit meiner Zaubermasse habe ich den Übergang gemacht.
Dadurch wirkt das Querbrett nun viel massiver, nicht so abgeschnitten, als fehle da was.
Jetzt nun, nach Anbringen der Leiste, passt alles proportional zusammen, vor allem, wenn man sich die Zwischenräume zwischen den Paneelen ansieht.
Was solch kleine Sachen doch bewirken können, da staune ich immer wieder.


VORHER

Pünktlich zum Frühlingsanfang war es dann auch fertig!
Da machten wir in froher Runde ein Fass auf - äh, nein, ´nen Eierlikör :)

Ja, nun stimmt die Atmosphäre. 
Auf einmal ist solch eine authentische Ruhe da - schwer, das zu fotografieren... 
Als wäre hier immer Urlaub.
Und der knorpselige Lavendel auf dem Tisch, der wie Wacholder, Lavendel und Weihrauch auf einmal riecht, der rundet alles ab.
Ach, ich freuiii mich!!!




Rappelt Ihr auch noch? 
Lasst Euch bloß nicht davon abbringen, von wegen "geht halt bei uns nicht" -
denn wenn das jemand sagt, will er entweder nicht... oder es sind halt dessen Grenzen, nicht die eigenen.
Ja, lasst uns loooslegen!
Also EINEN Rappel tobe ich hier gerade noch aus, jaja, 
noch ist ja auch noch nicht Aprilmond, 
ich höre noch GAR nicht auf!
Denn ich HAB da was gesehen, was ja noch gar nicht fertig ist,
jetzt SEHE ich das ja überhaupt erst...


Alles Liebe vonEurer Méa,
ich mache mal ganz schnell weiter -
also, dass ich DAS übersah...


Post Postum zum Lenz und seinem Licht, sowie dem Keimen:
Wusstet Ihr das?
Wenn nicht, will ich es mit Euch teilen:
Licht wird durch Leitbündel bis in die Wurzeln geleitet.
Ein beinahe nicht messbares Licht, doch eben stark genug, Lichtrezeptoren zu aktivieren, ja eine ganze Kette davon bishin ins Dunkel der Wurzeln!
Meine Güte - wenn das nicht ein Spiegelbild unserer Seele ist!



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