Freitag, Januar 29, 2016

Bombenstimmung - BOMB behind the house!

Evakuierung des Königreiches!


Ich bin ein wenig erledigt. Und um viele Erfahrungen reicher.
Auf die ich gerne hätte verzichten können.
Denn was wir haben, feiere ich ohnehin in tiefster Dankbarkeit jeden Tag.

Doch was war geschehen?
Gestern nämlich war hier Bombenstimmung.
Dies allerdings hatte mitnichten mit Karneval zu tun. Nein.

Hinter unserem Haus wurde gebaggert. 
Der Bagger stieß auf etwas. Etwas GROSSES. 
Will heißen, auf nichts weniger als eine 250kg-Bombe, ein Blindgänger der Briten aus dem 2. Weltkrieg.
Dieser Blindgänger hatte es damals möglich gemacht, dass unser über 100 Jahre altes Gebäude damals nicht pulverisiert wurde, da er geruhte zu ruhen und nicht loszugehen.
Doch es sah so aus, als wolle er das nachholen.
Nach all den Jahren, in denen er friedlich im Erdreich schlummerte - dafür möchte ich ihm danken.
Nun aber war er erweckt worden.


Der Zünder nämlich sei nun scharf, hieß es. Der Bagger habe die Bombe bewegt, sie könne jederzeit hochgehen.


!SOFORTIGE Evakuierung!
Verlassen Sie unverzüglich...


Begleitet vom Endzeitstimmungs-Sound der Megaphone aus den Polizeiwägen, alle sollten SOFORT die Schutzräume in entfernter Schule oder Sälen des Universitätsklinikums aufsuchen, so man keine Bleibe fände,
packten wir den völlig entsetzten Kater in seine Katzentasche, Futter (weil er nur bestimmtes verträgt), eine Wolldecke, die wir um Katze samt Tasche wickelten, Ausweis und die anderen beiden zweibeinigen Kinder - und los ging es.

Also, was wichtig ist im Leben, wussten wir nun.
Wir, das Katzi und KATZENFUTTER!
Alles andere war uns... tatsächlich... wurschtegal!
Schon verrückt...

Gott sei Dank wohnt eine Freundin in der Nähe, die uns aufnahm.
Sie wohnte genau ein Haus HINTER der gesperrten Zone.
Und die war groß!
6000 aufgeregte Menschen wurden hier evakuiert, 
der Luftraum über Hamburg gesperrt, Starts und Landungen annuliert, bzw. umgeleitet.
So wussten wir also nun das ungefähre Ausmaß, was passieren würde, würden die 140kg Sprengstoff in der Bombe zünden!

Angekommen bei der Freundin, verschanzte sich das Katerchen völlig verstört im eiskalten Eck hinter der Badewanne.
Er wusste ja nicht, WAS los war.
Der Kleine (das Hätschelbaby, ne??) bekam, da wir noch so zur Hälfte funktionierten, zwei Wärmflaschen, damit er nicht zu sehr auskühlte. Doch er war entsetzt. 
DAS gefiel ihm gar nicht!
Nein, das war nicht sein heißgeliebtes Badezimmer, und nein, er wollte auch nicht zu uns.
Wärmflaschen dagegen mag er.

Währenddessen versuchten wir einigermaßen zu atmen. 
Immer, wenn ein lauteres Geräusch unsere Ohren erreichte, ging das Herz schneller. 
Wir erwarteten jeden Moment ein großes BUUUMMMM samt Erdbeben.
Die Kinder spielten derweil zunehmend fröhlich miteinander, die Sorge um das doch leicht geschockte Katerchen dämpfte allseits ein wenig, aber bald war auch das vergessen.
Nicht so wir Erwachsenen.
Ablenken? Ging nicht. Nicht wirklich.
Tee trinken. Bachblütentee zur Beruhigung. Half tatsächlich ein bisschen.

So hieß es warten. Später dann (gefühlte 10 STUNDEN später) wurde getwittert, die Trennplatine sei wohl doch noch intakt. 
(Später erfuhren wir, der Wonneproppen war scharf!)
Das war die vermeintlich gute Nachricht.
Die schlechte war, dass die Bombe mit dem Zünder nach unten lag, man sie also von unten ausgraben musste, um den Zünder zu entfernen - ABZUFRÄSEN!

Zu unserem absoluten Entsetzen wurden wir nun aber auch noch hier evakuiert!
Also, Katzentier gefangen, wieder in die Tasche, zu einer Freundin der Freundin...
doch die hat eine Katzenallergie! Nix war´s!
Nun machte sich langsam Verzweiflung breit. Ich bat inständig einen lieben Polizisten, zu fragen, ob wir nicht doch... ? Ich meine, wir waren doch laut Internet bei unserer Freundin hinter dem Evakuierungskreis???
Der Polizist, ein Tierfreund, hatte Verständnis.
Er rief an, der zuständige Mensch erlöste uns, wir durften wieder zurück zur ersten Station.
Katze verschanzte sich wieder, war es ja nun schon gewohnt.
Immer noch gefiel dem armen Kleinen das aber GAR NICHT!

Draußen wurde weiter um uns herum geräumt und abgesperrt,
die Megaphone schallten.

Dann, mit Verspätung, hieß es auf Twitter: 
Evakuierung abgeschlossen.
Ab jetzt wird entschärft - Daumen drücken!

DAS war vielleicht ein Moment! Es wurde mir zusehends ... kalt...
Unsere Gebete waren bei diesen unglaublich tapferen Menschen, die DAS nun leisteten.
Unser Haus war mir dabei eigentümlich egal, ich stellte mir nur inbrünstig vor, alle seien gleich ganz dolle happy und konnten wieder zurück - 
und der Entschärfer war DER Held und sehr stolz und geschmeichelt ob der Hymnen.
Ja, das stellte ich mir so lebhaft wie nur irgend möglich vor.
Es durfte doch solch einem Menschen nichts passieren!!! Nein, er würde gefeiert werden. 
So und nicht anders.

Etwa eine bange halbe Stunde folgte, in der wir jedes Kind, das sich "wummsend" hüpfend oder sonst irgendwie bemerkbar machte, in einen Sack hätten stecken können. 
Die Kinder mögen mir meine wilden Blicke verzeihen, ich hätte mal froh sein sollen, dass sie so zuversichtlich waren, aber das ging einfach nicht... 
Ich bemühte mich einfach, mir so wenig wie möglich anmerken zu lassen und ruhig zu bleiben in all der schrecklichen Passivität.
Ich weiß nicht, WIE oft ich zusammenzuckte und ein BUMMMMM erwartete.
Ja, eine gute halbe Stunde, in der die Helden des Entschärfungskommandos Übermenschliches leisteten.
Ich meine, alleine zu einer BOMBE hinzugehen, anstatt davonzurennen, so weit es nur irgend geht... Himmel...

Dann ganz kurz: Entwarnung, sie ist entschärft, alles gut, Evakuierung aufgehoben.

Wir konnten es kaum glauben.

Dies hier war der uns so gnädig gestimmte Wonneproppen, dessen Säurezünder ausgelöst hatte!:

via Morgenpost

Auf dem Rückweg fiel mir auf, dass ich wohl noch nie so viele Katzenkörbe, Hundchen und verstörte Menschen hier gesehen habe.

Und ich dachte an die Flüchtlinge, für die dies alles nur ein Achselzucken bedeutet hätte, weil sie tagtäglich so viel Schlimmeres aushielten.
Schlimmes, das gegen SIE persönlich gerichtet war mit allem Hass.
Schlimmes, in dem sie geliebte Menschen verloren hatten, Menschen, die oft gefoltert wurden...
Heute dann höre ich von einer gezogenen Handgranate vor einem Heim ihrer Zuflucht. Wie tief kann man sinken, Schutzbedürftige in ihrer Schwäche zu überfallen...
Von Herzen bin ich dankbar, dass auch diese Granate nicht losging!
Wie unsere Bombe.

Ich dagegen bin immer noch ein wenig bedrimselt, fühle mich, als wäre mein Kopf nur halb da.
Und froh, das Katerchen überglücklich und wieder so richtig schön frech durch die Wohnung hüpfen zu sehen oder ihn selig auf meinem Schoß schnurren zu hören,
meine Kinder wohlbehalten um mich zu haben...
und versuche, wieder in meinen Alltag zu finden.

Was das mit dem Bild oben zu tun hat?
Das kommt im nächsten Post.


Ich muss erst mal wieder Kraft tanken...
und in voller Dankbarkeit an die tapferen, unglaublichen (!) Männer vom Kampfmittelräumdienst und die verständnisvollen, enorm freundlichen und so umsichtigen Männer von der Polizei denken - 
denn die räumten zwar, aber mussten ja deswegen die ganze Zeit im Gefahrengebiet stehen.




Habt es sicher und warm,
Eure Méa,
die Bombenstimmung für ganz und gar unköniglich hält!

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Freitag, Januar 22, 2016

Januarwinter und Pygmalion

Claustrophobische Finger


Winterblümlein aus MéasWelt    im Atelier...

Hier warten jetzt überall Rohlinge darauf, gedrahtet zu werden.


Vorab möchte ich so gerne eines loswerden:
Dies wird nun wirklich kein Vor-Frühlingsblog, ich bin da ganz tapfer.
Denn es ist jetzt so richtig winterlich geworden, wie es sich für einen Januar, den kältesten Monat, gehört.
Das Jahr schlummert noch in der Erde, ist noch nicht einmal ein Keimling, hat sich zwar schon zart geregt, doch im Königreich ist es Winter.


Dies hier ist mir immer noch das liebste Winterbild... Hobbitspuren im Schnee

Ja, es ist nun genau diese Zeit.
Auch wenn nun die Weihnachts-Silvester-Gedönz-Dekoration weggeräumt ist -
der WINTER ist JETZT da und hat HOCH-ZEIT.

In den Dekogeschäften, oiiiiii, da aber werden uns jetzt die künstlichen Magnolien um die Augen und Ohren geschlagen.
Frisches Frühlingsgrün in plastik-beblümten Auslagen.
DAS mag ich nicht.
Denn was soll bitte dann im Frühling kommen?
Ich fühle mich, als will mich solches beschleunigen, und das ist wie so ein Krebs, das ist ja auch krankhaft schnell wachsendes Gewebe.
Unsere Gesellschaft dreht schneller und schneller... und durch?
Schneller schneller, am besten gleich Ostern und Hasis...

Bitte noch nicht - er ist noch nicht soweit, und das weiß er ganz genau.


Und was macht das mit uns? 
Dieses Vorwegnehmen?
Es macht nicht nur rastlos und ungeduldig, nein, es macht UNZUFRIEDEN 
und man fühlt sich vielleicht gar unzulänglich, weil man (noch) nicht mithalten kann!
Na, und wer konsumiert am meisten? Die Unzufriedenen.
Hat also System, das ganze Angepeitsche.

NEIN! ICH WILL ABER NICHT!
Denn so ist der Januar doch gar nicht! Der ist so geheimnisvoll und besonders! 
Ich will bei der Natur bleiben!
Sicher, auch ich freue mich über Blümchen, wenn wieder ein Knösplein hier im Warmen aufgeht, und ich sehne mich nach Farbe.

Nach meinen Magnolienfarben  und Taupe...


DOCH SO IST DER JANUAR NICHT.
Zumindest nicht in unseren Breiten. So ist das.
Also, das musste ich unbedingt mal loswerden.

Jetzt ist die Zeit der Kristalle und Lüster, der Geheimnisse, die Zeit der alten Spiegelscheiben mit ihrer Magie, etwas hinter den Blicken zurückzuhalten, die wir da neugierig tun.
Die Zeit, oft einfach das elektrische Licht auszumachen und das kleine Kerzenfeuer zu entzünden.
Diese kleinen Flammen, die in all der Kargheit, die nun dort draußen herrscht, so stark und leuchtend den Weg weisen können.

via

Guckt mal, meine Kerze ist sogar eine wahre Künstlerin - wie die abgebrannt ist!


Und hier im Warmen, hier wachsen die Pläne.
DAS ist der Januar für mich, wenn man ihn lässt und ihm Luft lässt.
Ja, dieses Jahr werden wir ein paar neue Kapitelchen aus Méas Welt aufschlagen.
Eines dieser Kapitel wird "Gothische Schreine" heißen - 
und diese Schreine werden dann den Jahreszeitengaben dienen.
Sie werden oben vorne einen kleinen angeranzten Spiegel haben - denn sie sind ein Kernstück meines Jahres der Spiegel. 
Denn manchmal...


Und ein Kaninchen, ein weißes... und Austern... haben auch mit diesem Jahr zu tun.
Ich habe alles bereits im Kopf entworfen - und ich scharre vor Ungeduld, dies endlich umzusetzen.
Doch das muss noch warten.
Denn noch... ist ja Januar.
Und das ist GUT so.

Vorerst, mit der noch langsam flackernden Jahres-Energie, begann das Ateliersjahr 
(neben entschlossenem Ausmisten, versteht sich) 
nämlich mit Kleinem. Und Feinem.
Immer der erste Schritt für mich im Jahresanfang (und ja, es HAT doch gerade erst mal angefangen): Blümchen machen.


Diese hier sind schon verpackt, um auf die Reise zu gehen...

Dieses Jahr starte ich mit Winterblümchen, die ein wenig Liliencharakter haben.
Ich mag die. Und ich mag die Bänder, die so einen kleinen "Raureifrand" haben.
So schnuffig.



UUUND? Habt Ihr es gesehen? Habt Ihr?
Ach, nööö. Also wirklich - und ich hab mir solche Mühe gemacht.
Nu guckt doch mal bitte genauer hin. Naaaa?
Ich habe doch ´nen neuen Header! Habe sozusagen auch dies endlich "aufgeräumt".
Also wirklich, Ihr habt gar nix gemerkt? SO guckt Ihr also hin.
Naja, er ist äääähnlich, zugegeben, mochte ihn ja schon so. Aber doch war er noch nicht so "richtig richtig".
Habe ich mir beigebracht, jaja,
Méa allein zuhaus...

 

Wollte ich auch schon eeewig gemacht haben.
Nun sieht man auch mehr meiner Skulptürlein.
Und in der Zeit von Spiegelscheiben und Kristallen, da habe ich auch ordentlich Zauber herunterblinkern lassen.
Ein paar Tupfer Himbeer sind auch dazugekommen.

Warum ich es nun endlich tat? Nun, ich hatte einen Überflieger, jawohl.
Ich bin nämlich im Höhenflug. Lasst mich da mal ruhig oben, tut so gut!
So erfuhr ich, dassEliseValdorcia,  die Höchstselbige, von mir Angeschmachtete, 
nun MEINE Skulptürleins kennt!
Und gut findet.
Sie meinte, meine Schwingen könnten von ihr sein.
Himmel.
Nun bin ich nicht mehr ganz dicht, ich sag´s Euch.
Somit bin ich jetzt zwei Meter groß - bis mir mein Schicksal wieder eins auf die Birne haut und ich zur Méa-Normalgröße schrumpfe.
Jaja.

Aber weiter im etwas profaneren, winterlichen Text:
Unbedingt notwendig wurden gerade jetzt in dieser Kälte Handschuhe für die Königin.
Da ich es aber cool, edel und verrückt mag..., war das nicht so einfach.
Denn zudem hat Madame claustrophobische Finger.
Das ist wirklich wahr.
Stecken meine Finger VÖLLIG in einem Lederhandschuh, werde ich zickig. So eingesperrt, das mögen die nicht!!!
Und wenn ich sage, ich werde zickig, dann meine ich das auch!!!
Ich halte das nicht aus, ergebe mich dem Wahn, meine Finger würden anschwellen, rot anlaufen, blau werden, absterben... Dieses GEFÜHL, sie einzusperren, alleine schon. NEIN.

Ich habe daher eine Affinität zu Eliza Doolittle.
Sie war ja Blumenmädchen, ne? Passt also wunderbar zu meinen neuen Méa-Blumen :)
Wie?
Na, die Elizsssaaaaaahhh.
Pygmalion.
My Fair Lady.
Ja, genau.


Naja, um bei meiner Wenigkeit zu bleiben, wohl schon eher so:

Ja, Audrey, die Wunderbare, war meine Traum-Eliza...

Doch... diese coolen Fingerlinge (= Handschuhe ohne Kuppen), die die anderen Elizas anhatten, die hatte sie leider nicht.


My dear Vera, how are these gloves called? Amputated ones? ;))


Doch ich sah diese Dinger sehr wohl, da war ich noch klein - und solche wollte ich HABEN!
Ja seither, seither sind meine Finger claustrophobisch und wollen auch im Handschuh Freiheit.
Sie wollen SOLCHE Fingerlinge.
Ich strickte die übrigens mal ALLEN Jungs im Abijahrgang (voriges Jahrhundert, ne?) - die wollten nämlich auch Fingerlinge. Schön schwarz und gruftig, jaja.
So, nun wisst Ihr das ;)

Also wollte ich nun endlich Handschuhe à la Méa haben; ich mag es ja nicht zu elegant, ein wenig wild soll es schon sein.
Auf Anhieb fand ich Lederhandschuhe, die mir gefielen.
Mit diesem Leeeder - nicht irgendein Leder, versteht sich, kennt mich ja, sollte ja schon einigermaßen politisch korrekt sein.
Und sie sollen ewig halten, will nicht immer neu-neu. Daher eben Leder.
Der Blick der Verkäuferin zeigte es mir sofort. Ich hatte mir natürlich gleich zielsicher das TEUERSTE ausgesucht! Na, wunderbar. Ich hasse shoppen.
Doch etwas weniger Teueres für meine kleinen Hände zu finden, es gelang nicht.
Nüja, ich hatte noch ein wenig zum Verkauf auf 1-2-3 stehen, also fasste ich mir ein Herz -
nach all den Jahren sollte es nun wohl sein. Au weia.
Und zu allem Übel hatte ich ja noch in geradezu blasphemischer Weise vor, sie vorne...
Nun ja, Ihr wisst - schnipp...

Aber ich habe es tatsächlich getan.
Und ich habe gelitten. Das Leder ist wirklich gut, oiii, bis man da einen einzigen Stich durchkriegt, kriegt man eher ein Kind!
Ich habe mir dafür einen extra-fingerlangen Fingerhut aus Leder genäht. Der ist nun hin.
Aber dann wurde gestickt. Jawohl.
Mit antiken Seidenfäden. Jahaaa, antik und in so herrlich schillernden Farben gemischt, da habe ich mich gefreut.


So sehen sie ein wenig "drachig" aus.
Mag´s nicht zu mädelig.
Eigentlich glänzen die Seidenfäden, aber meine Kamera hat´s einfach nicht gesehen.
Dafür jedes Hobbithaar auf meinem Kleid, daher bin ich froh über die Unschärfe meiner Wollkleider im Hintergrund ;))


Somit hat die Königin nun abgefahrene Handschuhe - superwarm und gefüttert mit reiner Seide.
Jawöhl. Und ich mag die so sehr. Vor allem muss ich sie nicht dauernd an- und ausziehen auf dem Markt.

Was? Ich bin verrückt?
Na, Gott sei Dank, habe ich nicht auch noch claustrophobische Zehen!!!


Am 24.01. ist übrigens der erste Vollmond des Jahres.
Wolfsmond.

Wollte ich nur ´mal gesagt haben.
Immer noch steht in dieser Zeit über allem, sich von Überflüssigem zu trennen.
Auch seine Verhaltensmuster zu überdenken und in diesem Sinne aufzuräumen.
Damit die Kraft Raum findet, zurückzukommen.

Besoffene Mäuse gibt es demnächst - und das ist NICHTS zum Futtern, Ihr schnuffeligen Tortentanten, hihi
Fühlt Euch alle ganz dolle gedrückt!
Wenn ich das in den Kommis schreibe, stelle ich mir das übrigens JEDES Mal wirklich lebhaft vor
und fühle und tue es innerlich, denn da will ich keine Routine haben!

Habt es mal schön kuschelig und ungewöhnlich,
ich schnipple lieber Handschuhspitzen ab als meine Wurzeln,
Eure wüste Méa mit der Schere

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Samstag, Januar 16, 2016

Méa, wandle Dich

Von der Schwierigkeit, "Farbe zu bekennen"


Es ist seltsam mit mir. Ich liebe Farbe!
Bei anderen.
Kann mich gar nicht satt sehen.
Und der fransenbesetzte, bunte, Bohèmian-Look erst!
Mit seinen uralten plüschigen Teilchen, die geradewegs aus dem alten New Orleans gekommen zu sein scheinen und eben diesen Zauber verströmen, den die Villen in den Sümpfen ausatmen...




Mich persönlich packt ja immer dieser neuere Look, der daraus entstand, und bei dem sich Cajun mit Indien samt "Gipsy" mischte.
Wenn da Türkistöne mit Violettschattierungen und Grasgrün um die Wette leuchten,
hier noch ein wenig knalliges Pink,
da geht mir das Herz auf.
Und die Augen auch.
Ja, da sehe ich auch Goldi-Gold wirklich gerne!
Frei und wild und fröhlich,
wie ein Kind nach dem Frühstück, hellwach.
Kann man in solch einem Raum überhaupt traurig sein?
Was für ein wundervoller Mensch muss hier wohl leben?
Ein Mensch, der "es sich nicht nehmen ließ", SELBST zu erschaffen.
Ich stelle mir vor, ich stehe auf und laufe durch diesen Raum hin zum Waschbecken...
Und ich fühle mich völlig anders, als hätte ich ein neues Ich...


Dann wieder faszinieren mich dunkle Ecken.
Die erst!
Ohooo jaaaa,
wir wollen das sooo gerne machen!
Nicht nur helle Wände.
Mit Patina ohne Ende, versteht sich.
Ein düsteres Geheimniseckchen, oh wie gerne hätten wir solch dunkle Flächen hier!
The Glory and stories of past times...
Doch, ja, der König und ich, wir stehen VÖLLIG auf solch Dunkles, Verwunschenes an den Wänden...
Völlig.
Wirklich, kein Scherz!
Eigentlich...


Nur haben wir partout noch kein Eckchen hierfür gefunden!
Und das ärgert uns schon ein wenig.

Ja, ich mag auch solches gucken:
 Die göttlichen Kombis der wundervollen Claire, MISS CLARA...


Oder diese Farben hier, herrlich...


Doch wäre solches bei mir - würde ich echt schreiend davonrennen!

Es hat noch nie lange etwas "Farbiges" bei mir überlebt.
Vielleicht, weil ich ein neutraleres Setting will?
Wir fünf Bewohnerlein und unser Leben sind ja die Farbtupfer?
Oder bin ich einfach noch nicht soweit?

Denn wenn ich nach alledem sowas Blasses sehe...


... machen meine Augen einfach nur "Ahhhhhh, tut das gut...",
und ich möchte glatt noch das scheußlich rotweiß-karierte Dings wegrummeln (das wahrscheinlich nur mich stören würde, und dessen kleines Fitzelchen auch nur ich SEHEN würde!) und noch so einiges Überladenes dazu... (Spitzendeckchen... uaaahhh).

Das hier unten ist für mich ein Ja, auch wenn die Wände nur steril farbtopf-weiß sind.
Die grauen Shutters und der patinierte Spiegel, dazu der Akzent der Blumen, yummie.
Und Blumen... kann man wieder... wegräumen.
Vielleicht EIN Kissen mit ein wenig Farbe...?
Aber auf der anderen Seite... finde ich das vielleicht doch ein wenig zu kalt.
Und zwei zu doll falsch bunte Rosenkissen auf dem Sofa habe ich glatt schon wieder wegretouchiert, wie Ihr seht.


Vielleicht liegt es aber auch daran, dass es zu selten etwas gibt, das richtig GUTE Tupfer setzt.
Ich bin da sooo mäkelig!
Es muss changieren, also nicht einfach solch eine unnatürlich wirkende, gleichmäßige Farbfläche sein. 
Ist mir sonst zu ordinär, rümpf.
Und es sollte..., ach, vielleicht so ein Mauve-Taupe sein mit einem kleinen Braunanteil, Grau dabei... 
Ja, ich muss mich da selbst glatt an einer Palette sehen, aus wie vielen Farbtönen das dann zusammengestellt ist...
Aber was rede ich: SO müsste es sein. 
DAS ist für mich ein perfekter Farbtupfer.
Ich würde mir das SOFORT hinstellen!


Wie das alte ausgeblichene violette Glas einer venezianischen Laterne.


SO engstirnig bin ich also gar nicht. 
Anthrazit sowie Schokoladenbraun habe ich zudem schon integriert, sogar Schwarz, jajaja. 
Kontraste! Nicht mehr alles so Dei-Dei und flach!
War ja der reinste Erdrutsch für mich!
Und das gefällt mir auch täglich besser und besser.

Taupe und Himbeer..., ja, das geht auch.
Doch wenn das dann alles perfekt in dieser Farbwelt ist -
ist es mir auch schon wieder zu festgelegt, zu langweilig, immer dasselbe, 
am Ende glatt noch gediegen (au weia!),
und ich will es dann sofort anders haben!

Hilfe!

Ach, ich gebe es auf mit mir.
Ich bleibe (vorerst) bei meinen "Nicht"-Farben als Leinwand und setze dunkle Tupfer als Kontrast. 
Das andere... müssen wohl die Blumen und mal ein Kissen übernehmen :))










Naja, WENN die Magnolien mal aufblühen...

Falls ich dann ganz wild drauf bin, glatt noch ein Quilt - das ist allerdings für mich schon..., na, aber sowas von!



Denn die "Leinwand" der hellen noblen Blässe, 
die sehe ich mir nie über, und sie bildet immer eine perfekte Basis für kurzlebige Farblaunen.

Vielleicht aber lege ich ja doch mal los - wenn der Frühling kommt?
Wenn die Hormönchen auch bei diesem alten Mädchen hier wieder ihre Kapriolen schlagen?
Und dann kommt Himbeer ins Spiel 
mit Mauve und Taupe,um ein herrlich frischesGrasgrün
zu unterstützen... 
Oder doch lieber ein mysteriöses dunkles Grün,
hinein in ein Türkis,
also beinahe ein Petrol?
Ganz verwegen? 
Oder jaaaa,... Flieder!
… Bis ich alles wieder ziemlich schnell wegräume, hahaha

Und wirkt ein Klecks Farbe nicht erst so richtig vor blassem Hintergrund?

Holunderbeerensaft...

Wie geht es Euch mit der Welt der Farben?
Kennt Ihr das?
Die Entscheidung zu treffen, das alleine schon!
Amy, hörst Du wohl auf zu lachen!!! ;)

Warum bin ich da nicht einfach unbekümmerter?
Ja, ich hab´s nicht leicht mit mir, der Mäkeltante.
Dabei gehe ich so gerne zu anderen und sauge da regelrecht gierig die Stimmung der Farbwelten auf. Wie ein Schwamm...

Na, dann treibt´s mal schön bunt,
ich kann das irgendwie nicht so,

Eure Méa,
die Farbverwirrte

Post Postum: Unglaublich, wie viele mails ich erhalten habe, da so viele einen ähnlichen Kamin nachbauten, wie wir das taten.
Ich hätte nie gedacht, welche Welle ich da lostrete :))
Vielen Dank für die Fotos und lieben Zeilen!!!

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