Samstag, August 30, 2014

Email an Méa

Zauber wirken

Etwas fehlte noch im Feenreich. Die Hutschachtel ist nun fertig, wie Ihr wisst - also das Zimmer meiner Tochter, dessen wilde Umwandlungen ja auch die letzten drei Posts bevölkert hatten.
Doch etwas ganz Wichtiges war noch nicht fertig geworden.

Ich stelle nämlich nicht nur meine Elfenherzen her, sondern auch Medaillon-Herzen, die über so mancher Wiege hängen.
Das heißt, ich fasse Kinderbilder vorsichtigst hinter Glas.

Natürlich hatte ich auch eines meiner kleinen Faye gemacht. Allerdings wollte sie ein Medaillon-Herz, das nicht mehr das Baby-Bild trug - das andere könne ja nun ich behalten ;)), weil das ja eher was für die Mama sei. 

Und so... ist nun dieses Medaillon-Herz über dem Bett der kleine zauberische Abschluss der Hutschachtel-Geschichte geworden. Da bin ich auch richtig stolz darauf.




Das hier ist das Wiegen-Herzlein mit dem Baby-Bild, das nun die Mama bekommen hat (also ich).




Hinter den Shutters... ist es nun sooo gemütlich geworden. Und auch das neue Herz wirkt behütend, als wacht es über den Schlaf der kleinen Fee, die nun langsam eine so große wird. Ich finde den Gedanken unglaublich schön, dass sie vielleicht einmal eben dieses Herzlein neben das Medaillonherz ihres eigenen Kindleins hängt. Wenn das Kind dann größer wird, kann sie sagen: "Guck mal, das war MEIN Herzlein, da ist die Mama drauf :)"



Aber noch etwas machte mich so stolz und so glücklich. All die lieben Zuschriften und das große, überwältigende Danke für meine Skulpturen!

Ich war völlig gerührt, auch über die Geschenke, es hat mich schlicht und ergreifend umgehauen. 
Wenn mir etwas Wundervolles widerfährt, dann kommt oft bei mir danach so eine seltsame Phase der Orientierungslosigkeit, beinahe, als wäre etwas Schlimmes passiert. Erst, wenn ich es verarbeitet habe, dann freue ich mich, und wie ich mich da freue, und dann bin ich ganz übermütig.
Plötzlich fallen mir dann neue Ideen ein, purzeln richtig aus mir heraus und wollen ausprobiert werden, ungeduldig wie die Kinder.

Ich kann nur Danke sagen - und würde Euch alle am liebsten umarmen. Ah, und nun bin ich schon wieder fürchterlich gerührt... Typisch...

Aber die letzte Zeit war einfach wirklich nur überwältigend. 
Neulich schon hat die liebe Frau Hummel mir so eine grandiose Überraschung bereitet - sie hat meinen Kerlchen doch glatt ein selbst verfasstes Märchen gewidmet, meinem Igelchen und den Krönlein, die ich postete! Hier könnt Ihr dazu klicken.

Jacqui, die grünäugige Prinzessin der Bloggerwelt, hat mit ihnen sogar einen Wunderquell unter einer Cloche enstehen lassen! Dazu könnt Ihr wiederum hier klicken.

Auch meine Blümchen wurden in so einigen Posts mit solch lieben Worten und Bildern bedacht, dass ich es kaum glauben konnte. Ich blogge ja nun erst seit vier Monaten, und bin wirklich verdaddert (schönes Wort), dass ich hier so wahrgenommen werde...

Da war ich ja schon derart hin- und hergerührt, ich kann Euch sagen.

Und dann kam nach einer Lieferung eine derart anrührende Mail hier an, dass ich sie hier in Einverständnis mit der Verfasserin mit Euch teilen will:

"Liebste Méa,

das Elfenkrönchen ist einfach königlich. Aber es war noch etwas anderes mit ins Päckchen gehüpft, du wirst es nicht glauben, eine Elfenprinzessin, sie wollte auch mit in die Ferne, warum? Sie hat mir ganz leise gesagt, bei uns ist es immer etwas wärmer, und da sie auch so eine kleine Frostbeule ist, ist sie einfach mitgereist und natürlich auch wegen ihrer Krone. Ach ja, das soll ich Dir noch bitte von meiner Elfenprinzessin ausrichten, dass wenn ein Krönchen verreist, reist immer die Elfe oder der Elfe mit, dem das Krönchen gehört :))"
...
"Heute hast Du bestimmt bis ins weite weite Hamburg den Freudenschrei von mir und meiner kleinen Adoptivelfe gehört, die wie ein Pfitschipfeil um das Päckchen in Lichtgeschwindigkeit gesaust ist. Sie wäre beinahe vor lauter Übermut ins Päckchen gefallen, wenn sie nicht Ihre neue Spielgefährtin, die ja großzügigerweise mitgereist ist, aufgefangen hätte..."

Danke Dir so sehr dafür, Sonja!!! :)) Meine Kinder waren auch so hin und futsch :)


Ja, solche Geschenke bekomme ich! 
Ich staune darüber und freue mich. Ich dachte immer, dass meine Welt vielleicht doch ein wenig zu speziell und eben zu sehr aus einer anderen ist. Ist ja doch alles ein wenig anders bei mir.
Aber dass diese, meine so eigene Welt, auch so viele andere erreicht - also wirklich, da kann ich mich nur wiederholen, das haut mich um! Wie schön das ist!!!


Und doch... eines kann ich tatsächlich zum Dank tun - dem Wunsch nachkommen, ein wenig mehr vom Werdegang meiner Kerlchen zu zeigen.
Denn viele fragten, ob es ein Geheimnis sei, und ich es lieber nicht zeigen wolle.
Die Antwort ist - aber klar kann ich! Wieso denn nicht. 
Lasse schließlich nichts in Asien fertigen, ist alles mein Wirken, vom Herstellen des Materials (schööön ökologisch) und des Entwurfes bis zum Patinieren.
Daher kann ich das Euch sehr wohl zeigen. Und zwar gerne!
Dann kommt mal eben mit ins kleine Atelier :))

Ich bemühe mich sehr, den Zauber zum Leben zu erwecken. 
So leicht ist das gar nicht - am Anfang denke ich mir sehr oft: "Hä? Wie mache ich das denn sonst immer... Wiiiie war das noch?" 
Dann gucke ich z.B. auf ein Stück Karton, das ich auf ganz bestimmte Art mit Draht fasse, dass es ein wenig Spannung hat, und ich wundere mich, wie seltsam ich doch bin, mein wildes Völkchen herzustellen. 
Ach, das ist ein Aufbrechen, wieder Anbauen, Umformen, ja, es ähnelt schon einer Entwicklung wie der, die wir im Uterus durchmachten - natürlich auf kleinster Ebene, der Vergleich ist vielleicht ein wenig hochtrabend. Aber wie eine ganz kleine Geburt ist das dann schon.
Und aus einem unansehnlichen Matsche-Klumpen mit Draht wird dann einmal... 
zum Beispiel ein fliegendes Herz, und das ist schon ein verrücktes Vorher-Nachher, finde ich jedesmal.


Aber bevor es soweit ist...


... müssen meine Kleinen noch viele Trocknungs-Prozesse durchlaufen. Hier hilft mir die Atelierskiste, denn ich kann sie immer der Sonne hinterherrollen. Manchmal liegen meine Kerlchen hier noch dichter, auch schütter aufeinander - doch nie mehr als zehn.




Und immer ist dann das Wieder-Aufbrechen und Verletzen angesagt, wie hier. Maßnehmen mit ovalem Glas, einfügen, dann wieder heilen...


Solche Kerlchen also durchlaufen einen langen Prozess, den ich gestalterisch natürlich ganz faszinierend finde, und den mir nur dieses spezielle Material gestattet. 


Das Nervige allerdings ist das Schleifen. Ohhhh, das ist gar nicht königlich, das Material ist hart!! 
Ne, das mag ich nicht. GAR NICHT. Und meine Hände und die Nackenmuskeln schon gar nicht. Dauert oft eeewig, vor allem die Füllhörner und Feenkelche mit den Flügeln...

Aber wie sollen die Kerlchen schließlich anders solch eine zarte Struktur bekommen - kann sie Euch ja nicht pockennarbig präsentieren!
Und mit solch einer plumpen Form obendrein. Ne, das geht aber nicht. Guckt mal.
Das braucht Erfahrung und Muckis!! Kann ich Euch vermelden. Geht eben nie ohne ein wenig Quälerei.


Oiii, und erst das abschließende Patinieren - ist auch nicht mal eben so...


Aber wisst Ihr, wenn ich dann wieder solch ein Kerlchen zum endgültigen Durchtrocknen auf meine Leine hänge, da fühle ich mich, als hätte ich selbst Flügelchen bekommen ;)) 
(Ist aber ein Hocker, weil ich zu kurz geraten bin, hihi)



Ja, mein "Alltag" ist schon ein ganz eigener.

Und mit diesen kleinen Einblicken ins Atelier des kleinen Königreiches schließe ich den Post, schnappe mir das Schleifpapier und meinen Matschetiegel und lege los.
Hier sind ein paar Krönlein und eine Orienttüte, die wirklich dringend ein formgebendes Peeling brauchen :)

Also, los geht´s mit dem fröhlichen Stauben!

Alles Liebe,

Méa, die schleifende Königin

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Sonntag, August 24, 2014

Eine Fee lädt Euch ein - Willkommen in der Hutschachtel!

Scène finale -

Bitte, kommt herein!




Und hier ist sie, unsere wahrhaftige Faye im Wunderland!
Es ist noch feenhaft genug, diesmal aber ist das Pink von der Natur, nämlich von den Willkommensblumen und nicht von "uncoolem" Babyplüsch-Kram. 
Ein bisschen Pink MUSS bleiben dürfen. Aber nur in dieser Form. Denn diese Fee ist cool! Auch wenn die Söckchen noch rosa sind.






Ja, die Söckchen sind noch rosa, genauso, wie die Kleine hier nun den Spagat zwischen Kindheit und bereits ein wenig Erwachsen-Sein bewältigen muss. Ein traumhaftes Alter, alles noch vor sich zu haben, aber auch erfüllt von Ungewissem und Veränderungen. 
Abschied und Neuanfang.
Und so soll der Übergang auch ruhig fließend sein dürfen, denn manches kann (soll?) man schließlich in den nächsten Lebensabschnitt mit herübernehmen. Ein wenig Kind bleiben, für immer, dann gibt es noch Menschen, die träumen können und das, was MAN so tut, hinterfragen.
Ja, und daher...


... werden ein paar Lieblinge natürlich bleiben - wo kämen wir denn da hin, wenn wir diesem da untreu würden!!! Das HERZ würde uns brechen!


Und auch dieses Völkchen blieb - allerdings nun im Randgeschehen :) Sie machen ab jetzt da oben Quatsch und finden es ganz grandios, neuerdings solch einen Ausblick zu haben.


Diese Lieben hier durften ebenso bleiben... Sie haben einfach zuviel Charme...



Und die Schultüte nebst kleiner Vorschultüte, die damals unter großem Hallo mit einem antiken Sari samt seiner schweren Silberkurbelstickerei ummantelt wurden, nein, die mussten auch bleiben. Sehen sie nicht ohnehin wie Feenhüte aus...?


Notamment das Mäusebett - also bitte, das darf ja auf gar keinen Fall gehen, meinte die Faye... Also gut, warten wir noch ein paar Jahre ;))

Das Bettzeug habe ich entworfen und genäht - sozusagen bin ich eine Mäuse-Interior-Createuse. 
Bitte auf einem der nächsten Bilder das Seitenbolster mit Mini-Quaste zu beachten, genauso wie auf den platzierten Flicken und den Umschlag mit Befestigung anderer Art.
Annalein von Weiss und ein Hauch Rosé, hier muss ich immer an Dich und Deine kleine so wundervolle Puppenstuben-Welt denken :)

Die zwei in der Tasche stehen immer zuerst auf, daher ist das seitliche Bettchen rechts nun schon leer...


Im Gegensatz zu diesem Herren hier, der pubertäre Youngster, der immer als Letzter noch schläft...


 ... und faulenzt, bis er dann...


...den gaaaaaaanz großen Macker markiert und sich wie hier an meiner Atelierskiste vergnügt, 


während unten der ganz kleine Schlawiner aus dem Mauseloch guckt.
Echtem Mauseloch übrigens! 



Habe ich im Post um die Mäusekiste beschrieben :) 
Hier könnt Ihr nochmal hinklicken, falls Ihr Lust habt 

Ja, alle die durften bleiben und zählen offiziell nicht unter Baby-Kram ;)

Der neue Klimperkram aber ist echt - und edel! Er bringt herrlich warmes Licht und Funkeln ins Zimmerchen. Auch wenn es aus ist und gar kein Lichtschein auf den Wandleuchter trifft, verspürt man ein Geheimnis...



Der Spiegel samt Schränkchen indes, sie dienen nun einem weiteren Zweck - wenn auch im Vorbeiflug, da Faye für Eitelkeiten lieber nicht viel Zeit aufbringen will. 
Ist schließlich keine Dutzi-Dei-Dei-Prinzessin!
Gut so - 
aber wenn, dann mit Stil!
Monika gucke, das ist euer silberner Handspiegel, er hat uns solch große Freude gebracht :))



Das orientalische Fenster ersetzt nun mit Würde den Tüll. Es fand sehr großen Anklang... 




... und es sieht aus wie geschnitzt. 
Nur zum Beschnitzen ist es fast schon zu hart - würde man das von mir gefertigte Ornament nun vom tragenden Holz entfernen wollen, oha, da würde man ganz schön ins Schwitzen kommen. 
Aber was sage ich da... es war doch ohnehin aus diesem Holz geschnitzt und ist echt antik, n´est-ce pas? Hihi
Genauso wie dieser "originale Stuck" in diesem Zimmerchen... Hahahaha, von weeegen!!! Der ist auch nicht alt ;)))
Wollt Ihr mal sehen, wie es bei den Vorbewohnern hier aussah?
Jetzt müsst Ihr aber tapfer sein.
Jahaa, dasselbe Zimmer...




Aber nun schnell wieder ins Königreich. Hält man ja nicht aus... Diese andere Stimmung allein, oiiii
Die Alice-im-Wunderland-Uhr im Rahmen wechselte übrigens schließlich die Seite. Hier noch rechts.


Alles ist nun ruhiger, schöner und erwachsener geworden. Und man glaubt gar nicht, wieviel in so eine Kiste geht!
Unter dem Bett befinden sich übrigens zusätzlich und unsichtbar vier Rollkisten, den Platzmangel ein wenig aufzufangen.



Und hier ein typischer Fall von "denkste"

Die Schwierigkeit war, dass das Zimmer extrem klein ist. Irgendwie noch kleiner, als wir dachten. 
Als wir nämlich unsere Anfertigungen wie geplant als Highlights anbringen wollten, wurde eines schnell gewiss: Der Spiegel konnte auf KEINEN Fall am Platz bleiben.
Per Zollstock hatte alles so gut ausgesehen, alles passte auf den cm - 
doch optisch war es zunächst die Katastrophe. Alles war zu zugestellt, viel zuviel!

Nein, der Spiegel musste vielmehr sogar kupiert werden, sonst wäre er zu hoch gekommen, da er nur noch über dem Schränkchen Platz finden würde.
Ja, es musste Leerraum bleiben zwischen der Shutter-Kisten-Installation und dem kleinen Schrank am Eingang. Da half leider gar nichts.
Das abgesägte Unterteil wurde übrigens verwahrt und kann jederzeit wieder so angebracht werden, dass man den Schnitt nicht sieht.

Ein wundervoller Nebeneffekt dieser Lösung, die durch Entstehung einer Schminkkommode für unseren Teeny zu einer wirklichen Lösung wurde:
Das Licht im Zimmer ist hierdurch noch stärker geworden, da auf diesem Platz weitaus mehr in und aus dem Spiegel fällt. Er erstrahlt an diesem Platz regelrecht in warm silbrigem Licht.



Und so kommt nun alles besser zur Geltung und stiehlt sich auch nicht gegenseitig die Show.







So it´s all about the girl.... und den Geschichten, die sich hier noch ereignen werden. 
Dies hier wird nicht die letzte gewesen sein.
Es darf ruhig ein wenig punkig und rockig werden. 
Doch das ist noch ein wenig hin. Auch wenn diese Fee hier die Zwiebeln quietschvergnügt mit Taucherbrille schneidet.
Und jetzt genießen wir eben diese Zeit in vollen Zügen, wie wir auch die (Klein-)Kindheit unserer beiden feierten, was das Zeug hielt. 
Kommt ja nicht mehr zurück...

In diesem Sinne, 
das war die Hutschachtel,
und mit dieser Abendstimmung schließen wir nun den Post... 




Psssst... Das Fayelein braucht nun seine Privatsphäre...

Falls Ihr sehen wollt, wie alles "vorher" und "währenddesen" war, einfach weiter herunterscrollen.

Eure Méa, Königin Mama


Nachtrag: Wir haben lange überlegt, ob wir Fotos mit Faye einstellen. Ihr Kommentar hierzu war allerdings: "Na, ohne fände ich das richtig doof. Schließlich gibt´s mich ja auch! Ist MEIN Zimmer."
Da sie auch bei den Foto-Shootings hier oft mit von der Partie war und ihre eigenen Auftritte als kleine Musikerin hat, haben wir uns dann dafür entschieden.

*****

Und nun noch etwas ganz Wundervolles, für alle, die es noch nicht wissen!!!

Hier könnt Ihr klicken - Das Weihnachtsbuch der lieben Belinda!!!
Meine herzlichsten Glückwunsch!
Ich fasse es nicht, so schnell ging das!
Und es ist wun-der-zau-ber-schön geworden!


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Donnerstag, August 21, 2014

Die Anfertigungen im Feenreich und rostige Scharniere

Was besonders werden will, braucht Zeit




Oh, im Königreich war was los! Da rappelte es vielleicht in der Hutschachtel!
Alleine die ungehaltenen Kommentare des Papa-König füllten die Gemächer.
Vor allem das berühmte und wenig begeisterte "Na gaaaaaaanz toll" und doch noch einiges Unstandesgemäßeres, wenn die alte Stichsäge wieder völlig ungehemmt ihr Sägeblatt von sich warf, wenn der Bohrer mit abgenutzter Bohrspitze ewig brauchte und sich schief hineindrillte...

Der Papa-König aber kämpfte tapfer weiter. War ja schließlich für seine Prinzessin mit der E-Gitarre.
Alles in allem hatte er für die Anfertigungen einen Tag eingeplant - aus dem dreie wurden. Aber es ist eben so, als Papa-König hat man nie so wirklich Urlaub. Und nur ein könighafter Held schlägt solche Schlachten!
Auch wenn er der Königin damit manchmal mächtig auf den Zeiger ging ;)), die sich bei ihren Arbeiten (ich kämpfte mit einem Fransen-Lüster, aber wie!!!) auch nicht gerade in vornehmen Ergüssen ergab. Nun denn, derbe Arbeiten bewirken manchmal eben Vorgänge dieser Art.

Ja, es hieß tapfer bleiben - und nie wieder werden wir "kleine Projektchen" unterschätzen, die man denkt, in jeweils ein, zwei Stunden gemacht zu haben :))

Aber oh, wann anders können Eltern wahrhaftig königlich werden, und sich als Bühnenbildner austoben?? 
Ein behagliches Kuschelkämmerchen für den Nachwuchs zaubern? 
Ja, es hat verdammt Spaß gemacht - von einigen Widrigkeiten abgesehen, die wir nicht zu verantworten hatten.


Aber nun zur "Action":

Die erste Idee war, eine wunderschöne Kiste (ehemals Munitionskiste) auf zwei Chippendale-Beine gestellt zu haben. 
Guckt mal, die anderen beiden Beine hatten wir ja damals an dem "antiken" Sekretär verwendet, den wir gebaut hatten. 
Hier könnt Ihr klicken, falls Ihr das noch einmal sehen möchtet.



Ja, und eben hiervon hatten wir noch zweie übrig. Die Beine hatten wir einmal vom Flohmarkt, von einem eigentlich scheußlichen Teewagen, so ein Servierteil mit Kacheln oben... Aber die Beine waren schön. Und nun endlich kam auch das zweite Paar eben dieser Beinlein zum Einsatz. Nämlich hier:


Erst wurde also "bebeint":


Und eigentlich sah ja die Patina auf groben ersten Blick sooo schön aus - eigentlich. Aber beim näheren Hinsehen... Nä. 
Da streikte nicht nur das Fayelein - sondern auch die Frau, die Gelb nicht leiden kann - zumindest nicht an Kisten ;))


Nein, da gab es nichts, die Ränder wurden gegrimmelt.



Unisono kam es dann jedoch von beiden Kiddis: "Mama, dies Kiste muss aber weiß!"
"WEISS?"
"Jup! Sonst sieht das nicht aus, so zu dem Grundton der Shutters."
"Stimmt."
"Klar, Mama. Musst nur uns fragen. Und so schön leicht grimmeln, nä?", kam es von den Jung-Experten.
Recht hatten sie. Also denn...



Besonders stolz war ich auf ein zufälliges Lack-in-Lack-arbeitet-irgendwie-miteinander-Gebilde.
(typisch Auro - ich krieg hier, glaub ich, mal einen auf den Deckel für Schleichwerbung, hihi. Aber ich bekomme wirklich nix dafür)

Guckt doch mal, sieht sooo schön aus, jetzt hat´s ein Gesicht.




Als Nächstes kam etwas ganz Besonderes. Da ja nun der Baldachin über dem Bett futsch ist... musste schließlich ein wenig Ersatz her.
Und das machte die Méa natürlich wirklich im Handumdrehen, denn das ist ihr Métier, da ist sie in ihrem Element :))
Hier seht Ihr auch meine berühmten Mumienhände nach der Wandpatinierung - sehenswertes und vollgeschweinertes Pergament, haha.
Ich denke mir das immer, vor allem meine Fingernägel, die sehen immer aus, au weia - zum in die Tasche vergraben. 
Aber patinieren mit Handschuhen, oder gar Geschirr abwaschen damit... geht bei der Méa einfach nicht. Und so würde wohl die Tilly aus dieser uralten Spülmittelreklame (kennt Ihr die noch? Das war die mit den Spüüüüülhanden, die der Spülerin sagte, so würde der Mann nie um ihre Hand anhalten, boaaaahhh) vor Schreck einfach hintübergekippt sein.






Ein Händler, der vorbeikam, meinte, das Material hätte was von Kuhfladen :))
Stimmt auffallend... 
Ist aber gut duftende Zaubermasse.
Sie verbindet sich nahezu untrennbar mit dem Holz.

Noch trocknen, dann noch schleifen... 
(Dies hier ist wohlgemerkt VOR dem Schleifen und neuerlichem Aufbringen der letzten Schicht)



...ein wenig anpinseln uuuuund Tataaaaaaaaaaaaaah!!!


Meeehr zeig ich noch nicht, denn wir wollen ja schließlich ein NACHHER präsentieren und kein Nachher-chen ;)))


Somit nun war es an der Zeit, die Privatsphäre des Feeleins zu achten - schließlich hatte sie sich Sicht- und Blendschutz bezüglich ihres Kopfteiles erbeten. Kinder wollen nicht so ausgesetzt sein - wir ja auch nicht! 
So ist es kein Wunder, dass wir eine Wand hinter den Köpfen wollen, rein instinktiv. Habe selten ein freistehendes Bett gesehen. 
Sicherheit, Wärme, Schutz vor Zugluft, Blendschutz in der Nacht, das macht Sinn. 
An Fayes Fensterlein sind daher auch fest verschließbare Läden. 
Aber sie wollte es noch kuschel-nischiger haben. 
Recht hatte sie.

Nun, es lagen Shutters nahe. Doch in genau der benötigten Größe?? 
Fehlanzeige - und warten konnten wir nun ja nicht, die Schule würde bald wieder anfangen, andere Vorbereitungen wären zu treffen...
Doch wir hatten da eine Idee... da wir schon einmal etwas dieser Art gemacht hatten. 
Damals, mit einem alten Fenster und Restholz, um einer Cafenische in einem Laden einen Touch Gartenlaube zu verpassen :)). 
Guckt mal, iss nich schön???



Ein dreiteiliger Paravent, der in sich selbst steht.
Aufgenommen im Nordlys Eppendorf




Ja, und nun würden wir das wieder nutzen, beschlossen wir, hatten wir doch zu einem Winz-Traum-Shutterchen von der Princess Greeneye noch altes schrabbeliges Bauholz aufgetrieben, das auf den mm reichte, als hätte es tatsächlich genau hierauf gewartet! :))
Was für ein Glück!



Verzapft hat der Papa-König es so richtig dolle "original" mit Holzdübeln.

Doch dann...


Die Königin, die moserte: "Ähhh... Ne. So is das nix. Wie sieht das denn aus? So gleich hoch, nääääää. Muss schon ein wenig... na, oben so angefressener und doch nochmal 2 cm kürzer, als ich gesagt habe. Also Kreissäge, unten zwei ab... Ja, sonst isses zu gleich hoch, so laaangweilig, und... Ach, ich male das mal auf!!"

Gefürchtet ist dieses "Ich male das mal auf". 
Aber Gott sei Dank ist der König dann auch immer neugierig, was die Königin zwar Unbequemes aber so schön Verrücktes ausheckt.

Dazu gehört auch das nervige Kantenbrechen. Wir machen das mit Feile - alles, was eckig ist, wird gebrochen... viel Arbeit - aber göttlich "antiker" Effekt. Es lohnt sich.





Blieb das Problem, dass die Prinzessin natürlich die kleinen Shutters in den großen Shutters ja auch AUFMACHEN wollte. 
Und die Fitschen waren natürlich auf der FALSCHEN SEITE. Ganz klar.
Also, die uralten verrosteten Fitschen raus.
Alte verrostete Schrauben ohne Schlitz rausdrehen ist aber nicht - also erst mal einen Schlitz rein-dremeln. 
Nach diesem Beispiel der Widrig- und Unwägbarkeiten noch Fragen, wieso wir so lange für unsere kleinen Vorhaben brauchten?

Das Problem der fehlenden Gegenstücke, also der Drehstücke der Angeln, lösten wir nach Méa-Art. 
"Nimmst Du grosssses Nagel, schlägst Du in Holz, haust Du mit Hammer um Ecke, war´s schon."
König: "Ahhh ja."


Mit Grimmeln schön auf alt getrimmt :)) Voilà.



Der Rost ist für mich gar kein Problem. Ich gehe mit demselben Grimmelschmodder rüber wie beim Messingbearbeiten. Falls Ihr nochmal klicken mögt, da ist noch einmal die genaue Anleitung.
Rost ist genial, um ihn als herrlich färbende Brösel über fast trockene Farbe zu ziehen. Färbt völlig authentisch ein. 
Nicht zuletzt heißt es bei der braunen Abtönfarbe ja auch gerne "Eisenoxid-Braun", nä? 
Hihi, ist mir letztens erst aufgegangen.
Aber sonst hat Rost in einem Kinderzimmer nichts aber auch gar nichts zu suchen. 
Und insofern ist er mit meiner Methode unschädlich gemacht, die ätherischen Zitrusöle in der Farbe tun nämlich Wunder.

So darf es nicht bleiben! Bä...




Ordentlich eingrimmeln...


... und mit demselben Schmodder auch bereits Brüche, Ritzen, Narben, Ecken und Kanten des Holzes akzentuieren... Der Pinsel ist ja nun schon einmal eingeschweinert.



Dann kommt...


ordentlich Babypuder drauf!


Und danach sagt Euch gar keiner mehr, das war nicht schon so ;)) HA!

NACHHER
Nun wisst Ihr auch, was das erste Bild oben sollte ;))


Big Draaaama!



"Originalpatina", hihi
(Aber in appetitlicher Version)


Faye wollte es auf keinen Fall brauner, was ich gut verstehen kann. Na, also dann eben so!


Monsieur l´Inspecteur hatte nichts zu beanstanden. Außer, dass sich dort hinter dem Shutter keine Maus versteckte...



VORHER-NACHHER






Was für ein Bild - bin ganz hin und futsch...


Hach... Nüja... 

aber da fehlt... noch etwas...

RICHTIG!
Das I-Tüpfelchen auf den I-Tüpfelchen!
 Billig geschossen auf ebay - 
eine Allerweltslampe für nicht einmal ´nen Fuffi. 
Allerdings eine sehr solide mit richtig dickem, guten alten Messing.


Und diese Plaaaastiktüllen immer, oiiiiiiiii. Die Pressnähte müssen abgeschliffen werden.


Schon besser...



Neubestückung war angesagt, ich hatte da so eine Idee im Kopf... 
Schaue mir ja nicht mal nur einfach so Bilder von alten Leuchtern an. 
Neee, die Méa nich...
Also?

Lampenkristalle sind alle abgedrahtet, fertig los!
Na, Ihr kennt das ja mittlerweile:
Lämpchen wurde gegrimmelt  und gepudert...



Finish drauf - dann konnte es endlich losgehen.


Behang entwerfe ich immer erst einmal auf einem grooooßen weißen Blatt, bevor dann das fertig Gedrahtete am Gestell selbst getestet wird. 
Aus dem Theresialämpchen würde ich schon ein richtig gutes Jugendstil-Kerlchen zaubern, oha, ja, das würde ich!
Da käme mir keine Theresia wieder dran - ohhh nein. Das wäre in Fayes Zimmer zu "uncool" und tüddelig. 
Also im Fundus fündig werden - daher heißt der doch schließlich so ;)))



Erste Probe - immer an den Shutters im Wohnzimmer, da kann man so gut aufhängen...
Mitte hochgebogen.
Unten sieht es nun auch länger aus. 
Wandlampen optisch in die Länge ziehen, kommt immer eleganter - und sieht teurer aus, hihi.


Die Idee war, es wie ein Jugendstil-Collier zu gestalten.
Die geschmoddert-gepuderten Kerzentüllen wirken nun wie aus Pappmaché 
(also wie gaaanz alte).
Voilà!


Uuuund das Kerlchen wurde an Kettenglieder gehängt, nicht plan an die Wand. Schön schräg, so lässig, damit´s nur ja nicht zu spießig ´rüberkommt!
So wirkt es wie mal hingerummelt und dann vergessen, so mit Verve...
Ja, so ist es richtig gut!




Noch einmal, weil es sooooooooooo verändert ist:



                   VORHER-NACHHER

                   Das original Ebay-Angebot                 und                 nach der Méa-Behandlung






Und wie es nun im Insgesamt aussieht,
das seht Ihr im letzten Feenzimmerpost.

Wir richten nun fleissig alles wieder ein.

À tout à l´heure,

Eure Méa, die Gestaltwandlerin


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